Dienstag, 23. Dezember 2008

FujiFilm FinePix S1000fd Digitalkamera



Grundsätzlich bin ich sehr zufrieden mit meiner 'überall' Kamera Sony DSC-W55. Ein kleines, hervorragend verarbeitetes Gerät, welches gut in die Hosentasche passt und meistens relativ gute Bilder macht.

Leider stosse ich immer häufiger an die Grenzen der kleinen Kamera, weshalb der Wunsch nach ein Gerät der gehobenen kompakt-Klasse aufkam. Von so einem Gerät erwarte ich  vor allem
  • Geringeres Bildrauschen bei schlechter Beleuchtung
  • Einen grösseren Brennweitenbereich
  • Eine bessere Farbtreue

Neben normalen Aussenaufnahmen benötige ich das Gerät auch für Innenaufnahmen im Haus sowie auf Sportveranstaltungen. Dazu benötige ich einen grossen Zoombereich von Weitwinkel bis Tele, kombiniert mit guter Lichtemfpindlichkeit.

Empfehlungen von ambitionierten Amateuren aus meinem Bekanntenkreis lagen preislich alle bei € 400-500,- (Canon G9/G10). Nun ist meine Wunschliste lang, und die Kamera hat nicht die höchste Priorität für mich. Daher machte ich mich auf die Suche nach einer preiswerteren Alternative.

Die Recherche in entsprechenden Foren brachte bislang wenig Hilfe. Zu fast jedem Modell findet sich jemand, der es in den Himmel lobt, genauso wie jemand, der es in den Staub tritt. Letztendlich kam ich zu dem Schluss, dass die Unterschiede in der Preisklasse um € 200,- nicht so gross sein werden, was zu der Entscheidung führte, einfach nach einem guten Schnäppchen zu suchen. Ein Fachhändler vor Ort hatte die FinePix S1000fd für € 149,- anstatt 249,- im Angebot. Auch Amazon.com konnte den Preis nicht unterbieten und von 8 Rezensionen gab es dort 4 mal 5 und 3 mal 4 Sterne. Der Zoombereich war ausreichend, auch wenn ich etwas mehr Weitwinkel gerne gegen etwas weniger Telebereich getauscht hätte. Das Gerät hat einen minimal grösseren Bildsensor als meine W55, was Hoffnung auf etwas weniger Bildrauchen mach. Und die auf Amazon.com hinterlegten Demo-Bilder sahen toll aus. Was sollte da nun schief gehen?

Um es kurz zu machen: ich habe das Gerät gestern gekauft und heute wieder zurück gebracht. Die Bildqualität hat mich ziemlich enttäuscht. Nicht, dass sie wirklich schlecht war. Aber sie konnte sich praktisch nicht von meiner kleinen Sony DSC-W55 absetzen. Die Farbtreue der Sony war häufig besser als bei der Fuji, welche einzelne Farben zu völlig übersättigt darstellte. Auch zeigte die die Fuji oft mehr Bildrauschen, als die Sony, sogar bei Tageslicht. Vermutlich wird der grössere Bildsensor durch die 10 Megapixel wieder überkompensiert. Nicht umsonst werden auf http://6mpixel.org Geräte mit maximal 6mpix eingefordert. Am Ende scheint noch ein zu stark eingestellter Schärfefilter über das Bild zu laufen. Die beiden Testbilder unten zeigen das recht gut. Somit blieb der Fuji als Hauptvorteil nur der grosse Zoombereich. Allerdings ist der starke Telebereich aufgrund des fehlenden Bildstabilisators nur eingeschränkt nutzbar.


Testbild - Sony DSC-W55

Testbild - Fuji S1000fd


Die S1000fd ist im Vergleich zur W55 ein ziemlicher Brocken. Das einzige, womit sie sich von der kleinen W55 absetzen kann, ist der grössere Telebereich. Ansonsten ist sie im Vergleich zur 2 Jahre alten W55 das schlechtere Gerät, und kann auch aus dem etwas grösseren Sensor keinen Vorteil ziehen. Und der Telebereich ist für mich ohne Bildstabilisator nahezu nutzlos.

Die Hoffnung, über ein Schnäppchen eine ordentliche Kamera zu bekommen, hat sich nicht erfüllt. Ich muss mich wohl leider etwas ausgiebiger mit der Materie beschäftigen, um meine nächste Kamera zu finden.

Montag, 1. Dezember 2008

Tschüss iWeb & mobile me, hallo Blogger.com


Dieses BLOG hatte ich eigentlich gestartet, als ich iWeb ausprobierte. Technisch funktionierte das etwas über ein Jahr lang auch ganz prima, auch wenn die Lösung technisch nicht so richtig klasse war. Gerade die Client-Server-Architektur, bei der ich nur von einem Mac bloggen kann ist hinderlich. Oft möchte ich von unterwegs schreiben, wenn mein Heim-Mac nicht bei mir ist. Auch ist der lange publish-Mechanismus von iWeb nervig.
Der Bruch kam dann aber diesen Sommer. Irgendwas klappte beim publishen nicht mehr, kein Posting ging mehr online. Apple reagierte wie immer überhaupt nicht, nach ein paar Monaten stellte sich raus dass es wohl einfach ein Bug in iWeb ist. Da ich meine beruflichen BLOG's ohnehin auf Blogger.com habe und mit der Plattform grundsätzlich zufrieden bin, migriere ich Arnes Tüddelkram jetzt dahin. Es wird wohl noch einige Zeit dauern, bis ich alle Einträge migriert habe, aber dafür bin ich dann den Ärger mit iWeb los.

