Samstag, 1. März 2008

Der Centro ist da ... was nun?

Der Palm Centro ist in Deutschland angekommen und es ist an der Zeit, hier einmal ein paar Gedanken zum Smartphone Markt loszuwerden.
Es ist aktuell ein schlechter Zeitpunkt, sich für ein Smartphone zu entscheiden. Der Platzhirsch Palm ist deutlich in die Jahre gekommen. Viele Eigenschaften, die von der Palm Gemeinde seit Jahren gefordert und auf anderen Plattformen üblich sind, fehlen noch immer. Einige Beispiele: Die meisten Treo‘s haben immer noch eine Kamera mit VGA-Auflösung, eine Bildqualität wie Anfang des Jahrtausends. Nur die allerneusten Modelle bringen es gerade einmal auf 1,3 Megapixel, während das marktübliche Spektrum erst bei 2 Megapixel beginnt. Mein ein Jahr altes SonyEriccson K800i hat schon eine 3,2 Megapixel Kamera mit LED-Blitz und macht wirklich ordentliche Bilder.
Von WLAN wissen die Palm Smartphones auch nichts, die Modelle mit WLAN wie z.B. der Vx haben hingegen kein Telefon. Wie schwer kann es sein, diese bereits vorhanden Funktionalitäten innerhalb von ein paar Jahren in einem Produkt zu vereinen?
Andererseits ist der Browser ‚Blazer‘ dermassen schlecht, dass man sich fragt wozu man eigentlich Netz braucht. Immerhin: Email/Pushmail kann der Palm hervorragend, zumindest wenn man Chattermail erwirbt. Palm hat gleich die ganze Firma übernommen, schafft es aber nicht die Software mit seinen Geräten auszuliefern.
Ich habe auch wenig Verständnis dafür, dass Palm es seit Jahren nicht in den Griff bekommt nach einem Reset noch die richtige Uhrzeit anzuzeigen.
Dass der Bluetooth Stack seit Jahren noch auf dem Stand 1.2 festhängt, mag man da fast noch verschmerzen.
Das Alter macht sich aber erst so richtig bemerkbar, wenn man an Multitasking denkt. Nicht, dass ich grossartig parallele Rechenoperationen auf dem Palm tätigen möchte. Aber ich würde gerne telefonieren können, während ich gerade mit TomTom navigiere. Das Drittprodukt PhoneTechnican schafft hier zwar teilweise Abhilfe, kann aber nicht alle diesbezüglichen Probleme lösen.
Nun ist der Palm Centro in Deutschland angekommen. Bei Media Markt gibt es ihn mit Vertrag für € 1,- oder ohne für € 299,-. Laut Anwenderberichten soll er sich insgesamt schneller anfühlen, auch wenn sich das aus der Spezifikation nicht herleiten lässt. Er hat immerhin die 1,3 Megapixel Kamera, ist kleiner und leichter. Er kann endlich von Haus aus mp3 Klingeltöne, was aber wohl jeder Treo Besitzer ohnehin via Software nachgerüstet hat. Der Akku hat eine etwas geringere Kapazität als jener der Treos, was aber dank verbesserter Energieeffizienz zu vergleichbaren Ergebnissen führen soll. Aber auch er vergisst einem Reset immer noch die Uhrzeit.
Trotzdem war ich gestern, die Kreditkarte zur Hand, im Media Markt um mich gegebenenfalls für den Centro zu entscheiden. Er ist im Vergleich zum Treo sehr klein. Die Masse lassen das so nicht erkennen. Das Gehäuse ist hochwertiger und entspricht dem Standard der Handy-Mittelklasse. Leider ist er eben auch klein. Der Bildschirm ist kleiner, die Tastatur ist kleiner. Der Bildschirm des Treo ist für Navigation schon grenzwertig, der des Centro definitiv zu klein. Auch die Tastatur ist für meinen Geschmack zu klein geraten. Tut mir leid Palm, das ist mir zu wenig.
Hatte es ein Gerät gegeben, das auch mit WLAN, Bluetooth 2.0, einer 2 Megapixel Kamera, gleiche Display- und Tastaturgrösse in einem etwas kleineren und dünneren Gehäuse daher kommt ... ich hätte wohl noch mal in ein Palm-Update investiert. Aber so bleibt mir nur das Warten.
Windows Mobile Smartphones haben teilweise leichte Vorteile. Man bekommt sie mit WLAN und besseren Kameras, der Pocket Internet Explorer ist nicht toll, aber deutlich besser als der Blazer. Dafür haben sie geringere Akkulaufzeiten und kämpfen ständig mit ihrem fragmentierten Speicher. Insgesamt war mir mein hp iPaq damals deutlich zu lahm.
Die Symbian Geräte sind für meinen Geschmack mehr Phone als Smart.
Was bleibt also? Das iPhone kommt nur mit einem sehr teuren Vertrag und SIM-Lock. Um Anwendungen zu installieren benötigt es einen Jailbreak, der bei jedem Update Probleme machen kann. Dabei hat es von Haus aus noch nicht mal eine ToDo-Liste. Es bleibt abzuwarten, was nach Veröffentlichung des SDK für das iPhone alles für die Plattform erscheint.
Googles Android macht einen viel versprechenden Eindruck, nur wird es noch einige Zeit dauern bis Geräte verfügbar sind, die Plattform gereift und das Software Ökosystem gewachsen ist.
Auf Palms neue Plattform zu warten habe ich nach Jahren einfach keine Lust mehr. Palm wäre gut beraten, auch auf Android zu setzen, aber gut beraten wahren sie schon lange nicht mehr.
Wer nicht unbedingt ein neues Smartphone benötigt, sollte einfach abwarten. Alle verfügbaren Plattformen haben ihre Macken, aber alles wird besser ...

