Samstag, 29. Dezember 2007

iGTD 2 wird public Alpha


iGTD ist vermutlich die #1 GTD-Awendung auf dem Mac. Der Entwickler hat jetzt eine public Alpha ins Netz gestellt.
Dabei löst iGTD2 sich vom einer exakten Umsetzung von DA‘s klassischem GTD und erweitert das starre Konzept, welches seine Papier-Herkunft nicht leugnen kann (und auch nicht will).
Die Contexts teilt iGTD2 zunächst auf in Ressourcen, Zeiten und Orte, was logisch erscheint. Die Philosophie dahinter erklärt der Entwickler sehr schön auf seiner Seite.
Das Ganze ergänzt iGTD2 um Tags, genau wie dies auch Things tut.
Das alleine bringt noch keinen Vorteil, aber in Verbindung mit den Filtern und Workspaces bringt iGTD eine ganz neue Qualität in die Riege der Productivity Apps.
Die flexiblen Filter adressieren ein Problem, welches ich mit standard GTD habe. Nehmen wir das Beispiel Telefon. Das ergäbe einen Context @Telefon. Nun kann ich aber bestimmte Anrufe nur während der Geschäftszeiten machen (nicht meine Geschäftszeiten, sondern die allgemeinen. Z.B. im Urlaub meinen Elektriker anrufen), andere immer. Einige kann ich nur in privater Umgebung machen. Andere will ich nur während meiner Arbeitszeit machen usw.
Jetzt packe ich entweder alles in einen Context und muss dann aber beim Abtelefonieren jeweils entscheiden ob ich diesen Anruf jetzt machen kann/will. Da ich viel Arbeit am Telefon erledigen kann, wird die Liste schnell unübersichtlich und ich arbeite mich dann immer wieder durch zu viele Tasks die zu meiner aktuellen Situation nicht passen.
Oder ich mache mir viele Sub-Contexts, z.B. @Telefon-Geschäftszeit-Privat, @Telefon-Privat (ginge dann auch ausserhalb der Geschäftszeit), @Telefon-Geschäftlich etc. was zu einer Inflation an künstlichen Contexts führt und ich für die jeweilige Situation dann immer mehrere zusammen klicken muss.
Mit den Filtern von iGTD2 kann ich jetzt eine Ressorce (Telefon) mit einer Zeit kombinieren, evtl. noch mit einem Tag (z.B. privat). Jetzt sehe ich nur, was ich in meiner aktuellen Situation auch sinnvoll erledigen kann. Das Ganze lässt sich als Workspace abspeichern. Sitze ich nun am Flughafen und die normale Geschäftszeit endet, kann ich einfach mit einem Klick in den entsprechenden Workspace wechseln und sehe nur noch die entsprechend reduzierte Liste. Klasse, genau was ich brauche!
Es ist nur zu hoffen, dass es dem Entwickler gelingt, die viel versprechende Alpha in ein stabiles Produkt zu überführen. Auf meine Mail-Anfragen reagierte er prompt und es gab bis jetzt tägliche Updates. Wer keine Lust hat, Alpha-Software auszuprobieren, kann sich auf der Website das ganze auch in Form von QuickTime-Filmen vorführen lassen.
http://bargiel.home.pl/iGTD/iGTD2/index.html

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Pick: Apple Kalender


Zu Weihnachten sind Fotokalender von den Enkelkindern beliebte Geschenke für die Grosseltern. Und die Zeitschriften sind voll von Gratisproben der Fotokalender-Anbieter. Eines der grossen Mac-Magazine hatte vor kurzem einen Vergleichstest von Kalender-Anbietern gemacht, Apple war auf einem der letzten Plätze gelandet.
Ich habe jetzt ein bisschen herum probiert und zwei Programme der Gratisproben ausprobiert. Ich beschäftige mich seit über 25 Jahren mit Computern und Software ... diese beiden habe ich nicht mit endlichem Zeitaufwand ans laufen bekommen.
Daraufhin habe ich Apples Kalender aus iPhoto ausprobiert und war begeistert. Das Ganze ist super einfach, geht schnell und stressfrei. In nicht mehr als 10 Minuten war ich fertig. Die Lieferung erfolgte schnell (und rechtzeitig zu Heiligabend) und die Kalender machen einen erfreulich hochwertigen Eindruck.
Vielleicht gibt es Kalender die billiger oder hochwertiger sind, vielleicht auch solche die mehr Funktionen zur Verfügung stellen.
Aber für alle, die einfach schnell schön aussehende Kaldender möchten und denen die eigene Zeit mehr wert ist als ein paar gesparte Euro, für die sind Apples Kalender eine ausgezeichnete Wahl.

Dienstag, 25. Dezember 2007

Pick: MailTags

Im Vergleich zu richtigen PIM‘s wie Entourage oder Outlook fehlt Mail.app die Möglichkeit, Metadaten an Mails zu hängen. MailTags schliesst diese Lücke, es tut genau das was der Name verspricht. Man kann Mail taggen, d.h. man kann Stichwörter vergeben, Mails Projekten zuordnen, mit Fälligkeitsdatum und Prioritäten versehen und eine Notiz anhängen. Diese kann man dann auch in der Mailübersicht darstellen und für Smartfolder nutzen. So kann man z.B. Smartfolder für jedes Projekt anlegen und darin nach Dringlichkeit sortieren.
Es gibt bereits andere Programme, die sich mit MailTags integrieren, z.B. iGTD oder TagBot. Mit $29,- ist MailTags für ein so kleines Tool recht teuer. Andererseits adressiert MailTags auch eher den Profi-Anwender, so dass der Preis vielleicht gerade noch zu verkraften ist.
MailTags gibt es unter http://www.indev.ca/MailTags.html.

Sonntag, 23. Dezember 2007

iCal: Bitte Aufgaben und Kontakte verlinken


iCal hat eine Menge dazugelernt in der Version 3.0. Und in Verbindung mit der erweiterten Mail.app kann er langsam mit richtigen PIM‘s konkurrieren. Bis aber die Combo von Mail.app, iCal und dem Adressbuch mit ausgewachsenen Anwendungen wie Outlook oder Entourage konkurrieren kann, ist noch etwas Entwicklung nötig.
Mir persönlich fehlt die Möglichkeit, Aufgaben mit Kontakten zu verbinden. Das ist um so ärgerlicher, da iCal bereits Termine mit Kontakten verbinden kann. Beim syncen mit iGTD (Pick folgt) gehen damit evtl. in iGTD angelegte Verbindungen zu Kontakten verloren.
Ich habe Apple die Anregung geschickt, Aufgaben genau wie Termine mit Kontakten zu verbinden. Vielleicht hilft es ja. Sollte jemand auch daran interessiert sein, bitte einfach unter http://www.apple.com/feedback/ical.html als Enhancement Request eingeben.

Samstag, 15. Dezember 2007

Pick: Quicksilver



Vermutlich ist Quicksilver die am meisten gepickte Anwendung für den Mac. Da macht es auch nichts, wenn ich mich noch anschliesse.
Quicksilver ist ein Programmstarter, den man via aufruft. Man bekommt eine Liste von Objekten, die auf die Benutzereingabe matcht. Mit startet man die entsprechende Anwendung dann.
Bis hier kann Spotlight das auch. Aber auch wenn Spotlight unter Leopard deutlich schneller geworden ist, ist Quicksilver zunächst einmal viel schneller. Und während Spotlight nur nach exakten Treffern sucht, findet Quicksilver auch sehr geschickt Alternativen. Ich möchte z.B. NeoOffice starten, wenn ich tippe. Im ersten Ansatz bekomme ich vielleicht zuerst Notebook angeboten, aber auch eine Liste von möglichen weiteren Treffern. Nun kann ich NeoOffice auswählen und Quicksilver lernt das, so dass ich bei weiteren Aufrufen direkt NeoOffice angeboten bekomme.
Das ist aber noch nicht alles. Quicksilver arbeitet mit Substantiv-Verb Kombinationen und ‚Öffnen‘ ist nur eines. Es gibt weitere Verben, die auf das jeweilige Object bezogen sind. Klingt verwirrend? Hier ein Beispiel. Ich suche die Datei ‚Tüddelkram.jpg‘ in Quicksilver. Dann Tippe ich und wähle als Verb aus. Daraufhin erscheint ein weiteres Feld, in dem ich einen Kontakt auswählen kann (der mir mit Bild angezeigt wird, sofern hinterlegt). Daraufhin bekomme ich eine neue Mail, der die Datei angehängt ist und der Kontakt als Empfänger eingetragen ist.
Es gibt viele verschiedene Verben, z.B. zur Steuerung von iTunes oder Bearbeitung von Textdateien, weitere gibt es als Plugin zum Download.
Quicksilver ist einer dieser richtig genialen Programme, die man nur auf dem Mac findet. Leider ist die Zukunft unklar. Der Autor ist jetzt bei Google angestellt und soll dort helfen, die Suche einfacher zu machen. Eine hervorragende Wahl nach meiner Meinung. Allerdings heisst das wohl, dass die Weiterentwicklung von Quicksilver ungewiss ist. Immerhin hat der Autor das Programm als Open Source auf Google Code freigegeben.
Die ganze Genialität von Quicksilver lässt sich nach diesen paar Worten mit Sicherheit noch nicht fassen. Gute Beispielfilme finden sich unter