UPDATE: Mit dem in iLive 09 enthaltenen iWeb 09 ist der Fehler gefixt und iWeb läuft grundsätzlich wieder. Allerdings konnte ich ein dreiviertel Jahr nichts veröffentlichen. Bei einen derart langsamen Fehlerbehebungs-Zyklus' ist iWeb nicht einmal für die Zielgruppe der Einsteiger interessant. Denn selbst Einsteiger wollen möglicherweise mehr als ein Posting pro Jahr schreiben.

Mittwoch, 12. November 2008

TomTom Go 730 vs. Navigon 7210



Mit dem TT 720 bin ich grundsätzlich sehr zufrieden. Mit MapShare hat sich die Kartenqualität spürbar gesteigert und mit dem 730 kamen bei TT die IQRoutes dazu. Navigon hat in der Zeit an der Kartendarstellung gearbeitet und zeigt jetzt in grösseren Städten 3D-Gebäude an. Ausserdem hat Navigon eine neue Hardware-Generation auf den Markt gebracht, die im Vergleich zu den älteren Modellen wesentlich attraktiver wirkt. Genug Grund, die beiden Hersteller wieder einmal gegeneinander antreten zu lassen.
Mein TomTom Go 720 ist dank dem letzten Softwareupdate auf Navcore 8 auf dem gleichen Stand wie das aktuelle Go 730, abgesehen von der Gehäusefarbe. Der Kontrahent ist ein Navigon 7210, ein Modell aus der gehobenen Mittelklasse von Navigon mit einer in das Ladekabel integrierten TMC-Antenne. Gerade diese hatte es mir angetan: gerne würde ich auf das zweite Kabel beim Abbau verzichten. Auch ist die TMC-Antenne im Fenster nicht gerade eine Zierde.
Zunächst einmal fällt das 7210 im Vergleich durch sein grosses Display auf, welches eine aus meiner Sicht ideale Grösse bietet. Auch sieht das Gehäuse einfach schöner aus. Allerdings ging hier wohl Design vor Funktionalität. Beim Druck auf den Touch-Screen entstehen sichtbare Verfärbungen auf dem Bildschirm. Laut Navigon Support ist das normal und ungefährlich. Aber es bleibt doch die Befürchtung, dass die Langlebigkeit darunter leiden könnte.
An der Bildschirmdarstellung hat Navigon leicht gefeilt und nutzt den Platz am linken und rechten Bildschirmrand jetzt bei Bedarf für Zusatzinformationen. Trotzdem wird am unteren Rand noch viel Bildschirmfläche verschwendet, so dass im Verhältnis zu viele Karteninformationen neben der eigenen Position, dafür zu wenige davor angezeigt werden. Die Option von TomTom, die Informationen komplett an den rechten Bildrand zu verlegen, ist da eindeutig von Vorteil.
Navigon hat ausserdem die Kartendarstellung in Richtung des Horizonts zusammengestaucht. Das ist eine hervorragende Idee, welche hoffentlich bald von anderen Anbietern übernommen wird. Wenn man z.B. noch etwas geradeaus fährt und danach links abbiegt, ist nach der Abbiegung der Rest der Karte ausserhalb der Darstellung. Durch die perspektivische Stauchung ist bei Navigon jetzt auch nach der Abbiegung noch deutlich mehr von der Route zu erkennen, so dass der Fahrer eine bessere Vorstellung davon bekommt. Dadurch, dass die Stauchung mit der Entfernung zunimmt, sind so gleich die nächsten Abbiegemanöver auf der Karte zu erkennen.
Eher Geschmacksache ist die unteschiedliche Wahl des Kartenausschnitts. Traditionell ist der Kartenausschnitt bei Navigon grösser als bei TomTom. Das gibt dem Navigon den Vorteil der grösseren Übersicht, dem TomTom hingegen die bessere Detailsicht in komplizerten Situationen. Zwar besitzen beide Systeme einen automatischen Zoom, so dass z.B. beim Abbiegen die Ansicht vergrössert wird. Grundsätzlich gefällt mir auf Autobahnen der grössere Kartenausschnitt der Navigons besser, in kleinteiligen Abbiegesituationen eher die starke Vergrösserung der TomToms.