Montag, 4. Februar 2008

Pick: Photoshop CS3



Zugegeben: PS CS3 ist ein relativ ungewöhnlicher Pick. Es ist ein echtes Profi-Produkt und für entsprechende Berufsgruppen ein Standard-Werkzeug. Für diese Profi's PS zu picken, hieße die beliebten Eulen nach Athen zu tragen. Und mit einem Preis von deutlich über € 1.000,- ist es für die meisten privat-Anwender einfach nicht interessant ... oder vielleicht doch?
Profi-Tools sind doch kompliziert. Nicht so einfach, wie solche für Heimanwender, oder?
Nun, nach meiner Meinung ist PS auch für den ambitionierten Heimanwender einen Pick wert. Zumindest, wenn man die Preishürde überwindet. Für Schüler, Studenten und Lehrkräfte gab es letztes Jahr ein prima Angebot bei Gravis. PS CS2 für € 148,- incl. kostenlosem Upgrade auf CS3. Sofern man also zur o.g. Gruppe gehört, gibt es durchaus günstige Wege zum Photoshop.
Und zugegeben, die Funktionsvielfalt ist erschlagend. Aber PS hat ein paar tolle Komfortfunktionen, die es dem Privatanwender schmackhaft machen. Z.B. die beste mir bekannte Rote-Augen-Korrektur, eigentlich die einzige die wirklich funktioniert. Dazu die automatische Tonwertkorrektur, die ebenfalls automatische Farbbalance und Kontrastanpassung. Oder die Funktion Tiefen/Lichter, mit der man dunkle Bildbereiche anpassen kann, ohne diese vorher auswählen zu müssen. Gerade wenn man wenig Ahnung von Bildbearbeitung hat, kommt man mit den Automatiken von Photoshop erstaunlich weit.
Und falls einem doch mal der Bedarf nach mehr aufkommt, ist das Netz voll von Anleitungen. Dabei muss man nicht das komplette Photoshop verstehen, es reicht wenn man sich nur die Tips zum aktuellen Problem anschaut.
Und noch ein wichtiger Aspekt: die vielen günstigen Tools können häufig etwas nicht was man gerade benötigt, so dass man sich weitere einfache Tools anschafft. In Summe sind diese am Ende zwar noch nicht so teuer wie PS, aber mindestens so komplex.
Dazu kommt mit Bridge CS3, eine ordentliche Bildverwaltung. Also: keine Angst vorm grossen Photoshop.