Google TechTalk auf YouTube
MacBreak Weekly #12
MacBreak Weekly #17

Sonntag, 9. Dezember 2007

Freier Outliner: Neo-/OpenOffice und OpenClipart

Gelegentlich brauche ich einen einfachen Outliner. Z.B. um den Ablauf der Fotoarchivierung zu skizzieren oder um meine IT-Infrastruktur zu Hause zu visualisieren.
Mit OmniGraffle gibt es da ein ganz hervorragendes Produkt auf dem Mac, welches den Vergleich zum de facto Standard Visio unter Windows nicht zu scheuen braucht.
Für mich als sporadischen Benutzer ist OmniGraffle aber einfach zu teuer. Auf der Suche nach einer preiswerten Alternative bin ich dann gleich auf meiner Festplatte fündig geworden: Neo-/OpenOffice Draw macht die Sache ganz hervorragend. Im Vergleich zu kommerziellen Outlinern hat es nur einen Haken: Es kommt nahezu ohne Clipart Bibliothek, was ein grosser Nachteil ist, weil es ja gerade um Visualisierung geht.
Diese Lücke füllt OpenClipart. Eine freie und grosse Clipart Bibliothek in wirklich hoher Qualität. Ein Problem bei freier Software ist häufig die Qualität der Symbole, scheinbar haben nur die ganz grossen Projekte Unterstützung von Grafikern. OpenClipart bietet aber ganz hervorragende Bilder an, die sich vor kommerziellen Bibliotheken nicht im geringsten verstecken müssen.
Einzige Haken auf dem Mac: Da Open-/NeoOffice noch kein SVG beherrscht, müssen die Bilder als PNG importiert werden. Da SVG-Unterstützung aber mittlerweile das meistgewünschte Feature für OpenOffice ist, besteht wohl noch Hoffung. Es gibt sogar schon eine inoffizielle Lösung zum Import von SVG, die ich aber weder mit OpenOffice Aqua, noch mit NeoOffice ans Laufen gebracht habe. Informationen zum SVG Import Filter und den Link zum Voten gibt es unter http://wiki.services.openoffice.org/wiki/SVG_Import_Filter, eine ausführlichere Beschreibung unter
http://www.webskills4u.com/index.php/site/article/using_openclipart_openofficeorg/.

Mittwoch, 5. Dezember 2007

Mein Kalender wird viel synchronisiert. Aktuell nimmt er folgenden Weg (und wieder zurück): iCal -> Palm/Agendus -> Outlook -> Oracle Collaboration Suite. Wundervollerweise mutiert er dabei, Einträge vervielfachen sich und unter iCal werden ständig neue Calender angelegt.
Das Ganze manuell zu korrigieren ist immer eine mühsame Angelegenheit, iCal bietet da praktisch keine Unterstützung. Genau für Anwender wie mich gibt es Calibrate, welches Batch-Processing auf den Kalender beherrscht. Die Feature-Liste lt. Hersteller:

  • Batch process iCal events

  • Flexible search criteria & range match presets

  • Search for and remove duplicates

  • Search for annual recurring events and delete later non-recurring duplicates

  • Move or archive events to new calendars or delete them

  • Auto-reformat, modify, or set event titles, notes, locations, and URLs

  • Add or clear alarms and attendees

  • Modify or clear recurrences

  • Edit, create, and delete individual events in event drawer

  • Use an existing event as a template to create a new event in event drawer

  • Magic Hat: drag text to it to parse events

  • Drag & drop text among fields on event drawer when editing or creating events.

  • Drag & drop date or time strings to event start and end dates / times.
Die Shareware kostet $8,- und hilft mir sehr. Zu haben unter http://www.woodenbrain.com/index-sw.html.

Donnerstag, 29. November 2007

Mac Pick: Service Scrubber


Eine der tollsten Eigenschaften des MacOS versteckt sich hinter dem Menüpunkt ‚|Dienste“. Anwendungen bieten hier ihre Dienste an, ohne dass man diese vorher explizit öffnen muss. Verschiedenste feine Sachen finden sich hier, wie z.B. die Möglichkeit, das aktuelle Dokument per Mail zu versenden oder mit Notebook den markierten Bereich zu clippen.
Aber manchmal ist das auch etwas zu viel des guten. Unzählige Anwendungen, die man kaum nutzt aber aus irgend welchen Gründen noch auf der Platte behält, hängen sich in das ‚Dienste‘ Menü, so dass man die wirklich benötigten Dienste dort kaum noch findet.
Hier setzt Service Scrubber an. Es listet einfach die verfügbaren Services auf und gibt einem die Möglichkeit, diese wieder auszutragen. Seit dem ist mein Dienste-Menü wieder reduziert auf die Dinge, die ich wirklich brauche. Service Scrubber bekommt man unter http://www.petermaurer.de.

Dienstag, 30. Oktober 2007

Mein Gott ... wir werden alle sterben!!!


Jörg Langer, ehemals Chefredakteur der GameStar, kann offenbar die Finger nicht vom Spielen lassen. Nachdem er die Zeit seit seinem Abgang bei GameStar mit seinem Blog „Jörg spielt“ überbrückt hat, heisst sein neues Projekt GamersGlobal.
Das ganze scheint ein Videospiel-Magazin zu werden, bei dem man nicht nur mitmachen darf, sondern auch ausdrücklich soll. Anscheinend kann sich jeder als Redakteur registrieren, und durch gute Beiträge im Dienstgrad aufsteigen.
Ich spiele ja immer nur so uraltes Zeugs, deshalb werde ich da wohl nicht weit kommen. Aber die Idee klingt prima und hat IMHO eine Menge Potential. Ich werde auf jeden Fall die nächste Zeit auf www.gamersglobal.com mitlesen.

Update: Mittlerweile gibt es auch eine deutsche Version unter www.gamersglobal.de.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Leopard ist da: Quick Look


Leopard ist da und ich hatte ihn natürlich vorbestellt. Freitag nach Feierabend war er da und eine Stunde später absolut problemlos installiert. Über die 300 neuen Features wurde ja schon überall genug geschrieben, auch über die ca. 10 wesentlichen. Hier im folgenden meine Erfahrungen mit der Raubkatze.
Zunächst einmal: Leopard sieht klasse aus, bringt tolle Transparenzeffekte auch mit Chipsatz-Grafik (im Gegensatz zu Vista) und ist subjektiv genau so schnell wie der Tiger (wieder im Gegensatz zu Vista, bei dem man zum Betriebssystem-Upgrade auch gleich einen neuen Rechner bestellen sollte).
Ein Feature, dass mir sofort Spass gemacht hat, ist Quick Look (zu Deutsch: Übersicht). Bei den bisherigen Vorführungen sah es immer so aus, als ob Quick Look nur aus der neuen Coverflow-Ansicht funktionieren würde. Es klappt aber überall im Finder, und damit auch auf dem Desktop. Und es ist rasend schnell! Einfach die Leertaste drücken und praktisch sofort sieht man das Dokument. Wie schon gesehen, klappt das auch mit PDF und MS Office Dokumenten. Bei xls mit mehreren Seiten werden unten sogar die Reiter angezeigt und in mehrseitigen Dokumenten kann man blättern. Sogar für OpenOffice ist schon rudimentäre Unterstützung eingebaut, man sieht immerhin die erste Seite.
Aber Quick View kann noch mehr. Wenn man mehrere Objekte im Finder auswählt und Quickview startet, kann man direkt eine Diashow anzeigen oder in eine Index-Ansicht wechseln. Fotos kann man von dort dann auch gleich in iPhoto importieren.
Quick View ist so praktisch, dass man es schon nach den ersten Sekunden nicht mehr vermissen möchte ... und es ist einzigartig. Apple hat - wie auch jetzt wieder - gerade mit solchen Kleinigkeiten immer wieder Innovationsfähigkeit gezeigt. Bravo Apple!

Mittwoch, 17. Oktober 2007

Mac Pick: Inquisitor 3


Auf dem Mac liebe ich den Safari Browser, hauptsächlich wegen seiner Geschwindigkeit. Firefox hat ein paar Vorteile und vor allen Dingen coole Plugins. Aber bei einem meiner Lieblingsfeatures des Firefox kann Safari jetzt nicht nur gleichziehen, sondern sogar überholen. Mit Inquisitor 3 bekommt man bereits während man tippt Treffer angeboten, genau wie man es von Spotlight kennt. Man kann angeben, welches die primäre Suchmaschine sein soll und welche weiteren Quellen hinzugezogen werden sollen (z.B. Wikipedia, eBay etc.). Inquisitor ist optisch ansprechend gemacht und rasend schnell.
Und dazu ist es auch noch kostenlos!
Erhältlich unter http://www.inquisitorx.com/safari/.