Mein Wunsch wäre ein System, welches bei hohen Geschwindigkeiten weit weg von der nächsten Abzweigung ein möglichst grosser Kartenausschnitt gezeigt wird. Auf Autobahnen interessieren mich nicht wirklich die nächsten 100m. Solange ich nicht abfahren muss, möchte ich lieber die nächsten 5-10km sehen. In Tempo 30-Zonen mit vielen kleinen Strassen möchte ich dann die starke Vergrösserung der TomToms. Ich bin gespannt, welcher Hersteller das zuerst schafft, die Foren sind jedenfalls voll mit dieser Anforderung.
Zum Go 730 ist eigentlich schon alles gesagt. Die Software sieht noch so aus wie vor Jahren und wirkt reichlich angestaubt. Sie hat jetzt die bildliche Darstellung von Autobahnausfahrten gelernt, Navigon hat das schon vor über einem Jahr als sog. Reality View eingeführt. Ich schalte diese Option aber bei beiden Systemen grundsätzlich aus, zumal die Rückkehr zur normalen Kartendarstellung immer etwas Zeit in Anspruch nimmt.
Somit bleiben dem TomTom als einzige wesentliche Neuerung die IQRoutes. Aber diese haben es in sich. Während bislang ausnahmslos alle Navis einer guten Ortskenntnis unterlegen sind, ziehen die IQRoutes mit dem Insiderwissen nicht nur gleich, sondern übertreffen es sogar. Ich vertraue mittlerweile selbst in Gegenden, in denen ich mich auskenne, auf den TomTom. Damit ist IQRoutes wirklich der nächste grosse Schritt in Sachen Autonavigation. Dem hat Navigon nichts vergleichbares entgegenzusetzen und verliert aus meiner Sicht diesen Vergleich. Bessere Kartendarstellung ist schön, aber am Ende entscheidet die Qualität des Routings.
Und als würde das noch nicht reichen, setzt das Navigon noch einen drauf. Die in das Ladekabel integrierte TMC-Antenne sorgt zwar für Ordnung im Fahrzeug, der Unterschied in der Empfangsleistung ist aber enorm. Als Beispiel: ich fahre regelmässig aus dem Umland nach Hamburg. Dabei ist für mich die Verkehrssituation auf den Autobahnen relevant, nur wenn ich rechtzeitig von einem schweren Stau auf der Autobahn erfahre, kann ich ihn so weiträumig umfahren dass sich wirklich ein Zeitvorteil ergibt. Der TomTom liefert bereits bevor ich an der Autobahn angekommen bin Verkehrsmeldungen. Der Navigon hingegen lieferte die erste Meldung erst, als ich das Hamburger Ortsschild erreicht hatte. Natürlich war mir klar, dass die Integrierte Antenne nicht mit einer am Fenster verlegten Wurfantenne mithalten kann. Aber der Unterschied ist dermassen gross, dass die Lösung von Navigon für mich unbrauchbar ist.
Oben auf dem Bild sind übrigens zwei Aspekte sehr gut zu sehen. Während das TomTom gerade noch mal die nächsten 50m nach dem Abbiegen zeigt, sind auf dem Navigon die nächsten km erkennbar. Dafür hat der TomTom schon die erste Verkehrsmeldung empfangen, während der Navigon noch sucht (und es die nächsten 20min. auch noch tun wird).
Während Navigon seit dem letzten Vergleich in noch bessere Kartendarstellung und elegantere Gehäuse investiert hat, markiert TomTom trotz altbacken wirkender Software mit IQRoutes die Messlatte für Autonavigation neu.

