Donnerstag, 26. November 2009

PDF's zusammenfügen via Automator



Angetrieben hat mich die Überlegung, wie ich möglichst viele Inhalte auf einen eBook-Reader bekomme. Längere Artikel im Web lassen sich in ein PDF drucken, aber typischerweise sind diese mehrseitig, so dass mehrere PDF's entstehen. Mit Vorschau lassen sich diese zwar manuell in ein Dokument zusammenfügen, was aber etwas mühselig ist. Es gibt auch kostenpflichtige Tools, die das erledigen sollen, aber nach etwas Googeln fand ich, dass sich das ganze auch einfach als Automator-Action bauen lässt. Mit Snow Leopard geht das sogar noch besser, da sich damit sogar Dienste erstellen lassen.
Das ganze lässt sich so schnell nachbauen, dass es sich nicht einmal lohnt, die Aktion zum Download zur Verfügung zu stellen. Einfach Automator öffnen und die folgenden Schritte zusammenstöpseln:
  1. Neuen Dienst im Automator erstellen und 'Dienst empfängt: PDF-Dateien' auswählen
  2. Hinzufügen von 'Ausgewählte Finder-Objekte abfragen'
  3. 'Finder-Objekte sortieren' hinzufügen und alphabetisch aufsteigend auswählen.
  4. Dann das eigentliche: 'PDF-Seiten kombinieren' hinzufügen.
  5. Für eBook-Reader bietet sich an, das Dokument gleich in Graustufen zu wandeln. Also 'Quartz-Filter auf PDF-Dokumente anwenden' hinzufügen und 'Gray Tone' auswählen
  6. Zu guter letzt noch 'Finder-Objekte öffen' mit Vorschau anhängen.

In Vorschau lassen sich dann noch überflüssige Seiten (Header/Footer) aus der Seitenleiste mit Backspace entfernen. Dann kann das Dokument gespeichert werden und ist fertig. Das Ergebnis lässt sich dann direkt aus dem Finder aufrufen.
Die Funktionalität von Automator, insbesondere in Kombination mit Diensten, ist einfach genial. Alleine dafür lohnt es sich, MacOS zu nutzen, eine vergleichbare Funktionalität ist mir auf keinem anderen System bekannt. Weitere Informationen zum Automator finden sich z.B. bei Apple oder auf macosxautomation.com.