Mittwoch, 12. September 2007

Nachtest: Treo & TomTom

Beim ersten Vergleichstest zwischen meinem Navigon TS 7000T und dem Treo 680 mit dem TomTom GPS Bundle hat der Treo nicht nur verloren, ich konnte ihn aufgrund massiver Probleme nicht einmal dem Gelegenheitsanwender nahelegen. Aber die Versuchung, alles in einem Gerät zu haben war dann doch zu gross, also habe ich noch etwas weiter experimentiert.
Gegen die häufigen Verbindungabbrüche der Bluetooth GPS-Maus musste zunächst eine Kabelmaus her. Nun ist die Auswahl an für den Treo 680 passenden Kabelmäusen nicht so gross und ich hatte keine Lust auch noch mit Adapterkabeln zu experimentieren.
Auf eBay findet sich die ST-K900 von Evermore für € 67,99. Die Lieferung erfolgte prompt, die Installation verdient den Namen nicht. Das Kabel mit Treo und Zigarettenanzünder verbinden, die ST-K900 ins Fenster legen und einmal im TomTom von Bluetooth auf generische Kabelmaus umschalten. Das war es dann auch schon. Die Maus hat dank Sirf-III normalerweise schnell die Position erkannt und die Verbindungsabbrüche gehören prinzipbedingt der Vergangenheit an. Damit war ich dann auch erstmal äusserst zufrieden. Bis ich den ersten Anruf getätigt habe und ... nach einer Sekunde keine Verbindung zur Freisprecheinrichtung im Auto mehr hatte. Bis mir klar war, woran das liegt, habe ich ungefähr die halbe Software auf dem Treo deinstalliert. Immer, wenn die Evermore angeschlossen ist, findet der Treo die FSE nicht mehr. Ziehe ich das Ladekabel, womit auch die Evermore keinen Strom mehr hat, kann ich wieder telefonieren. Aber ich wollte ja beides gleichzeitig, und mir war jetzt nicht klar, wer nun der Schuldige war.
Aber ich wollte dem ganzen noch einen letzten Versuch geben. Danotec bietet die Haicom 204 mit passendem Kabel für den Treo für € 81,80 zzgl. 6,90 für den Versand an. Erfreulich: Die Lieferung erfolgte direkt am Tag nach der Bestellung. Schnell die Geräte ausgetauscht und dieses Mal klappte alles. Die Maus ist schnell, bislang zuverlässig und ich kann gleichzeitig telefonieren.
Wer sich nun an dieser Stelle wundert, wie das mit dem telefonieren während des Navigierens geht: Phone Technican macht es möglich, und damit landet er in meinen Palm Picks.
Damit zum Fazit: Im Gegensatz zum ersten Test ist die Treo/TomTom Kombination jetzt richtig brauchbar. Mir gefällt zwar immer noch die Kartendarstellung von Navigon um Längen besser, ebenso die Bedienung und das Feature ‚Sonderziele auf der Route‘. Aber insgesamt lässt sich gegen dieses getunte Palm GPS Bundle nichts mehr sagen. Und damit wiegt der Vorteil jetzt mehr, als die Nachteile: Ich habe nur noch ein Gerät mit dem Saugnapf an der Frontscheibe kleben und brauch auch keinen Doppelstecker im Zigarettenanzünder mehr. Seit die Kombination richtig läuft, habe ich mein Navigon überhaupt nicht mehr benutzt.

Mittwoch, 15. August 2007

iLife 08 ist da: iPhoto 08 und Metadaten


iLife 08 wurde letzte Woche von Steve Jobs persönlich vorgestellt. Ich habe meine Kopie direkt im Anschluss an die Vorstellung bestellt und heute ist sie angekommen. Neben iWeb, mit dem ich diese Seiten erstelle ist natürlich iPhoto für mich (wie wohl für viele andere auch) die wichtigste Anwendung aus dem Packet. Was es so an grossen Neuerungen gibt, beschreibt Apple ausführlich in den Tutorial-Videos.
Es ist aber noch mehr in dem Update versteckt, über dass ich bislang weder etwas auf Apple‘s Webseiten, noch in der Doku oder der Hilfe gefunden habe. Deshalb habe ich den Abend mit ausprobieren verbracht.
Mein Hauptkritikpunkt am alten iPhoto war immer, dass die Metadatenverwaltung weitestgehend proprietär ist. Für die Lösung dieses Problem habe ich ja meine Seiten zum Mac Fotoarchiv. Nun löst iPhoto 08 die angesprochenen Probleme nicht, macht die Lösung aber etwas einfacher.
Es übernimmt nämlich jetzt alle IPTC-Felder, die auch in iPhoto als Metadaten zur Verfügung stehen: Stichwörter, Überschrift und Beschreibung. Das ist aus meiner Sicht ein Riesenschritt, macht es doch auch Tools wie ‚MetadataToiPhoto‘ arbeitslos. Das Datum aus dem EXIF Header wird ja schon seit einigen Versionen übernommen.
Und es kommt noch besser: iPhoto 08 kann die Metadaten jetzt auch wieder exportieren. Beim Exportieren kann man jetzt 'Inclusive Titel und Schlagwörter' auswählen, dann werden Titel, Beschreibung und Stichworte in die entsprechenden IPTC-Felder exportiert. Und Über Bild/Stapeländerung kann man im Batch auch das Datum setzen. Dabei kann man 'Originaldateien Ändern' anwählen, damit setzt man auch das EXIF-Datum in der Datei.
Sollte das vielleicht heissen dass iPhoto jetzt die Metadatenhaltung in standardisierten Formaten ermöglicht?
Aber irgendwie wäre es nicht Apple, wenn da nicht wieder wieder einige ‚Ja, aber...‘ drinstecken würden. Hier mal einige Probleme, die mir so am ersten Abend aufgefallen sind:
  • Beim Exportieren von Bildern hat man u.a. die Wahl zwischen JPEG und ‚Aktuelles Format‘. Wenn es sich bei dem Bild um ein JPEG handelt, sollte das ja eigentlich das gleiche Ergebnis liefern. Wählt man bei einem JPEG aber 'Aktuelles Format', dann ist 'Inclusive Titel und Schlagwörter' ausgegraut, so dass man keine Metadaten mit exportieren kann. Man muss schon JPEG incl. einer Kompressionsstufe als Ausgabeformat angeben. Dadurch wird es anscheinend aber neu komprimiert, was der Qualität natürlich nicht zu gute kommt..Deutsche Umlaute funktionieren nicht
  • Das Datum wird beim Export nicht in den EXIF-Header geschrieben. Das geht nur, wenn man vorher das Datum im Batch gesetzt hat. Batch ist notwendig, auch wenn man nur das Datum von nur einer Datei ändern will, weil nur hier die Option ‚Originaldateien ändern‘ vorhanden ist.
  • XMP Daten werden beim Import ignoriert. Somit kann keine Bewertung importiert werden, weil diese nur für XMP, nicht aber für IPTC definiert ist.
  • Dafür werden XMP-Header immer gelöscht, egal ob man nun Bilder exportiert oder das Datum im Batch in die Originale schreibt.
  • Dadurch kann die Bewertung natürlich auch nicht wieder Exportiert werden. Denn dazu müsste man XMP schreiben und nicht löschen.
  • Eigentlich könnte man jetzt auf Zusatzprogramme zum Verschlagworten verzichten. Bild importieren, in iPhoto verschlagworten und dann auf sich selbst wieder Exportieren: Damit hätte man die Verschlagwortung in iPhoto und IPTC. Leider löscht iPhoto zuerst das zu überschreibende Bild womit es nicht mehr zur Verfügung steht
Im Bezug auf Austausch von Metadaten ist iPhoto 08 ein richtiger Schritt nach vorne. Leider ist Apple immer noch so kurz gesprungen, dass man wieder externe Tools benötigt. Aber immerhin stimmt die Richtung, und: die neuen ‚Ereignisse‘ und die .mac Web-Galerien sind wirklich schön geworden.

Freitag, 3. August 2007

Ich will (noch) kein iPhone

Das iPhone ist nun endlich da! Wenigstens ist jetzt Schluss mit den Spekulationen ... aber es wird ja schon wieder über das iPhone 2.0 spekuliert. Obwohl das nun echt klasse Tüddelkram ist, will ich aber keins sondern bleibe lieber bei meinem Treo und hoffe darauf dass Palm noch einen 755p nach Deutschland bringt.
Warum? Wegen Steve Jobs ‚Sweet Solution‘ für die Entwickler. Wenn ich mir anschaue, was Plattformen wie Palm OS oder Windows Mobile stark macht, dann sind das die vielen kleinen Anwendungen mit denen man die Systeme stückweise dahin bringt das zu tun was man will. Was wäre mein Palm ohne Agendus und meine lieblings-Tools? Und genau die soll ich erstmal auf dem iPhone nicht bekommen. Um mal bei diesem Beispiel zu bleiben: Der Standard-Kalender des iPhone reicht mir bei weitem nicht aus. Solange ich da keinen Ersatz bekomme, kann ich das iPhone nicht gebrauchen. Insofern warte ich mal ab. Palm will nächstes Jahr mit Linux-basierten Systemen kommen und auch die weitere Konkurrenz ist wahrscheinlich schon auf Hochtouren dabei, die netten Features des iPhone abzukupfern. Aber vieleicht kommt ja auch noch eine echte API für das iPhone ...