Sonntag, 20. Juli 2008

Nokia Maps 2.0 im Urlaub




Mein nagelneues Nokia E71 kam gerade noch rechtzeitig zur Urlaubsreise an. Nach der Übernahme des Kartenanbieters Navtec und des deutschen Navigationsanbieters Smart2Go zeigt Nokia nun auch, was man damit vorhat. Den meisten aktuellen Nokia-Geräten liegt die hauseigene Navigationssoftware Nokia Maps 1.0 bei. Interessant ist dabei vor allem das Preismodell, man kann die Karten recht feingranular erwerben. Während man bei den meisten Navigationsanbietern meist zur Europa-Karte greift, da die einzelnen Länderkarten auch nur geringfügig billiger sind, kann man bei Nokia gezielt das erwerben, was man zu einer bestimmten Zeit benötigt. Für eine zweiwöchige Urlaubsreise nach Holland konnte ich die Karte unterwegs online für eben diese 14 Tage freischalten, was nur wenige Euro kostete. Einen Verkehrsinformations-Dienst über die bestehende online-Verbindung gibt es gegen Aufpreis. Da ich die Roaming-Kosten in Holland sparen wollte, nutzte ich den Dienst nur auf der Hinfahrt per 3-Tage Abo. Alles in allem Grund genug, Nokia Maps gegen mein bewährtes TomTom Go 720 antreten zu lassen.
Beginnend mit der Zieleingabe fällt sofort die extrem unzugängliche Bedienung auf. Diese ist wirklich mit das übelste, was mir bei einem Stück Software begegnet ist. Und obwohl ich die Karten vor Reiseantritt mit dem Nokia Map Loader (lobenswert: sowohl für Windows als auch Mac erhältlich) auf dem Gerät installiert habe, wird zur Suche des Ziels grundsätlich eine online-Suche gemacht, welche auch noch extrem lange dauert (ca. 1min). Wohlgemerkt: in dieser Zeit ist noch nicht das Routing inbegriffen. Die Zieleingabe ist insgesamt nur als katastrophal zu bezeichnen.
Die Kartendarstellung entspricht schon eher, was man von Navigationssytemen gewohnt ist ... solchen von vor 5 Jahren. Aber auch das TomTom wirkt so, als hätte man in diesem Zeitraum nichts an der Darstellung getan.
Die Kartendarstellung von Nokia Maps ist in sehr dunklen Farben umgesetzt, die sich schlecht voneinander abheben, gerade in der Sonne lässt sich nur noch wenig erkennen. Auch wird das ohnehin kleine Display des E71 schlecht ausgenutzt, für die Navigation unnötige Menüoptionen werden ständig eingeblendet und die Statusanzeigen am rechten Platz verschwenden viel Platz. Das Ganze wirkt auch nur halbherzig an das quer-Display des E71 angepasst. Immerhin sind die Anzeigen an der Seite, was bei Landscape-Displays (mehr quer als hoch) sinnvoll ist. Es gibt auch keine brauchbare  Routenübersicht und kleinere Strassen tauchen erst aus dem Nichts auf, wenn man sich ihnen nähert.
Im Vergleich zum TomTom ist die Ansicht weiter rausgezoomt, man sieht also auf Autobahnen einen grösseren Streckenabschnitt, was sinnvoll ist. Leider wird vergessen, in Abbiegesituationen die Anzeige hinreichend zu vergrössern, so dass man in Autobahnkreuzen mit vielen Fahrspuren lieber auf die Beschilderung als auf das Nokia schaut.
Eine weitere Design-Katastrophe ist die Sprachausgabe. Zunächst funktioniert sie recht gut, nachdem man sie nachträglich installiert hat. Wenn das Handy mit einer Bluetooth-Freisprecheinrichtung gekoppelt ist, erfolgt die Sprachausgabe über das Audiosystem des Fahrzeugs. Nur leider kann man sie, einmal installiert, nie wieder abstellen. Man kann sie zwar lautlos stellen, aber dann wird einfach eine lautlose Sprachausgabe über das Audiosystem ausgegeben und unterbricht damit alles, was man statt dessen hören wollte. Die einzige Abhilfe ist, Nokia Maps komplett zu deinstallieren, dann wieder neu zu installieren und dieses Mal die Installation der Sprachausgabe zu lassen.
Die Software wurde scheinbar, zumindest in grossen Teilen, gegenüber der Version 1.0 neu geschrieben, so dass sie mehr wie eine 1.0 wirkt. Auf den ca. 500 km hatte ich fünf Abstürze innerhalb von 5 Stunden. Das ist so einfach nicht akzeptabel. Somit über die Kombination E71 und Nokia Maps wirklich kaum etwas gutes zu berichten. Das Assisted GPS ist schnell und zuverlässig ... immerhin.
Nun ist der Vergleich gegen den Platzhirsch TomTom mit einer auf Navigation spezialisierten Hardware natürlich unfair. Aber dass das Nokia dermassen schlecht dabei abschneidet ist schon enttäuschend. Immerhin: jemand der ausser für wenige Tage im Jahr überhaupt kein Navi benötigt, wird mit Nokia Maps nach ein paar Abstürzen irgendwie ans Ziel kommen und profitiert immerhin von einem sehr flexiblen Preismodell. Alle anderen sollten sich aber eher ein richtiges Navi zulegen.

Mittwoch, 9. Juli 2008

Navigon legt das 7210 nach


Mit dem Erscheinen der Modelle 2110max und 8110 sind die alten Geräte 5110 und 7110 obsolet geworden. Da zwischen dem 2110max und dem 8110 aber noch Platz ist, dachte ich an einen 7110 Nachfolger, ähnlich dem 8110, aber in einem weniger hochwertigen Gehäuse und mit nur etwas weniger Funktionalität.
Ausserdem fehlt immer noch eine Antwort auf TomTom‘s MapShare. Zumindest eine Skobbler-Integration zum Erzeugen von POI‘s würde ich mir wünschen.
Bei Navigon hatte man anscheinend die gleichen Überlegungen. Laut einer Pressemeldung kommt im September das Navigon 7210, welches auf den ersten Blick dem 8110 entspricht, jedoch in einem einfacheren Gehäuse daher kommt. Ausserdem sollen eigene POI‘s erfasst werden können - von einer Integration mit Skobbler steht da aber leider nichts, das ist bislang noch mein Wunschdenken. Dafür gibt es jetzt aber 3D-Objekte auf der Kartendarstellung, Navigon nennt das View3D. Anschauen kann man sich das in einem kurzen Video auf YouTube. Der empfohlene Preis soll bei € 399,- liegen, der Marktpreis wird sich dann wohl bei ca. € 330,- bis 350,- einpendeln. Bravo Navigon, das ist gute Pflege der Produktpalette.
Ausserdem kommt noch ein Navigon 2150max, welches zusätzlich zu den bekannten Funktionalitäten des 2110max noch Text-To-Speech (TTS) und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung mitbringt.
Vielleicht gibt es dann im Herbst hier auf der Seite einen aktualisierten Shootout zwischen dem 7120 und dem TomTom Go 720 (bis dahin hoffentlich per Software- und Kartenupdate auf 730er Funktionalität gepatcht).