Montag, 21. Januar 2008

Pick: TextExpander



TextExpander ist eines dieser netten kleinen Tools, auf die man einfach nicht verzichten mag. Er macht genau das, was der Name verspricht. Er ersetzt den gerade geschriebenen Text durch einen anderen anderen.
Das ist zunächst einmal nicht viel und der Preis von US$ 29,95 erscheint dafür unangemessen hoch. Aber was man am Ende damit anstellen kann ist dann wieder so nützlich, dass ich die Ausgabe nicht bereut habe. Man kann damit die üblichen Grussformeln und häufig in Emails gebrauchte Bausteine Bausteine einfach auf ein leicht zu merkendes Kürzel packen. So wird aus mfg ein komplettes ‚Mit freundlichen Grüssen‘. Ich nutze TextExpander auch gern, um Schlagwörter-Hierarchien in die IPTC-Felder im GraphicConverter einzugeben.
So nebenbei kann man auch das aktuelle Datum und die Uhrzeit einsetzen, oder gerne gemachte Tippfehler automatisch korrigieren lassen. Und natürlich kann man die expandierten Texte auch hübsch formatieren.
Kleines Tool, grosse Wirkung. Gibt es beim Anbieter SmileOnMyMac.

Samstag, 29. Dezember 2007

iGTD 2 wird public Alpha


iGTD ist vermutlich die #1 GTD-Awendung auf dem Mac. Der Entwickler hat jetzt eine public Alpha ins Netz gestellt.
Dabei löst iGTD2 sich vom einer exakten Umsetzung von DA‘s klassischem GTD und erweitert das starre Konzept, welches seine Papier-Herkunft nicht leugnen kann (und auch nicht will).
Die Contexts teilt iGTD2 zunächst auf in Ressourcen, Zeiten und Orte, was logisch erscheint. Die Philosophie dahinter erklärt der Entwickler sehr schön auf seiner Seite.
Das Ganze ergänzt iGTD2 um Tags, genau wie dies auch Things tut.
Das alleine bringt noch keinen Vorteil, aber in Verbindung mit den Filtern und Workspaces bringt iGTD eine ganz neue Qualität in die Riege der Productivity Apps.
Die flexiblen Filter adressieren ein Problem, welches ich mit standard GTD habe. Nehmen wir das Beispiel Telefon. Das ergäbe einen Context @Telefon. Nun kann ich aber bestimmte Anrufe nur während der Geschäftszeiten machen (nicht meine Geschäftszeiten, sondern die allgemeinen. Z.B. im Urlaub meinen Elektriker anrufen), andere immer. Einige kann ich nur in privater Umgebung machen. Andere will ich nur während meiner Arbeitszeit machen usw.
Jetzt packe ich entweder alles in einen Context und muss dann aber beim Abtelefonieren jeweils entscheiden ob ich diesen Anruf jetzt machen kann/will. Da ich viel Arbeit am Telefon erledigen kann, wird die Liste schnell unübersichtlich und ich arbeite mich dann immer wieder durch zu viele Tasks die zu meiner aktuellen Situation nicht passen.
Oder ich mache mir viele Sub-Contexts, z.B. @Telefon-Geschäftszeit-Privat, @Telefon-Privat (ginge dann auch ausserhalb der Geschäftszeit), @Telefon-Geschäftlich etc. was zu einer Inflation an künstlichen Contexts führt und ich für die jeweilige Situation dann immer mehrere zusammen klicken muss.
Mit den Filtern von iGTD2 kann ich jetzt eine Ressorce (Telefon) mit einer Zeit kombinieren, evtl. noch mit einem Tag (z.B. privat). Jetzt sehe ich nur, was ich in meiner aktuellen Situation auch sinnvoll erledigen kann. Das Ganze lässt sich als Workspace abspeichern. Sitze ich nun am Flughafen und die normale Geschäftszeit endet, kann ich einfach mit einem Klick in den entsprechenden Workspace wechseln und sehe nur noch die entsprechend reduzierte Liste. Klasse, genau was ich brauche!
Es ist nur zu hoffen, dass es dem Entwickler gelingt, die viel versprechende Alpha in ein stabiles Produkt zu überführen. Auf meine Mail-Anfragen reagierte er prompt und es gab bis jetzt tägliche Updates. Wer keine Lust hat, Alpha-Software auszuprobieren, kann sich auf der Website das ganze auch in Form von QuickTime-Filmen vorführen lassen.
http://bargiel.home.pl/iGTD/iGTD2/index.html