Donnerstag, 2. August 2007

Pick: KeePass

Auch wenn ich von Windows Mobile wieder weg bin, möchte ich noch einen Pick nachliefern. Ich war auf der Suche nach einem Tool, um meine Passwörter verschlüsselt aufzubewahren. Dabei möchte ich die Datei zwischen Windows, Mac und Windows Mobile synchronisieren können, damit ich auf allen Systemen Zugriff auf meine Passwörter habe. Woran die meisten kommerziellen Anwendungen in diesem Bereich scheitern, liefert die Open Source Software KeePass. Dieses Programm ist auf jeder Plattform klasse und nutzt mit AES und Twofish starke Verschlüsselung. Es gibt eigentlich keinen Grund, hierzu kommerzielle Software einzusetzen. Ich habe nichts gefunden, was besser ist.
Es sei denn ... man nutzt den Palm. Es gibt nämlich kein KeePass für den Palm, aber dazu später mehr.

Dienstag, 31. Juli 2007

TomTom/Treo-Bundle vs. Navigon 7000 T


Nachdem sich im ersten Anlauf bei mir das Navigon 7000 T ganz klar gegen das TomTom Go 710 durchsetzen konnte, war natürlich klar, dass das Treo/TomTom-Bundle hier nicht gewinnen kann.
Aber die Fragestellung war diesmal eine andere: Reicht das Bundle für die gelegentliche Navigation aus, oder braucht man zusätzlich ein richtiges Navi. Natürlich hat das TS 7000 T bauartbedingt Vorteile, als PNA hat es natürlich einen grossen Bildschirm gegen den der Treo als Smartphone so natürlich nicht ankommen kann. Dafür hilft dem TomTom die integrierte Datenverbindung des Treo, einer meiner Kritikpunkte am TomTom war ja der ständige Bluetooth Verbindungsabbruch, der die Nutzung der Plus-Services stark einschränkte. Die Displays verfolgen auch unterschiedliche Konzepte. Das Navigon ist recht matt und wirkt zunächst etwas kontrastarm. Das liegt vermutlich an der starken Entspiegelung. Fällt Licht auf das Navigon, wird das Bild nur wenig schlechter erkennbar. Der Treo mit der Palm Display-Folie liefert ein kontrastreiches Bild, das aber stark spiegelt. Einen Tod muss man sterben ... welches Display man bevorzugt ist Geschmacksache. Ebenso wie die Farbgebung. Mir persönlich gefällt die matte Farbgebung des Navigon besser. Der TomTom kommt mit vier Farbschemata, die mir aber allesamt zu bunt sind.
Beide Geräte mussten Ihre Qualitäten auf einer Urlaubsfahrt von Hamburg ins Allgäu und auf Ausflügen in die Umgebung sowie auf der Rückfahrt unter Beweis stellen. Die Bewertung im einzelnen:

Navigon
  •  + Schön ist das automatische ranzoomen beim Abbiegen und das herauszommen bei höheren Geschwindigkeiten. Wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin, möchte ich einen möglichst grossen Kartenausschnitt sehen, beim Abbiegen aber möglichst viele Details.
  • + Die Funktion ‚Sonderziele auf der Route‘ ist klasse. Auf der Autobahn kann ich mir so mit zwei Klicks schnell die nächsten Rastplätze und Tankstellen anzeigen lassen. Mit einem Klick kann man eines der Sonderziele als Zwischenziel übernehmen.
  • + Das Kartenmaterial ist erfreulich preiswert. Ich bekam gerade das Angebot, meine alte Deutschland-Karte für €69,- auf die neuste Europa-Karte zu aktualisieren. Schön ist das dafür neue Programm Navigon Fresh. Dieses kommt noch nicht ganz an die TomTom PC-Software ran, aber erfüllt seinen Zweck.
  • Leider gibt es das Programm nur für den PC, Mac-User bleiben noch aussen vor.
  • + Die POI-Darstellung des Navigon ist um Längen besser. Abgesehen davon, dass die Symbole besser aussehen, geben sie einem auch mehr Informationen. Restaurant-Ketten wie McDonalds oder Burger King erkennt man direkt am Symbol, ebenso wie Tankstellen oder Autohändler und Werkstätten.
  • + Die Qualität der Sprachausgabe ist beim Navigon deutlich besser.
  • - Leider ist das Navigon dermassen geschwätzig, dass ich die Sprachausgabe häufig ausgestellt habe. Ich würde mir hier einen Gesprächigkeits-Level wünschen, der auf unterster Einstellung nur Warnungen und Abbiegehinweise von sich gibt.
  • + Das Navigon zeigt auf Wusch die zulässige Geschwindigkeit auf Hauptstrassen und Autobahnen an. Dabei ist das Kartenmaterial sehr gut, in fast 90% der Fälle war die Anzeige korrekt. Ein Warnton bei Übertretung der Geschwindigkeit kann inner- und ausserorts unabhängig konfiguriert werden.
  • + Überhaupt ist das aktuelle Navtec-Kartenmaterial sehr gut, ich hatte keine Kartenfehler seit dem Upgrade mehr festestellen können.
  • + Eine schöne Unterstützung ist auch der Spurassistent, der einem bei mehrspurigen Situationen die zielführenden Spuren anzeigt.
  • - Prinzipbedingt bekommt das TMC nur lokale Verkehrsmeldungen mit, was es schwieriger macht auf langen Routen richtig zu Navigieren. Auch ist die Ankunftszeit dadurch manchmal etwas zu optimistisch.
  • - Der TMC-Empfang fernab der Ballungszentren ist kaum vorhanden, auf Autobahnstrecken über Land bekommt man häufig keine Verkehrsinformationen. Das lässt sich sicher mit einer Anbindung an die Aussenantenne verbessern, mit der Wurfantenne geht nicht viel.
  • - Während der fahrt durchs Allgäu hatte das Navigon eine unlogische Route gewählt. Der TomTom war dort besser.
  • - Das TS-7000 verschluckt manchmal Eingaben, so dass man die gleiche Auswahl noch einmal tätigen muss.

Treo 680 / TomTom-Bundle
  • + Wirklich potential hat IMHO der Online Dienst TomTom Plus. Es gibt aktuelle Meldungen von TomTom‘s Servern, und diese können z.T. auch von den Anwendern selbst eingepflegt werden. Derzeit geht das nur für Blitzer, was in einigen Ländern wie z.B. Deutschland meines Wissens verboten ist. Aber in Version 7 soll man damit auch Verkehrssituationen melden können. Das Web 2.0 ist das Mitmach-Web, TomTom könnte als Mitmach-Navi die Navigation 2.0 einläuten.
  • + Per GPRS hatte ich ständig aktuelle Staumeldungen, die aktueller als die TMC-Meldungen vom Navigon waren. Dies ist auf jeden Fall ein Vorteil gegenüber der Lösung mit einem via Bluetooth angebundenen Handy, welches mir auf einer Fahrt von Hamburg nach Berlin drei Verbindungsabbrüche bescherte.
  • - Leider brach statt dessen auf der Hinfahrt drei Mal die die Verbindung zum GPS-Receiver ab. Ein Mal war das nur durch Reset des Treo zu beheben. Einer der Abbrüche war durch einen Telefonanruf bedingt, den ich über die Bluetooth Freisprecheinrichtung meines Autos führte.
  • - Beim Telefonieren ist man in der Telefonanwendung des Treo, die Navigation fällt so lange aus. Hinterher muss die Navigation neu gestartet werden. Sie kennt zwar noch das Ziel, muss die Route aber wieder neu berechnen.
  • - Die Geschwindigkeitsanzeige ist unnütz. Die Geschwindigkeit, bei der gewarnt werden soll, kann nicht konfiguriert werden. Wenn gewarnt wird, blinkt die Schrift dunkelrot auf dunkelblauem Hintergrund. Damit ist sie quasi nicht mehr zu erkennen. Das ist aber auch nicht so schlimm, weil die Kartendaten wenig taugen. In höchstens 50% der Fälle stimmte die angezeigte Höchstgewschwindigkeit.
  • + Nett ist, dass der TomTom im Tunnel auf Nachtdisplay umschaltet
  • + Die TomTom Home Anwendung, mit der man Updates, Karten, POI‘s etc. herunterladen und installieren kann ist nett gemacht.
  • + Und TomTom Home gibt es auch für den Mac
  • + In der Navigationsansicht kann gezoomt werden.
  • + Das Routing war den ganzen Urlaub durch tadellos.
  • - Allerdings war eine Reaktion auf eine Verkehrsmeldung Blödsinn. Eine Abfahrt auf der A7 vor mir, die mich aber überhaupt nicht interessierte, war gesperrt. Der TomTom wollte daraufhin eine Abfahrt früher von der Autobahn abfahren und die gesperrte Abfahrt dann durch eine Stadt umgehen.  Das Navigon kannte die Sperrung auch, ist aber einfach korrekt auf der Autobahn geblieben.
  • - Ich hatte zwei Kartenfehler auf der Strecke
  • + Das System reagiert schnell und genau auf Eingaben.
  • + Die mitgelieferte Halterung ist sehr stabil