Mittwoch, 14. Mai 2008

Navigons skobbler geht in beta

Skobbler ist eine Web 2.0-Anwendung, in der man in einem Google-Maps Mashup POI‘s, Points-of-Interest - also interessante Kartenpunkte eingeben und suchen kann. Das alleine ist nicht so besonders und unterscheidet sich zunächst einmal nicht sehr von anderen Diensten wiez.B. Quipe. Als Belohnung für fleissiges Erfassen gibt es den Titel ‚Local Hero‘, wenn man in einem Stadtteil mehr als alle anderen Anwender erfasst hat.
Dazu liefert skobbler einen mobilen Client. Navigon bietet ja schon seit einiger Zeit eine kostenlose Navigationslösung für Handys an, diese wurde jetzt mit skobbler integriert, erweitert um eine mobile POI-Suche und Erfassung mit dem skobbler Client.
Was das Ganze dann aber richtig interessant macht ist, dass hinter skobbler eben Navigon steckt. Zwar habe ich mich, hauptsächlich wegen MapShare dieses Mal für ein TomTom Go 720 entschieden. Wenn es Navigon aber gelingt, skobbler sinnvoll mit seinen PNA‘s zu integrieren, könnte diese Lösung dem TomTom Pendant sogar überlegen sein. Denn wenn skobbler von der Web 2.0 Community angenommen wird, unterstützt von Handy-Nutzern die skobbler kostenlos zur mobilen Navigation nutzen (was nicht einmal Google hat) und dabei die POI-Datenbank füttern,  dann hätte Navigon vielleicht die bestgepflegte POI-Datenbank aller PNA-Anbieter. Denn MapShare können zur Zeit nur TomTom-Anwender pflegen, während skobbler ein viel grösseres Potential hat. Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie Skobbler sich weiter entwickelt.

Montag, 14. April 2008

Autonavigation: Update 2008


Ein dreiviertel Jahr habe ich jetzt mit meinem Treo/TomTom-Bundle gearbeitet. Schon von daher wäre es Zeit für etwas neues. Während bereits die TomTom-PNA's mit der Software-Version 8 auf den Markt kommen, ist die PDA-Software immer noch bei Version 6. Schlimmer noch: auch die Karten sind noch auf dem Stand 6.x und allmählich fängt die 2 Jahre alte Karte an, Staub anzusetzen. Zeit, den Markt für Navis einmal wieder unter die Lupe zu nehmen.
PDA's fallen dieses Mal raus, es gibt kaum noch interessante Software dafür. Die Musik spielt nur noch im PNA-Segment.
Was haben die Anbieter binnen eines Jahres Schönes für uns entwickelt?

Medion
hat seine GoPal Software gründlich überarbeitet. Erfreulich: während die alten Versionen mit ihrem rosa Bonbon-look ohne Design Modding überhaupt nicht zu ertragen waren, sieht die neue Version jetzt richtig gut aus. Auch nutzt GoPal 4 den Widescreen vernünftig aus, weiterführende Informationen können jetzt an der Seite eingeblendet werden.
Leider hat Medion aber auch die abstruse Trennung der GoPal-Versionen AE, PE und ME beibehalten. Ich war schon kurz davor, ein GoPal 4225 zu kaufen. Mit Active Cradle (alle Kabel an der Halterung) und TMCpro mit Antenne in der Halterung wäre das 4225 in seinem schlanken Gehäuse ein interessantes Angebot. Allerdings wird das 4225 mit GoPal AE geliefert, dem der Spurassistent fehlt. Schlimmer noch: nach Aussage des Medion Supports ist noch nicht entschieden, ob überhaupt noch Updates für die AE kommen, obwohl die PE schon bei Version 4.1 angekommen ist. Möchte man GoPal PE bekommen, muss man zum 4425 greifen, dass dann auch über einen Fingerabdruck-Scanner verfügt. Leider fehlt dem 4425 in der preisgünstigen Variante für ca. 329,- € das Active Cradle des 4225. Ich vermutete einen schlechten Scherz, weil man für € 70,- Aufpreis weniger bekommen soll. Aber wenn man das Active Cradle möchte, muss man zur teureren Variante des 4425 greifen, welche dann gleich € 379,- kostet. Sorry Medion, aber bei dieser Modellpolitik kommen wir auch dieses Mal nicht zusammen.