Donnerstag, 12. November 2009

TomTom Go 750 und iPhone Navigon


Mit den Live Services hat TomTom erneut die Messlatte für Navigation höher gelegt, Grund genug für mich um ein Update vom Go 720 auf ein Go 750 zu machen. Allerdings war ich aufgrund des Preises der Live Services vorab überzeugt davon, nach der 3-monatigen kostenlosen Testzeit auslaufen zu lassen und wieder auf TMC zu setzen. Dazu später aber mehr.
Grundlegend unterscheidet sich das Go 750 nur in Details vom Go 720. Das ist zum einen von Vorteil, denn Bestandskunden finden sich auf Anhieb mit dem Gerät zurecht und auch Neulinge werden auch ohne Blick in das Handbuch sofort damit zurecht finden. Ein bisschen mehr Innovation hätte ich vom Marktführer dann aber doch erwartet. Ein paar neue Symbole geben den Menüs nur wenig mehr Glanz als bisher. Auch wird die Kartendarstellung jetzt durch Antialiasing ein wenig weniger pixelig dargestellt, aber  im Vergleich zu Navigon sieht die Kartendarstellung immer noch recht altbacken aus. Immerhin werden die numerischen Angaben wie Restzeit, -Strecke usw. in grossen, gut lesbaren Ziffern ausgegeben. Bis hier ergibt sich aber noch kein Vorteil, der eine Anschaffung rechtfertigen würde wenn man schon eines der älteren Modelle besitzt.
Interessanter ist schon die sogenannte aktive Halterung. Hier werden die Kabel für Strom und ggf. TMC nicht mehr am Gerät, sondern an der Scheibenhalterung befestigt. Das Gerät wird zur Benutzung dann einfach in die Scheibenhalterung eingesetzt und man kann es auf Knopfdruck entnehmen ohne dabei irgendwelche befestigen oder lösen zu müssen. Eine häufig bei den Vorgängern auftretender Defekt war ein Bruch der TMC-Buchse, der bei zu häufigen befestigen und lösen der Antenne auftrat. TomTom hat diese Fälle zwar anstandslos auf Garantie abgewickelt, aber nervig ist das schon und ausserdem ist das Gerät dann für zwei Wochen zur Reparatur. Die aktive Halterung ist auf jeden Fall ein grosser Komfortgewinn.
Der wirkliche Fortschritt sind aber die Live Services. Nachdem TomTom schon mit der Vorgängergeneration mit IQ Routes, der Einbeziehung von historischen Verkehrsdaten in die Navigation, die Routing Qualität erheblich erhöht hat und sich damit deutlich von allen anderen Herstellern absetzte, setzt TomTom mit den Live Services noch einmal die Messlatte höher. Neben Sicherheitswarnungen und Informationen über Kraffstoffpreisen gibt es die Suche über Google. Das Go 750 hat über ein GSM-Modul eine ständige Datenverbindung, welche diese Suche möglich macht. Es ist einfach so viel bequemer, als Ziel einfach Firmenname und Ort einzugeben und Google den Rest zu überlassen, als selbst die Adresse einzugeben. Das funktioniert selbstverständlich auch mit Namen von Restaurants oder Freizeitparks. Die Suche über POI's verliert damit immer mehr an Bedeutung, da Googles Datenbank einfach besser gepflegt ist.
Der Hauptgrund für die Live Services ist aber HD Traffic. TomTom erstellt aufgrund der Bewegungsdaten von Vodafone Anwendern aktuelle Profile der Verkehrsdichte. Diese sind wesentlich genauer und aktueller als die TMC/TMCpro-Daten. Ausserdem ist HD-Traffic auch für Nebenstrassen verfügbar und macht damit erst richtig Sinn. Mit TMC kann es leicht passieren, dass man von der Autobahn herunter geleitet wird, nur um festzustellen dass sich der Verkehr auf den Nebenstrassen noch weniger bewegt. Mit HD-Traffic ist erstmals sinnvolle Stauumfahrung möglich. Die Qualität von HD-Traffic ist dermassen hoch, dass man wenn das Go 750 vor einem Stau nach der nächsten Kurve warnt, schon einmal vom Gas gehen sollte weil der Stau dann auch ziemlich genau da ist.
Wie eingangs gesagt, hatte ich vor die Live Services nach der kostenlosen Probezeit nicht weiter zu nutzen. Die Qualität der Dienste hat mich aber dermassen überzeugt, dass ich bei den Live Services bleibe.
UPDATE: TomTom hat es den Kunden noch einfacher gemacht, sich für die Live Services zu entscheiden. Die kostenlose Probezeit beträgt jetzt 12 Monate, das Jahresabo kostet anschliessend nur noch € 49,95.

Zum Vergleich musste dieses Mal die aktuelle Navigon Software auf dem iPhone herhalten. Die wesentliche Neuerung ist die 3D-Darstellung von Gebäuden, allerdings nur in den Innenstädten der Metropolen. Mir wurde allerdings bislang weder in Hamburg, noch in Berlin auch nur ein einziges 3D-Gebäude angezeigt, auch nicht in durchaus zentralen Regionen wie um die Lombardsbrücke in Hamburg. Vielleicht muss ich den Test zu Fuss auf dem Hamburger Rathausmarkt wiederholen.
Der Sinn der My-Routes Funktionalität hat sich mir nicht erschlossen. Man kann nach dem Routing auch eine von zwei Alternativrouten auswählen. Aktuelle Verkehrsinformationen kann die Navigon Software jetzt auch über die Internet-Verbindung des iPhones abrufen. Die Qualität scheint mir aber noch deutlich hinter jener von TomTom zu liegen. Nett ist hingegen die Funktion zum finden des nächsten Parkhauses, bei einigen angeschlossenen Häusern sogar mit Anzeige des Füllgrades.
Die Qualität der Kartendarstellung von Navigon ist ohnehin seit langem ohne Tadel und ist nach meiner Meinung die beste am Markt. Insbesondere mit der hochformatigen Darstellung auf dem iPhone in Kombination mit der perspektivisch zulaufenden Darstellung ist bei Navigon auf dem iPhone ein deutlich grösserer Teil der vor einem liegenden Route sichtbar. Somit ist Navigon zwar eine gut nutzbare Navigations-Anwendung, die ich regelmässig nutze wenn ich einen Leihwagen ohne Navi bekommen habe. An die Qualität des Routings, insbesondere in Stausituationen kommt es aber nicht heran.