TomTom gilt gemeinhin als pseudonym für Navigation, so wie Kleenex für Papiertücher. Navigon steht im Ruf, leading edge Technologie zu verbauen. Insofern würde ich erwarten, dass TomTom bei den Basisfeatures der Navigation punktet und das Navigon ein paar Innovative Features bietet.
Das Gegenteil ist der Fall. Neben der reinen Wegfindung ist eine gute POI-Anzeige incl. der Auflistung der kommenden POI‘s wie Tankstellen auf der Route mittlerweile Basisfunktionalität, genauso wie die Anzeige der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Auch sollte das Kartenmaterial in einem vernünftigen Preisverhältnis zum Gerät stehen. Ansonsten haben wir bald die Situation wie bei Consumer-Druckern, wo die Geräte in den Media-Märkten nachgeworfen werden und die Rechnung dann bei den Farbpatronen kommt. In all diesen Punkten ist das Navigon nach meiner Meinung überlegen. Dies liegt z.T. auch an dem nach meinen Erfahrungen besseren Kartenmaterial von Navtec.
Das TomTom-System kann nach meiner Erfahrung in diesen Bereichen nicht mit dem Navigon mithalten. Auch die beste Wegfindung nützt nichts, wenn sie durch suboptimales Kartenmaterial oder die Fehlinterpretation von eigentlich richtigen Verkehrsmeldungen ausgebremst wird.
Dafür hat die Integration der Plus Services auf jeden Fall Potential. Der Empfang ist besser als per TMC, ich bekomme gleich alle Meldungen für die ganze Route und zusätzlich noch das Wetter. Und in der nächsten Version können die Anwender untereinander Sperrungen austauschen. Das geht eindeutig in die richtige Richtung.
Zur ursprünglichen Frage: Reicht das Bundle für gelegentliche Navigation aus? Jein. Die häufigen Bluetooth-Verbindungsabbrüche, die z.T. nur durch einen Reset zu beheben waren sowie die Navigationsunterbrechung beim Telefonieren schränken die Praxistauglichkeit sehr ein. Für Anwender, die nur extrem selten ein Navi benötigen, reicht das aus, auch wenn mann dann und wann einmal rechts ranfahren muss um den Treo zu resetten. Benötigt man das System häufiger, sollte man den Kauf einer kabelgebundenen GPS-Maus in Erwägung ziehen. Diese sind in vernünftiger Qualität incl. Porto ab ca. € 70,- zu bekommen. In diesem Fall sollte man scharf überlegen, das Navigations-Bundle zu verkaufen (bringt auf eBay rund € 150,-) und für etwas über € 200,- statt dessen ein Navigon TS-7000T (bzw. 3110) zu erwerben. Diese Option wird noch interessanter, wenn man weitere Karten erwerben möchte.
Ich werde in Zukunft das Treo/TomTom Bundle nutzen, wenn ich ins Büro pendle. Ich bekomme sofort meine Staumeldungen und falls die Bluetooth-Verbindung zum GPS-Receiver abbricht, finde ich den Weg auch alleine. Das Navigon brauche ich dann nicht anschliessen. Dieses kommt aber zum Einsatz, wenn ich grössere Fahrten vor mir habe, in Gegenden die ich nicht kenne und insbesondere im Ausland.

Sonntag, 29. Juli 2007

Zurück zum Palm


Nun habe ich vor einiger Zeit argumentiert, warum ich von Palm zu Windows Mobile gewechselt bin ... und es hat alles nichts genützt. Nach einem Jahr intensiver Arbeit mit Windows Mobile bin ich reumütig zum Palm OS zurück gekehrt. Dabei sah es anfangs so gut aus mit dem mobilen Windows, vieles was man dem Palm erst beibringen musste konnte der iPaq schon von Hause aus.
Aber letztendlich überwogen die Nachteile und trieben mich zurück zum Palm:
  • Trotz doppelt so schneller CPU war der iPaq deutlich langsamer
  • Er wird noch langsamer, wenn man einen alternativen Kalender einsetzt, was auch daran liegt, dass der im Vergleich zum Palm-Geräten grossen Speicher für Windows Mobile zu winzig ist
  • Es gibt kein Agendus 12 für Windows Mobile. Ich zappte ständig zwischen Agenda Fusion, Pocket Informant und  Agendus für Windows Mobile. Aber alle zusammen sind nicht annähernd so praktisch wie Agendus für Palm.
  • Die Auftrennung des RAM in Dateisystem und RAM nervt.
  • Der Speicher wird bei Gebrauch immer weniger und man muss dann mit Speicher-Aufräum-Tools wieder Platz schaffen.
  • Es ergibt sich, mehrmals am Tag neu zu booten.
  • ActiveSync macht mehr Probleme als Hotsync
  • Office Mobile ist schlechter als DocumentsToGo
Das stellt sich dann im Zweifelsfalle so dar, dass ich beim Kunden stehe, einen Termin vereinbaren möchte und mal so eine Minute warte, bis ich einen Termin suchen kann.
Dazu kam dann, dass ich die Kombination Handy und Organizer gegen ein Smartphone tauschen wollte. Dann machte Palm noch das unwiderstehliche Angebot, ein TomTom Navigationsset gratis auf jeden Treo 680 draufzulegen. Da war die Entscheidung auf einmal ganz einfach. Seit einem Monat bin ich jetzt also stolzer Besitzer eines Treo 680 mit TomTom-Bundle und absolut zufrieden. Auch wenn das gute alte Palm-OS sich dem Ende seiner Lebenszeit nähert, Palm wird ja ab nächstem Jahr Geräte mit einem Linux-derivat veröffentlichen, so ist es doch immer noch die beste z.Zt. erhältliche Organizer Plattform.
Sowohl den Treo, als auch das TomTom Bundle, welches sich hier an meinem Navigon messen muss, werde ich hier noch ausführlich vorstellen.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Mac Pick: MPEG Streamclip


Eigentlich war ich nur auf der Suche nach einem Programm, mit dem ich mir die Bitrate von Filmen anzeigen lassen kann. In einem Forum wurde ich u.a. auf MPEG Streamclip hingewiesen. Das Programm ist etwas gesprächiger als der Quicktime-Player und kann die Bitrate der Audio- und Video-Streams getrennt anzeigen.
Darüber hinaus stellt MPEG Streamclip auch jede Menge Videoformate dar und kann wie Quicktime Pro angezeigte Filme in unterschiedlichen Formaten abspeichern. Dabei ist es zumindest teilweise geschickter als Quicktime. Ich hatte hier noch ein altes Video: Kylie Minogue‘s Werbespot für Agent Provocateur Underwear. Eine MPEG-2 Datei die ich für mein Apple TV in H.264 konvertieren wollte. Quicktime macht das zwar, aber die Tonspur ist so leise das mein Denon Receiver selbst auf voller Leistung nur ein Flüstern herausholen kann. MPEG Streamclip hat das auf Anhieb richtig gemacht: Bravo!
Ein wirklich nettes Tool, dass es kostenlos gibt beim Entwickler Square 5.
Quizfrage: Wer erkennt das Video auf dem Bild? Ist was für die Ü40-Generation.

Freitag, 18. Mai 2007

Roxio Crunch & 10% beim Roxio Store


Als erstes wollte ich auf meinem Apple TV MacBreak Weekly HD anschauen und ... fehlermeldung. Das Apple TV mag das .mov Format nicht abspielen und synchrnonisiert es deswegen auch garnicht.
An dieser Stelle hilft Crunch: Die Video-Podcasts aus iTunes in das offene Crunch-Fenster ziehen, kurz noch ein paar Qualitätseinstellungen machen, den grossen roten Knopf unten rechts in der Ecke gedrückt ... und der Rest geht automatisch. Crunch convertiert die Filme und stellt sie wahlweise gleich in iTunes ein. Da werden sie vom Apple TV entdeckt und gleich synchronisert. Nach entsprechender Wartezeit finde ich die HD Podcasts dann unter ‚Filme‘ auf meinem Apple TV. Es hat nach meiner Meinung ein paar ganz kleine Hakeligkeiten. So passiert nichts, wenn man die Filme auf das Dock-Icon schiebt, sie müssen schon direkt in das Fenster geschoben werden. Auch werden die Filme nicht übernommen, wenn man via Exposé auf das Crunch Fenster wechselt. Ansonsten ist das Produkt für eine 1.0 Version aber erstaunlich gut gelungen und derzeit das, was einer nativen Formatunterstützung durch Apple TV am nächsten kommt. Eine ganz klare Kaufempfehlung.
Und hier gibt es noch einen kleinen Bonus: Man kann auf folgendem Wege 10% Nachlass auf Roxio-Produkte bekommen. Geht auf den Roxio store und stellt das Land auf USA um. Dann packt die gewünschten Produkte in Euren Warenkorb und wechselt in diesen. Als nächstes stellt Ihr das Land wieder auf Deutschland um. Der Roxio-Store denkt, Ihr wollt Euch ohne zu kaufen aus dem Stab machen und schmeisst ein Pop-Up (unbedingt erlauben) in dem er Euch anbietet, 10% Nachlass zu kassieren wenn Ihr den Kauf doch noch abschliesst. Geht auf das nette Angebot ein und landet im deutschen Roxio-Store Warenkorb mit Euren Artikeln abzüglich 10% Nachlass.