Navigon
hat bislang wenig neues an seiner Software getan, dafür aber noch einiges in der Hinterhand. Lediglich die sog. Reality View ist bislang hinzu gekommen. Dabei handelt es sich um ein 3D-Bild zur Ergänzung des Spurassistenten. Ansonsten hat Navigon eine neue Generation an Hardware veröffentlicht. Die Modelle 2110, 5110 und 7110 sehen sehr hochwertig aus. Das 2110 hat die TMC-Antenne im Stromkabel. Schön, dass man nur ein Kabel anschließen muss. Schade, dass die größeren Modelle dieses Feature nicht haben. Das 5110 kann dafür hochkant betrieben werden und das 7110 hat neben einer Freisprecheinrichtung auch einen Widescreen. Damit ist die Bildschirmgrösse gemeint, die schon mein TS-7000T hatte. Die beiden kleineren Modelle haben nämlich einen verkleinerten Bildschirm mit 320*240 Punkten Auflösung. Damit kommt man zwar auch zum Ziel, aber Spass macht das nicht. Das hat wohl auch Navigon erkannt und mit dem 2110max eine Widescreen-Variante vorgestellt, welche die Tage in den Handel kommen sollte. Zusätzlich verfügt das 2110max noch über eine intelligente Adresseingabe, die alle Buchstaben ausblendet, zu denen keine passenden Treffer gefunden werden. Bei einem Marktpreis von ca. € 250,- ist das nach meiner Meinung ein hervorragendes Angebot. Ich persönlich hätte mich diesmal beinahe für das 2110max entschieden.
Die ganz grosse Neuerung stellte Navigon aber mit dem 8110 vor. Hierbei handelt es sich offensichtlich um ein Luxus-Navi. Ein grosses, edles Aluminium Gehäuse mit allem was man heute von einem High-End Navi erwartet, wie Freisprecheinrichtung und Medienplayer. Das eigentliche Novum ist aber die 3D-Ansicht. Damit ist nicht das gemeint, was alle Navis als 3D-Ansicht bezeichnen, nämlich eine perspektivisch gekippte 2D-Ansicht. Nein, dieses Mal gibt es echtes 3D (s. Bild). Für alle Spieler: Das ist wie der Wechsel vom Super-Nintendo mit seinem Mode-7 pseudo-3D auf die Polygongrafik der Playstation. Eine Generation weiter halt, und typisch Navigon sieht es phantastisch aus. Allerdings wird sich der Marktpreis anfangs zwischen 450,- und 500,- € einpendeln. Aber ich denke, Navigon zeigt hier schon einmal, was in ein paar Jahren zum Standard gehört.

TomTom
hat seine Produkte in allen Richtungen weiter entwickelt. Nachdem ich mein Go 710 damals nach einem Tag zurück gegeben hatte, habe ich mich jetzt doch wieder für den Nachfolger Go 720 entschieden.
Es ist schon beeindruckend, wie viele der von mir damals angesprochenen Mängel behoben wurden:
  • TMC/TMCpro funktioniert jetzt perfekt. Ich musste zwar die Antenne beim Support gegen das neuste Modell eintauschen, aber damit klappt es jetzt besser als mit dem Navigon.
  • Das Display ist jetzt ordentlich entspiegelt.
  • Die Bluetooth-Verbindung zum meinem SonyEricsson K800i funktioniert jetzt problemlos.
  • Der Geschwindigkeitswarner ist jetzt auf rotem Hintergrund vernünftig ablesbar.
  • Der Radarwarner funktioniert jetzt wie man es erwarten würde (was ich im Ausland getestet habe)
  • Die Kartendarstellung reicht zwar noch nicht an Navigon heran, ist aber etwas ansehnlicher geworden und hat z.T. leichte 3D Effekte an Gebäuden und Flüssen bekommen.
Damit ist das Go 720 jetzt das Gerät geworden, welches ich damals vom 710 erwartet hatte. Aber das 720 kann noch mehr. Ich schrieb damals schon, dass ich grosses Potential in den online-Services von TomTom sehe. Mit der Software NavCore 7 wurde die MapShare Technologie eingeführt. Man kann damit Kartenfehler direkt auf dem TomTom erfassen. Beim der nächsten Verbindung mit TomTom Home werden diese zu TomTom übertragen und allen Anwendern zur Verfügung gestellt. Beim ersten Connect mit TomTom Home, was übrigens hervorragend auf dem Mac funktioniert, bekam ich mehr als 50.000 Kartenkorrekturen von anderen Anwendern zur Verfügung gestellt! Das ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal für TomTom, die Gemeinschaft vermag hier viel mehr zu leisten als ein Unternehmen. Das Web 2.0 wurde durch die Arbeit der Gemeinschaft erst richtig interessant, OpenSource Software ist heute auch aus Unternehmen nicht mehr wegzudenken und TomTom macht jetzt Navigation 2.0. Das alleine war für mich Grund genug, dieses Mal wieder ein TomTom zu kaufen. Denn MapShare hilft die Navigation zu verbessern, darauf kommt es an, alle anderen Features sind letztendlich schmückendes Beiwerk.
Ganz nebenbei macht NavCore 7 jetzt auch sinnvollen Gebrauch von Widescreen Displays, in dem man wahlweise die Statusanzeigen allesamt an den seitlichen Rand verlagern kann, so dass die gesamte Fläche von oben bis unten für die Navigation zur Verfügung steht.
Aber TomTom geht noch weiter: Die auf der CeBit vorgestellten Nachfolger Go 530, 730 und 930 stehen in den Startlöchern und werden in einigen Ländern bereits ausgeliefert. Neben einem verbesserten MapShare, welches noch mehr Änderungen erlaubt, sowie einer Kopie von Navions Reality View, kommt die Go x30-Reihe mit IQ-Routes. Aus den gesammelten Daten tausender TomTom-Anwender wurden Geschwindigkeitsprofile von Strassen erstellt. Damit dürften es die ersten Navis sein, die ihre Benutzer nicht mehr durch Strassen schicken auf denen man alle 50m durch Ampeln gebremst wird.
Zusätzlich bietet TomTom in Zusammenarbeit mit Vodaphone bald auch noch HD-Traffic an. Im Gegensatz zu IQ-Routes, welches mit statistischen Werten arbeitet, erhält man mit HD-Traffic den aktuellen Verkehrszustand der Strassen. Technisch wird das über ein GSM-Modul im Ladekabel realisiert. Es brauchen also nur genügend TomTom-Anwender vor einem zu fahren und schon bekommt man die Informationen über die aktuelle Flussgeschwindigkeit des Verkehrs.
Zugegeben: Die Kartendarstellung von TomTom ist, insbesondere im Vergleich zu Navigon, schon recht altabacken. Aber das Packet aus MapShare, IQRoutes und HD-Traffic dürfte wirklich der nächste Schritt in Sachen Routenfindung sein. Und da kann derzeit kein Anbieter auch nur ansatzweise mithalten.
Navteq hat zwar angekündigt, aus Satellitenaufnahmen Rückschlüsse auf die Verkehrsdichte zu machen und auf den Karten entsprechend zu vermerken. Damit hätte die gesamte Navteq-Konkurrenz dann ein Gegenstück zu IQRoutes. Aber entsprechende Produkte sind noch nicht einmal angekündigt, so dass TomTom hier mindestens ein Jahr Vorsprung haben dürfte. Dann schau ich mir das gerne noch einmal an ...