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Pick: Apple Kalender


Zu Weihnachten sind Fotokalender von den Enkelkindern beliebte Geschenke für die Grosseltern. Und die Zeitschriften sind voll von Gratisproben der Fotokalender-Anbieter. Eines der grossen Mac-Magazine hatte vor kurzem einen Vergleichstest von Kalender-Anbietern gemacht, Apple war auf einem der letzten Plätze gelandet.
Ich habe jetzt ein bisschen herum probiert und zwei Programme der Gratisproben ausprobiert. Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Computern und Software ... diese beiden habe ich nicht mit endlichem Zeitaufwand ans laufen bekommen.
Daraufhin habe ich Apples Kalender aus iPhoto ausprobiert und war begeistert. Das Ganze ist super einfach, geht schnell und stressfrei. In nicht mehr als 10 Minuten war ich fertig. Die Lieferung erfolgte schnell (und rechtzeitig zu Heiligabend) und die Kalender machen einen erfreulich hochwertigen Eindruck.
Vielleicht gibt es Kalender die billiger oder hochwertiger sind, vielleicht auch solche die mehr Funktionen zur Verfügung stellen.
Aber für alle, die einfach schnell schön aussehende Kaldender möchten und denen die eigene Zeit mehr wert ist als ein paar gesparte Euro, für die sind Apples Kalender eine ausgezeichnete Wahl.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Pick: MailTags

Im Vergleich zu richtigen PIM‘s wie Entourage oder Outlook fehlt Mail.app die Möglichkeit, Metadaten an Mails zu hängen. MailTags schliesst diese Lücke, es tut genau das was der Name verspricht. Man kann Mail taggen, d.h. man kann Stichwörter vergeben, Mails Projekten zuordnen, mit Fälligkeitsdatum und Prioritäten versehen und eine Notiz anhängen. Diese kann man dann auch in der Mailübersicht darstellen und für Smartfolder nutzen. So kann man z.B. Smartfolder für jedes Projekt anlegen und darin nach Dringlichkeit sortieren.
Es gibt bereits andere Programme, die sich mit MailTags integrieren, z.B. iGTD oder TagBot. Mit $29,- ist MailTags für ein so kleines Tool recht teuer. Andererseits adressiert MailTags auch eher den Profi-Anwender, so dass der Preis vielleicht gerade noch zu verkraften ist.
MailTags gibt es unter http://www.indev.ca/MailTags.html.

Sonntag, 23. Dezember 2007

iCal: Bitte Aufgaben und Kontakte verlinken


iCal hat eine Menge dazugelernt in der Version 3.0. Und in Verbindung mit der erweiterten Mail.app kann er langsam mit richtigen PIM‘s konkurrieren. Bis aber die Combo von Mail.app, iCal und dem Adressbuch mit ausgewachsenen Anwendungen wie Outlook oder Entourage konkurrieren kann, ist noch etwas Entwicklung nötig.
Mir persönlich fehlt die Möglichkeit, Aufgaben mit Kontakten zu verbinden. Das ist um so ärgerlicher, da iCal bereits Termine mit Kontakten verbinden kann. Beim syncen mit iGTD (Pick folgt) gehen damit evtl. in iGTD angelegte Verbindungen zu Kontakten verloren.
Ich habe Apple die Anregung geschickt, Aufgaben genau wie Termine mit Kontakten zu verbinden. Vielleicht hilft es ja. Sollte jemand auch daran interessiert sein, bitte einfach unter http://www.apple.com/feedback/ical.html als Enhancement Request eingeben.

ANC Over-Ear Anwenderbericht: Sony WH-1000XM5 vs WH-1000XM4 vs Sennheiser Momentum 4

Dies ist kein vollständiger Test, sondern nur eine Sammlung von Punkten, die mir beim Vergleichen der drei Kopfhörer aufgefallen sind und di...