Update:
Genau genommen ist Roxio Crunch nur eine massiv abgespeckte Version von von Roxio Popcorn. Während Crunch ausreicht, um Filme auf Apple TV und iPod zu bekommen, bietet Popcorn erheblich mehr Möglichkeiten und kostet gerade mal € 10,- mehr. Insofern würde ich jedem raten, gleich zu Popcorn zu greifen ... es sei denn man weiss genau dass man die zusätzlichen Funktionen niemals will. Denn leider bietet Roxio kein Upgrade an.

Donnerstag, 17. Mai 2007

Mein Apple TV ist da :-)))


Gestern kam mein Apple TV an. Über die Einschränkungen wurde schon an vielen Stellen gejammert. Wie man die umgeht wurde auch schon hinlänglich beschrieben, ich hatte da ja auch schon eine Lösung verlinkt (s.u.).
Schluss mit dem gejaule ... das Apple TV rockt!!! Das ist Arne‘s Tüddelkram in Reinkultur, mein Pinnacle ShowCenter kommt auf eBay.
Das wichtigste zuerst: Das Teil macht richtig Spass. Alleine die Animation beim Einschalten ist schon den Preis wert. Es gibt schon viele Streaming-Lösungen, aber die von Apple ist die erste, die so richtig schön geworden ist. Obwohl das ShowCenter mehr Formate beherrscht, ist das einfach so eine Bastellösung für Teckies. Apple TV vs. alle anderen Lösungen, das ist wie MacBook Pro vs. Baumarkt-Notebook. Tolle Bedienung und vor allen Dingen schnell (das Pinnacle war immer ein bischen lahm in der Bedienung). Ich kann meine iPhoto-Alben direkt spielen und auch der automatische Ken-Burns-Effekt ist wahlweise dabei.
Der Bildschirmschoner ist schon ein Hit für sich. Wahlweise schweben die Plattencover oder Photos in mehreren Ebenen über den Bildschirm.
Der Anschluss ist selbstverständlich kein Problem. HDMI-Kabel in meinen Denon-Receiver gesteckt, Netzwerkkabel eingesteckt (Wireless geht natürlich auch) und noch Strom dran. Das war es schon. Die Einschaltanimation geniessen (ich könnt‘ nicht genug davon bekommen), dann noch die Frage nach der gewünschten HD-Auflösung beantworten und los gehts. Meine Empfehlung: Der schwarze Hintergrund kommt erst auf Plasma-TV‘s so richtig gut rüber. Auf meinem Panasonic ist das Bild einfach umwerfend.
Schön ist auch die Möglichkeit, vom iTunes Store direkt die Top-Videos und Musiktitel als 30-sekündige Vorschau direkt zu streamen. Dazu gibt es noch so 30-40 Filmtrailer auf Englisch.
Der Sync mit iTunes ist auch für Dummies. Ich sage dem Apple TV, dass ich syncen möchte. Danach taucht es dann in allen iTunes im Netz auf. Das erste iTunes, in das die Nummer eingegeben wird, die vom Apple TV angezeigt wird, ist dann sync-Partner. 5 Weitere können als streaming-Server dienen. Dabei kann ich auch Mac‘s und PC‘s mischen.
OK, ein paar Flecken sind schon auf der Weste. Das Apple TV wird so heiss, dass man darauf Eier braten kann. Ich vermisse einen richtigen Netzschalter. Schade, dass man die Formatunterstützung für nicht-Apple Codecs nur sehr aufwendig kann. Aber das sind erstmal nur Kleinigkeiten. Auch war ich zunächst enttäuscht, dass ich MacBreak HD nicht direkt ansehen konnte. Das ist aber schon gelöst, berichte ich morgen drüber.

Fazit: Lange hat mich nichts mehr so begeistert wie das Apple TV. Und wenn man jetzt bedenkt, dass wir hier über eine Version 1.0 reden, dann kann ich kaum abwarten, was Apple in den nächsten Jahren bringen wird.
Das Apple TV ist ein wichtiger Schritt, um das iTunes/iPod Ökosystem in das Wohnzimmer zu tragen. Apple versetzt sich damit in die Pole Position als Anbieter für das digitale Heim und zeigt der Windows Media Center Fraktion die lange Nase. Lieber mit weniger Funktionen starten, aber dafür so dass es einfach begeistert. Bravo Apple!
Lasst die Nörgler nörgeln, das Apple TV ist mein klarer Kauftipp!

Dienstag, 15. Mai 2007

iPhoto lernt IPTC-Kommentare


Auf barrrt.net gibt es ein Script, mit dem IPTC-Kommentare in iPhoto übernommen werden können. Die Lösung setzt sehr trickreich Spotlight ein, um die Informationen aus den Dateien zu bekommen.
Das Script gibt es unter


Bei deutschem iPhoto muss noch die folgende Zeile

        click button "Keywords" of tool bar 1 of window 1

geändert werden in

        click button "Schlüsselwörter" of tool bar 1 of window 1

Damit sollte es dann auch in Deutsch klappen. Schöner wäre es jetzt nur noch, wenn Apple von Haus aus IPTC- und XMP-Unterstützung liefern würde. Dann könnten wir auf dieses Gebastel lassen und uns auf die eigentliche Tätigkeit konzentrieren.

Sonntag, 13. Mai 2007

Apple tv lernt DivX/Xvid


Einer der Hauptgründe, jetzt noch keinen Apple tv zu kaufen ist für mich die Tatsache, dass Apple das Gerät offenbar als geschlossenes System konzipiert hat. Gängige Codecs wie DivX und Xvid bleiben offiziell aussen vor. Der zweite Grund ist für mich die winzige 40 GB Festplatte (33 GB frei), das ist gerade mal ein Hauch mehr als auf dem kleinsten Festplatten-iPod zur Verfügung steht. Hierfür gibt es schon ein paar Lösungen im Netz.
Und nun scheint auch das Codec-Problem gelöst zu sein. Während Roxio mit Crunch ein Tool anbietet, um das eigene Filmmaterial in Apple tv kompatibles H.264 zu wandeln, gibt es auf engadget.com jetzt eine Lösung um Apples kleiner Box die verbreiteten Codecs beizubringen. Die Lösung ist dank Apples restriktivem Design nicht ganz einfach. Das Laufwerk muss ausgebaut, mit einem externen Gehäuse an einen Mac (sorry Windows-User) angeschlossen und entsprechend bearbeitet werden. Aber es soll funktionieren, ein ausführlicher Bericht hierzu findet sich in der aktuellen Mac Life.
Hallo Apple! Ihr lest das hier ja eh‘ nicht. Aber warum macht Ihr uns das so schwer. Wir kriegen doch sowieso hin, was Ihr uns nicht machen lassen wollt. Nur kostet uns das viel Arbeit und Geld. Ein Apple tv mit ordentlicher Festplatte und Unterstützung für Standard-Codecs kostet (incl. des für den Umbau benötigten externem Gehäuses) dann fast € 500,-. Wir bräuchten doch nur die Möglichkeit, das Gerät ab Werk mit grösserer Platte zu kaufen. Auf diese müssten wir dann noch übers Netz zugreifen können und schön wären alle glücklich.
Und bei aller Kritik: Es gibt auch Gründe genug, ein Apple tv zu kaufen. Während meine Frau das Pinnacle ShowCenter nicht anfasst, hätte ich für das Apple tv Hoffnung. Damit könnte ich gleich den fetten Pinnacle Server incl. MSSQL auf meinem Keller-PC loswerden. Und alleine die Aussicht, MacBreak weekly in HD zu schauen, ist doch schon die Mühe wert.