Samstag, 1. März 2008

Der Centro ist da ... was nun?

Der Palm Centro ist in Deutschland angekommen und es ist an der Zeit, hier einmal ein paar Gedanken zum Smartphone Markt loszuwerden.
Es ist aktuell ein schlechter Zeitpunkt, sich für ein Smartphone zu entscheiden. Der Platzhirsch Palm ist deutlich in die Jahre gekommen. Viele Eigenschaften, die von der Palm Gemeinde seit Jahren gefordert und auf anderen Plattformen üblich sind, fehlen noch immer. Einige Beispiele: Die meisten Treo‘s haben immer noch eine Kamera mit VGA-Auflösung, eine Bildqualität wie Anfang des Jahrtausends. Nur die allerneusten Modelle bringen es gerade einmal auf 1,3 Megapixel, während das marktübliche Spektrum erst bei 2 Megapixel beginnt. Mein ein Jahr altes SonyEriccson K800i hat schon eine 3,2 Megapixel Kamera mit LED-Blitz und macht wirklich ordentliche Bilder.
Von WLAN wissen die Palm Smartphones auch nichts, die Modelle mit WLAN wie z.B. der Vx haben hingegen kein Telefon. Wie schwer kann es sein, diese bereits vorhanden Funktionalitäten innerhalb von ein paar Jahren in einem Produkt zu vereinen?
Andererseits ist der Browser ‚Blazer‘ dermassen schlecht, dass man sich fragt wozu man eigentlich Netz braucht. Immerhin: Email/Pushmail kann der Palm hervorragend, zumindest wenn man Chattermail erwirbt. Palm hat gleich die ganze Firma übernommen, schafft es aber nicht die Software mit seinen Geräten auszuliefern.
Ich habe auch wenig Verständnis dafür, dass Palm es seit Jahren nicht in den Griff bekommt nach einem Reset noch die richtige Uhrzeit anzuzeigen.
Dass der Bluetooth Stack seit Jahren noch auf dem Stand 1.2 festhängt, mag man da fast noch verschmerzen.
Das Alter macht sich aber erst so richtig bemerkbar, wenn man an Multitasking denkt. Nicht, dass ich grossartig parallele Rechenoperationen auf dem Palm tätigen möchte. Aber ich würde gerne telefonieren können, während ich gerade mit TomTom navigiere. Das Drittprodukt PhoneTechnican schafft hier zwar teilweise Abhilfe, kann aber nicht alle diesbezüglichen Probleme lösen.
Nun ist der Palm Centro in Deutschland angekommen. Bei Media Markt gibt es ihn mit Vertrag für € 1,- oder ohne für € 299,-. Laut Anwenderberichten soll er sich insgesamt schneller anfühlen, auch wenn sich das aus der Spezifikation nicht herleiten lässt. Er hat immerhin die 1,3 Megapixel Kamera, ist kleiner und leichter. Er kann endlich von Haus aus mp3 Klingeltöne, was aber wohl jeder Treo Besitzer ohnehin via Software nachgerüstet hat. Der Akku hat eine etwas geringere Kapazität als jener der Treos, was aber dank verbesserter Energieeffizienz zu vergleichbaren Ergebnissen führen soll. Aber auch er vergisst einem Reset immer noch die Uhrzeit.
Trotzdem war ich gestern, die Kreditkarte zur Hand, im Media Markt um mich gegebenenfalls für den Centro zu entscheiden. Er ist im Vergleich zum Treo sehr klein. Die Masse lassen das so nicht erkennen. Das Gehäuse ist hochwertiger und entspricht dem Standard der Handy-Mittelklasse. Leider ist er eben auch klein. Der Bildschirm ist kleiner, die Tastatur ist kleiner. Der Bildschirm des Treo ist für Navigation schon grenzwertig, der des Centro definitiv zu klein. Auch die Tastatur ist für meinen Geschmack zu klein geraten. Tut mir leid Palm, das ist mir zu wenig.
Hatte es ein Gerät gegeben, das auch mit WLAN, Bluetooth 2.0, einer 2 Megapixel Kamera, gleiche Display- und Tastaturgrösse in einem etwas kleineren und dünneren Gehäuse daher kommt ... ich hätte wohl noch mal in ein Palm-Update investiert. Aber so bleibt mir nur das Warten.
Windows Mobile Smartphones haben teilweise leichte Vorteile. Man bekommt sie mit WLAN und besseren Kameras, der Pocket Internet Explorer ist nicht toll, aber deutlich besser als der Blazer. Dafür haben sie geringere Akkulaufzeiten und kämpfen ständig mit ihrem fragmentierten Speicher. Insgesamt war mir mein hp iPaq damals deutlich zu lahm.
Die Symbian Geräte sind für meinen Geschmack mehr Phone als Smart.
Was bleibt also? Das iPhone kommt nur mit einem sehr teuren Vertrag und SIM-Lock. Um Anwendungen zu installieren benötigt es einen Jailbreak, der bei jedem Update Probleme machen kann. Dabei hat es von Haus aus noch nicht mal eine ToDo-Liste. Es bleibt abzuwarten, was nach Veröffentlichung des SDK für das iPhone alles für die Plattform erscheint.
Googles Android macht einen viel versprechenden Eindruck, nur wird es noch einige Zeit dauern bis Geräte verfügbar sind, die Plattform gereift und das Software Ökosystem gewachsen ist.
Auf Palms neue Plattform zu warten habe ich nach Jahren einfach keine Lust mehr. Palm wäre gut beraten, auch auf Android zu setzen, aber gut beraten wahren sie schon lange nicht mehr.
Wer nicht unbedingt ein neues Smartphone benötigt, sollte einfach abwarten. Alle verfügbaren Plattformen haben ihre Macken, aber alles wird besser ...