Somit sollte man auch auf dem iPhone der TomTom-Anwendung den Vorzug geben. Denn das Routing ist immer noch die Hauptaufgabe eines Navigationssystems, und in dieser Hinsicht kommt zur Zeit kein Mitbewerber an TomTom ran. TomTom hingegen sollte an der Darstellungsqualität arbeiten, denn der Vorsprung im Routing ist für die Mitbewerber nicht uneinholbar. Und sobald z.B. Navigon in Hinblick auf IQ Routes und HD Traffic nachzieht, könnten sie aufgrund der hervorragenden Darstellungsqualität an TomTom vorbei ziehen.
Stand heute heisst meine eindeutige Empfehlung aber TomTom.

Windows 7 ist da



Man glaubt es kaum, daß Windows 7 jetzt erst offiziell verfügbar ist. Nach einer langen Reihe von beta- und vorab-Versionen, die durch die Presse rauf und runter gingen, entstand der Eindruck, dass es schon längst veröffentlicht wäre. Seit letzter Woche ist es nun auch offiziell da, und ich habe es mir natürlich sofort besorgt.
Um das wichtigste vorweg zu nehmen: Es ist wieder ein Windows. Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen. Wer Windows schon immer mochte, wird auch mit 7 wieder zufrieden sein. Mehr noch: es ist wohl wirklich das beste Windows aller Zeiten. Nun ... es wäre auch traurig, wenn nicht.
Auf der anderen Seite: wer bislang nicht mit Windows zufrieden war, wird seine Meinung wegen 7 wohl auch nicht grundlegend ändern. Unter der aufpolierten Oberfläche finden sich die selben alten Konzepte, die vielen seit über 10 Jahren auf die Nerven gehen. Z.B. Registry, DLL-Hell oder Laufwerksbuchstaben, um nur einige zu nennen. Um so tiefer man gräbt, um so mehr sieht es nach Windows 2000, manchmal gar nach Windows NT aus. Wie schon in Vista, wird die alte Verzeichnisstruktur der Benutzerverzeichnisse ("c:\Dokumente und Einstellungen") auf die neue und nach meiner Meinung bessere Struktur ("c:\users") durch Links im Dateisystem abgebildet. Diese sind zwar versteckt, so dass der Durchschnittsanwender davon nichts mitbekommt. Aber der Power-User, der sich auch die versteckten Dateien anzeigen lässt, findet ein ziemliches Kuddelmuddel vor.
Manches wurde dabei auch verschlimmbessert. Das erste, was ich bislang nach einer Windows-Installation machte, war die Benutzerverzeichnisse auf eine andere Platte zu verschieben, was noch mit XP mit wenigen Klicks erledigt war. Unter Windows 7 geht das so erstmal garnicht. Die Lösung: man lässt die Benutzerverzeichnisse auf C:\ und darf dann alle Unterverzichnisse darunter einzeln verschieben. Was um alles in der Welt hat sich Microsoft bloß dabei gedacht ???
Es gibt auch durchaus nette Neuerungen. Allen voran die Taskbar, die jetzt ganz offensichtlich ein Clone des Docks von MacOS X ist. Microsoft hat sich zwar viel Mühe gegeben, zu erklären warum dies die natürliche Evolution der Vorgänger-Taskleisten ist. Aber am Ende ist es eine Kopie des Apple Docks, wobei aber einige Funktionen noch Fehlen, wie z.B. die mit 10.5 hinzugekommenen und mit 10.6 verbesserten Stacks.
Aber lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. Immerhin ist die Taskbar eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängern und macht einfach mehr Spass, auch wenn sie noch nicht an das Original von Apple herankommt.
Viele andere Funktionen sind nicht der Rede Wert. Aero Shake z.B. minimiert beim Schütteln eines Fensters alle anderen. Hm, nun ja, mir wäre ein Clone des Apple Exposés lieber gewesen.
Ganz wichtig: Vista war träge. Auf Rechnern auf denen XP noch prima lief, fühlte sich Vista einfach langsam an und viele Benchmarks belegten das auch. Windows 7 läuft wieder flüssig, fast so wie XP, was wiederum auch durch verschiedene Benchmarks bestätigt wurde.
Wie eingangs beschrieben: wer Windows mag, dem wird die 7 wahrscheinlich noch besser gefallen. Aber man sollte keine Wunder erwarten. Sobald man etwas unter die polierte Oberfläche schaut, findet man Ruinen aus den 90ern, die damals schon nicht beliebt waren. Bei Stichworten wie Registry, DLL-Hell und Laufwerksbuchstaben fragt man sich, ob das nach all den Jahren nicht besser zu lösen gewesen wäre.
Wer bislang lieber MacOS genutzt hat, wird auch in Windows 7 keinen Grund finden, auf einen PC zu wechseln.

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