Dienstag, 1. Mai 2007

Der iPod-Adapter im VW Touran

Mein neuer VW Touran ist da und er macht richtig Spass. Der neue 170 PS TDI mit Direktschaltgetriebe ist ein riesen Sprung gegenüber dem Vormodell. Nun ist das im weitesten Sinne auch mein Tüddelkram, aber in diesem Blog geht es doch um anderes. Weil ich mir damals bei der Bestellung noch nicht sicher war, ob ich mal einen anderen mp3-Spieler als den iPod nehmen sollte, habe ich den Touran zunächst mit einem AUX-Eingang bestellt um auf der sicheren Seite zu sein. Da ich mich dann doch wieder für einen iPod entschieden habe, habe ich mir vom Händler vor der Auslieferung noch den iPod-Adapter einbauen lassen. Diesen gibt es auch ab Werk in der Mittelkonsole, nachträglich landet er im Hanschuhfach.
Und wie ist er nun? In diesem Fall sagt mal wieder ein Bild mehr als 1.000 Worte: Offensichtlich höre ich gerade meinen Lieblingssong vom iPod ... ratet mal welcher das ist?!?
Das Radio scheint nämlich nichts vom iPod zu wissen, es spricht ihn einfach wie einen CD-Wechsler an. Weil es aber nur 6er-Wechsler zu kennen scheint, hat man zu einem Trick gegriffen. In den CD‘s 1-5 befinden sich die ersten 5 Playlisten. In CD 6 dann der gesamte iPod-Inhalt, bei mir ungefähr 3.100 Titel. Und wenn ich jetzt z.B. was von Sting hören möchte muss ich nur bis ca. Titel Nummer 2.000 scrollen und mal schauen bei welchem Interpreten ich jetzt gelandet bin. Dann orientiere ich mich und gehe noch einmal 100 Titel vor oder zurück und kreise das gewünschte Album langsam ein. Zur Sicherheit wurde die Steuerung direkt am iPod deaktiviert, so dass ich die gewünschten Titel nicht einfach über das Clickwheel anwählen kann. Das ist so toll wie es klingt. Also entweder überlege ich mir vor der Fahrt was ich hören will und baue mir Playlisten, oder ich scrolle mir die Finger wund. Das einzige wofür das taugt ist der Shuffle-Modus. Häufig höre Musik im Shuffle-Betrieb und das klappt damit prima.
Aber meistens höre ich sowieso Podcasts und jetzt wird es erst richtig schwierig. Ich habe mir also erstmal Playlisten mit meinen Lieblings-Podcasts eingerichtet. Allerdings höre ich normalerweise die ältesten zuerst, aber ich kann die Playlisten in iTunes nicht nach Erscheinungsdatum sortieren. Ich habe noch nicht herausgefunden, in welcher Reihenfolge ich die Podcasts angeboten bekomme, auf jeden Fall nicht in der die ich möchte. So richtig doof ist aber, dass es nicht immer an der Stelle weiter geht, an der man zuletzt aufgehört hat. Manchmal klappt es, manchmal lande ich auch beim nächsten Einschalten ganz woanders. Das ist besonders schön, wenn man gegen Ende eines einstündigen Podcasts wie z.B. ‚Bits und so‘ war. Fast schon unnötig zu sagen, dass Kapitelmarker nicht unterstützt werden. Man darf per Hand hinscrollen.
Mir hat es auf jeden Fall so gut gefallen, dass ich glatt darauf verzichten möchte. Also schnell noch ein Klinken-Kabel gekauft und den iPod via AUX angesprochen und ... nichts! Weil beide Anschlüsse an der gleichen Buchse des Radios landen, musste zum Einbau des iPod-Adapters der AUX-Adapter abgeklemmt werden.
Ich werde mich also die nächsten Tage bei meinem VW-Händler anmelden um das Radio wieder auf den AUX-Anschluss zurückrüsten zu lassen. Bis dahin ärgere ich mich halt noch ein bischen.
Nun möchte ich VW grundsätzlich dafür loben, zu den ersten Anbietern zu gehören die einen iPod-Anschluss anbieten. Allerdings benötigt das System drigend eine Überarbeitung, so ist es deutlich schlechter als die Lösung von TomTom, die mir schon nicht übermässig gut gefiel. Aber TomTom zeigt zumindest, dass grundsätzlich einiges mehr geht, als VW liefert.

Aus iView wird Expression Media ... etwas


Gerade bekam ich von Microsoft eine Email, dass ich das versprochene kostenlose Upgrade von iView auf Expression Media zum Download bereit gestellt bekomme. Natürlich habe ich es sofort installiert und ... verzweifelt nach Änderungen gesucht. Leider habe ich keine gefunden ... doch halt. Es gibt Neuerungen:
  • Ein neues Programm-Icon
  • Ein neuer Splash-Screen
  • Die deutsche Sprachanpassung funktioniert nicht, alles ist jetzt auf Englisch
  • Die Buttons wurden durch deutlich hässlichere ersetzt (s. Screenshot)
Wenn ich das richtig sehe, verdoppelt sich auch der Preis nahezu, von 169,- auf 299,-. Dann kann das doch nicht alles sein. Also auf Microsofts Webseite in die FAQ geschaut, dort findet sich:

Q.  What are the differences between iView MediaPro 3.x and this new Expression Media release?
A.  Expression Media will continue its many year tradition as both a Mac and Windows application with great feature parity and occasional differences in UI and features that require platform specific capabilities. Specifically, the Windows version of Expression Media includes a new feature called the Expression Media Encoder, a standalone video encoding tool which requires Windows specific features and therefore is not available in the Mac version of Expression Media. Complete details of Expression Media's feature set will be announced in the near future, and further details about the product can be found on iView Multimedia's website
“.

Also Mac-User können froh sein, dass das Produkt überhaupt noch für ihre Plattform umgesetzt wurde. Und immerhin ... es gibt jetzt ja auch die hässlicheren Icons. Und die Windows-User freuen sich immerhin über Microsofts Flash-Konkurrenten.
Ich hoffe, diese Update ist nicht symptomatisch für die Zukunft von iView. Es wäre schade, wenn hier ein hervorragendes Produkt vor die Hunde käme.

Freitag, 20. April 2007

Autonavigation: TomTom vs. Navigon, Teil 2


Nachdem enttäuschenden Erlebnis mit dem TomTom habe ich nochmal scharf nachgedacht, was ich dann nun wirklich haben will. Die erweiterten Features des TomTom, Freisprecheinrichtung, iPod Steuerung und online-Services, haben so unbefriedigend gearbeitet, dass ich auch drauf verzichten kann. Mein heute gelieferter nagelneuer VW Touran hat eh‘ von Haus aus Freisprecheinrichtung und iPod-Anschluss. Ich brauche also nur ein Navi. Und weil es das perfekte Gerät anscheinend nicht gibt, schau ich doch einfach was es jetzt günstig gibt und hole mir ggf. nächstes Jahr etwas schöneres. Die CeBit-Neuheiten von Navigon und Medion sehen sehr viel versprechend aus, sind aber noch nicht lieferbar und werden dann erstmal recht teuer sein.
Die Software gefiel mir bislang bei Navigon am besten. Also schaute ich mal nach dem Transonic TS 7000T, welcher im Angesicht der CeBit Vorstellungen wohl ein Auslaufmodell ist. Wie es der Zufall so wollte, hatte MediMax gerade den 7000er im Angebot für € 266,-. Also einfach mal mitgenommen und ausprobiert. Das Medion PNA 470 hätte ich auch sehr interessiert, insbesondere das TMCpro hätte mir gefallen. Aber 266,- zu 399,- Euro sind schon ein Argument.
Und diesmal bin ich sehr zufrieden. Die Darstellung ist hervorragend. Das Display wirkt zwar etwas trübe, was aber anscheinend an der starken Entspiegelung liegt. Im direkten Sonnenlicht ist das Display immer noch ordentlich zu erkennen, ganz im Gegensatz zum TomTom. Die Software wirkt wirklich sehr modern und ergonomisch und ... macht einfach spass. Bei Restaurants, Autohändlern, Tankstellen etc. wird z.B. häufig ein Firmenlogo statt des einfachen Platzhalters angezeigt. Das TMC funktionierte auf Anhieb völlig problemlos, das Kartenmaterial ist aktueller als beim TomTom (allerdings hat TomTom gerade gestern ein Update herausgebracht, das habe ich nicht mehr getestet). Auch dieses Gerät hat natürlich Schattenseiten. Die Stromversorgung und das TMC werden beide am Gerät angeschlossen (zumindest die Stromversorgung ist beim Nachfolgemodell am Sockel), man kann also nicht einfach das Gerät in die (sehr stabile, gut sitzende) Halterung klemmen und losnavigieren. Die Menünavigation ist etwas träge, lässt sich aber durch das Ausschalten der Animationen auf ein vernünftiges Mass bringen. Und die Fernbedienung des TomTom war fein, schade dass es nicht so eine für das 7000T gibt. Auch gibt es die Softwareinstallation nur für Windows, die von TomTom gab es auch für den Mac. Das sind aber Kleinigkeiten und gerade bei dem Preis ist das Transonic TS 7000T ein hervorragendes Angebot. Die Navigation ist schnell und die Routenfindung bislang sinnvoll. Für mich der klare Gewinner in diesem Vergleich.
Nun ist der TomTom wirklich kein schlechtes Gerät. Wenn jemand andere Prioritäten hat, kann evtl. auch der TomTom die bessere Wahl sein. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden mit meinem Navigon.