Montag, 4. Februar 2008

Pick: Photoshop CS3



Zugegeben: PS CS3 ist ein relativ ungewöhnlicher Pick. Es ist ein echtes Profi-Produkt und für entsprechende Berufsgruppen ein Standard-Werkzeug. Für diese Profi's PS zu picken, hieße die beliebten Eulen nach Athen zu tragen. Und mit einem Preis von deutlich über € 1.000,- ist es für die meisten privat-Anwender einfach nicht interessant ... oder vielleicht doch?
Profi-Tools sind doch kompliziert. Nicht so einfach, wie solche für Heimanwender, oder?
Nun, nach meiner Meinung ist PS auch für den ambitionierten Heimanwender einen Pick wert. Zumindest, wenn man die Preishürde überwindet. Für Schüler, Studenten und Lehrkräfte gab es letztes Jahr ein prima Angebot bei Gravis. PS CS2 für € 148,- incl. kostenlosem Upgrade auf CS3. Sofern man also zur o.g. Gruppe gehört, gibt es durchaus günstige Wege zum Photoshop.
Und zugegeben, die Funktionsvielfalt ist erschlagend. Aber PS hat ein paar tolle Komfortfunktionen, die es dem Privatanwender schmackhaft machen. Z.B. die beste mir bekannte Rote-Augen-Korrektur, eigentlich die einzige die wirklich funktioniert. Dazu die automatische Tonwertkorrektur, die ebenfalls automatische Farbbalance und Kontrastanpassung. Oder die Funktion Tiefen/Lichter, mit der man dunkle Bildbereiche anpassen kann, ohne diese vorher auswählen zu müssen. Gerade wenn man wenig Ahnung von Bildbearbeitung hat, kommt man mit den Automatiken von Photoshop erstaunlich weit.
Und falls einem doch mal der Bedarf nach mehr aufkommt, ist das Netz voll von Anleitungen. Dabei muss man nicht das komplette Photoshop verstehen, es reicht wenn man sich nur die Tips zum aktuellen Problem anschaut.
Und noch ein wichtiger Aspekt: die vielen günstigen Tools können häufig etwas nicht was man gerade benötigt, so dass man sich weitere einfache Tools anschafft. In Summe sind diese am Ende zwar noch nicht so teuer wie PS, aber mindestens so komplex.
Dazu kommt mit Bridge CS3, eine ordentliche Bildverwaltung. Also: keine Angst vorm grossen Photoshop.

Montag, 21. Januar 2008

Pick: TextExpander



TextExpander ist eines dieser netten kleinen Tools, auf die man einfach nicht verzichten mag. Er macht genau das, was der Name verspricht. Er ersetzt den gerade geschriebenen Text durch einen anderen anderen.
Das ist zunächst einmal nicht viel und der Preis von US$ 29,95 erscheint dafür unangemessen hoch. Aber was man am Ende damit anstellen kann ist dann wieder so nützlich, dass ich die Ausgabe nicht bereut habe. Man kann damit die üblichen Grussformeln und häufig in Emails gebrauchte Bausteine Bausteine einfach auf ein leicht zu merkendes Kürzel packen. So wird aus mfg ein komplettes ‚Mit freundlichen Grüssen‘. Ich nutze TextExpander auch gern, um Schlagwörter-Hierarchien in die IPTC-Felder im GraphicConverter einzugeben.
So nebenbei kann man auch das aktuelle Datum und die Uhrzeit einsetzen, oder gerne gemachte Tippfehler automatisch korrigieren lassen. Und natürlich kann man die expandierten Texte auch hübsch formatieren.
Kleines Tool, grosse Wirkung. Gibt es beim Anbieter SmileOnMyMac.

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