Mittwoch, 18. April 2007

Mac Pick: RSS Menu


Eine Sache, die ich auf dem Mac so liebe, ist die Tatsache dass man häufiger mit dem MacOS selbst arbeitet und dieses nur um die gewünschten Funktionen ergänzt. Ein prima Beispiel hierfür ist RSS-Menu. Es ist einfach nur ein RSS-Reader für die Menüzeile, so dass ich jederzeit sehe welche Feeds aktualisiert wurden. Das ganze funktioniert einfach genau so wie man sich das vorstellen würde, incl. der Übernahme von Feeds aus Safari RSS und Podcasts aus iTunes. Zu finden unter http://www.edot-studios.com/webgroups2/index.php?menu_item=212.

Sonntag, 15. April 2007

Autonavigation: TomTom vs. Navigon, Teil 1


Mein altes ViaMichelin Navi für meinen iPaq scheint nicht mehr weiter entwickelt zu werden, und einen TMC-Empfänger kann ich da auch nicht anschliessen. Also musste ein neues System her.
In der Auswahlliste hatte ich das TomTom go 510, das Medion PNA 470 und das Transonic TS 7000T mit Navigon.
Nach langen Überlegungen und durchforsteten Foren entschied ich mich für ein TomTom Go 710 (gab es bei Media Markt gerade zum gleichen Preis wie das 510: € 349,-) zzgl. iPod Connector und Fernbedienung. Am nächsten Tag gab es gleich eine Probefahrt von Hamburg nach Potsdam. Zunächst mal meine positiven Eindrücke:
  • Schnelles Gerät: Eingaben werden prompt akzeptiert, schnelles Routing
  • Einfache Bedienung, besonders schön mit Fernbedienung.
  • Alle Anschlüsse sind am Sockel, man muss nur das Gerät einhängen und los gehts.
Leider sind mir doch überraschend viele negative Dinge aufgefallen:
  • TMC ging bei mir überhaupt nicht. Ich hatte gelesen, dass TomTom damit Probleme hat, aber dass das so schlimm ist hätte ich nicht gedacht.
  • Das Display spiegelt extrem stark. In Verbindung mit der Farbwahl (z.B. dunkelrot auf schwarz bei zu hoher Geschwindigkeit) ist teilweise kaum etwas zu erkennen.
  • Verkehrsmeldungen gibt es auch über das kostenpflichtige TomTom Travel, wenn man ein Bluetooth-Handy mit Internet-Verbindung hat. Allerdings musste ich die Kombination mit meinem SonyEricsson K800i auf der Fahrt vier mal neu starten, was nicht der Sinn der Sache sein kann.
  • Die Lautstärke kann für den iPod nicht separat geregelt werden. Das sieht dann so aus: Mein iPod sendet den Ton über ein iTrip auf mein Radio. Gleichzeitig kommt der Ton zeitversetzt aus dem Lautsprecher des Tomtom. Also muss ich den Ton für das TomTom abstellen. Dann bekomme ich aber auch keine Routing-Ansagen mehr. Nebenbei belegt die iPod-Anbindung die gleiche Buchse wie der TMC-Empfänger, so dass man nur den iPod steuern kann oder Verkehrsmeldungen bekommt. Das ist natürlich egal, weil TMC ja eh‘ nicht funktioniert. Ausserdem habe ich das iPod-Menü nicht komplett auf dem TomTom. Ich höre viele Podcasts, also habe ich mir im iPod die Podcasts ins Hauptmenü gelegt. Davon weiss der TomTom aber nichts, man muss schon ein bisschen damit navigieren, bis man sie findet.
  • Das Routing war auf der Strecke unbefriedigend. Vom Dreieck Nordwest zur A24 wollte der TomTom unbedingt immer durch die Hamburger Innenstadt im Berufsverkehr, vorzugsweise durch die Stresemannstrasse die nun wirklich immer dicht und eine 30-Zone ist. Und das obwohl ich ‚schnellste Route‘ und nicht ‚kürzeste Route‘ gewählt hatte. Schön ist, dass man Teilstrecken ausschliessen darf. Nach 10-20 Anläufen wollte TomTom dann statt dessen durch die Innenstadt von Harburg. Auf die nahe liegende Route über die Köhlbrandbrücke kam er einfach nicht.
  • Das Kartenmaterial ist alt. Die 8-Jahre alte Strasse in der ich wohne ist mit einem falschen Namen verzeichnet. Bei anderen Systemen ist das längst korrigiert. Ein über ein Jahr alter Kreisverkehr in meiner Nachbarschaft ist noch nicht bekannt.
  • Die Verkehrsmeldungen werden in winziger Schrift angezeigt, so dass ich sie kaum lesen konnte.
  • Die ganze Software wirkt etwas altmodisch auf mich, das können andere besser.
Dazu kommen noch ein paar Kleinigkeiten, die vielleicht auch Geschmackssache sind. Die Anzeige der Geschwindigkeit erfolgt dunkelrot auf schwarz. Also genau dann, wenn ich wissen will, wie schnell ich eigentlich fahren dürfte, kann ich sie nicht mehr ablesen. Sie warnt auch immer bereits bei einer Überschreitung von 10 km/h, was ich gerne geändert hätte.
Die Radarwarner haben auch nicht funktioniert, aber weil das - soweit ich weiss - zumindest in Deutschland verboten ist, ist das auch kein Nachteil.

Nun möchte ich nicht falsch verstanden werden. Der Tomtom ist mit Sicherheit kein wirklich schlechtes Gerät. Aber es gibt deutlich billigere Geräte und ich sehe nicht, wofür sich der Mehrpreis lohnen soll.

Für € 410,- hatte ich ein Gerät, bei dem am Ende des Tages die Enttäuschung überwog. Ich habe es am nächsten Tag zurückgegeben. Der Media Markt in Hamburg Altona hat das Gerät anstandslos zurück genommen. Vielen Dank dafür, das ist guter Service und das erfreulichste an dieser Erfahrung.

Dienstag, 10. April 2007

Anleitung zur Fotoarchivierung gestartet


Eines meiner Lieblingsthemen ist die Archivierung von Digitalen Fotos. Ich bin hierbei beruflich etwas vorbelastet, weil ich vor Jahren die Entwicklung der professionellen Fotoarchiv-Software ImAccess geleitet habe.
Da ich jetzt glaube, die Bildarchivierung so hinzubekommen wie ich sie mir vorstelle, werde ich meine Ergebnisse hier niederschreiben. Vieleicht macht sich ja jemand ganz ähnliche Gedanken und kann mit meinen Lösungen etwas anfangen. Los geht es hier: ‚Wie archiviert man Fotos auf dem Mac?‘. In unregelmässigen Abständen werde ich über meine Fortschritte hier berichten.

Freitag, 6. April 2007

I‘m Mac again


Nach 1,5 Jahren Windows hat es mich jetzt wieder zurück auf den Mac gezogen. Die Probleme, die ich damals auf dem Mac hatte, scheinen alle behoben und geklärt.
Ich hatte mir viel von Vista versprochen, aber wenig davon wurde eingelöst. Und ich muss Apple‘s Marketing einfach Recht geben: Vista ist bei weitem noch nicht da, wo der Tiger schon vor 2 Jahren war. Immer wieder stellte ich einfach fest, dass das Eine oder Andere beim Mac einfach schöner war.
Ausserdem ist Vista dermassen lahm, dass mein gerade 1,5 Jahre alter Dell, 1,83 GHz, 1,5 GB RAM mit Intel 915 Grafik einfach schon absolut nicht mehr ausreichte. Und dass, obwohl ich mangels DirectX 9 ohnehin keine Transparenzeffekte hatte. Das konnte bereits mein altes iBook mit 1,2 GHz und einem DirectX 7 fähigen Grafikchips und war superflott dabei.
Statt dessen darf ich auch den Movie Maker, der selbst gegen das iMovie vom Panther alt aussieht, nicht einmal starten weil meine Hardware nicht ausreicht.
Ein neues Notebook musste also her. Zufällig stolperte ich über eine Anzeige von Apple, die meinte: „Wenn Sie wegen Vista eh‘ neue Hardware brauchen, warum dann nicht gleich einen Mac?“. Und ja, warum eigentlich nicht? Die alten Probleme sind lösbar geworden und zur Not kann ich die letzten paar Programme die ich unter MacOS X nicht bekomme mit BootCamp oder Parallels/VMWare ans Laufen bringen.
Nach nur wenig Bedenkzeit bin ich jetzt Besitzer eines MacBook 2GHz, 1,5/160 GB und glücklich. Es ist wie nach Hause kommen ... I‘m Mac again!

ANC Over-Ear Anwenderbericht: Sony WH-1000XM5 vs WH-1000XM4 vs Sennheiser Momentum 4

Dies ist kein vollständiger Test, sondern nur eine Sammlung von Punkten, die mir beim Vergleichen der drei Kopfhörer aufgefallen sind und di...