Hier ein paar Fotos von der Animagic 2011 in Bonn, das komplette Album gibt es hier auf Picasa. Danke an alle Cosplayer!
Montag, 1. August 2011
Sonntag, 15. Mai 2011
Superzoom-Update 2011: Canon SX230hs vs. Fuji F550 EXR
Ein neuer Frühling bringt auch jedes Jahr wieder eine neue Kollektion von Compact-Superzoom Kameras. Grund genug für mich, die aktuellen Modelle gegen meinen letztjährigen Sieger Canon Powershot SX210is antreten zu lassen.
Eines zeigt dieses Jahr ganz deutlich: CCD ist out, alle relevanten Hersteller haben auf BSI-CMOS gewechselt. Die BSI-CMOS Technologie zeigte bislang im Kompaktbereich bei höheren ISO-Werten leicht bessere Ergebnisse, im Bereich von 100-200 ISO hingegen sichtbar schlechtere Ergebnisse als die althergebrachten CCD Sensoren. Dies zusammen mit dem Trend zu immer höheren Megapixel-Werten auf den Zwergsensoren, welche zu immer kleineren Pixelstrukturen führen, lässt zunächst einmal nichts gutes bezüglich der Bildqualität der aktuellen Generation hoffen.
Punkten können die CMOS-Sensoren hingegen mit ihrer hohen Auslesegewindigkeit, welche schnelle Bildfolgen und Full-HD Videoaufnahmen ermöglicht.
Bei der aktuellen Generation war also Vorsicht angesagt, weshalb eine Vorauswahl mit im Netz verfügbaren Testbildern angezeigt war. Sofort durchgefallen waren die Modelle von Samsung ebenso wie die Sony HX9V, welche bereits bei base-ISO teilweise eine so starke Rauschunterdrückung durchführt, dass man meint einen Aquarelleffekt-Filter vor sich zu haben. Erstaunlicherweise waren auch die Ergebnisse der Panasonic Lumix TZ22 indiskutabel schlecht. Waren doch die TZ's in den letzten Jahren immer Kandidaten für den Titel der besten Compact-Superzoom. Aber scheinbar fehlt Panasonic noch die Erfahrung mit CMOS-Sensoren, dann auch noch gleich 14 Megapixel auf Zwergsensor, das war wohl etwas zu ambitioniert.
Daher schränkt sich die Auswahl dieses Jahr auf ein recht übersichtliches Feld ein, nämlich die
- Canon Powershot SX230hs und die
- Fujifilm Finepix F550EXR
Von beiden Kameras gibt es jeweils noch ein etwas sparsamer ausgestattetes Modell zum etwas günstigeren Preis. Von Canon gibt es die SX220hs, die bis auf das fehlende GPS-Modul baugleich ist, aber auch nur ca. € 10-20,- günstiger ist. Die F500EXR muss neben GPS auch auf das RAW-Format und das Live-Histogramm verzichten, dafür ist auch der Preisunterschied etwas deutlicher.
Fujifilm Finepix F550EXR
Bereits die Vorgängerin F300EXR hat mir viel Spass gemacht, aber letztendlich schien Fuji's Sensortechnologie am Ende zu sein, die Bilder waren zu stark entrauscht was vermutlich am starken Sensorrauschen lag. Nun schickt Fuji einen Nachfolger ins Rennen, dessen wesentliche Neuerung ein neuer Sensor ist. Wie viele andere Anbieter hat auch Fuji von der bisherigen CCD auf BSI-CMOS Technologie gewechselt. Dieser Sensor ist wieder in Fuji's eigenem EXR-Layout erstellt und beherrscht somit die gleichen EXR-Modi wie die CCD-Vorgänger. Diese sind HR (volle Auflösung), SN (halbe Auflösung, veringertes Rauschen) und DR (halbe Auflösung, gesteigerter Dynamikumfang). Unterm Strich bleibt von diesen nominal drei Modi nicht so viel nach. EXR-HR ist genau das, was auch jede andere Kamera macht, nämlich einfach die volle Auflösung des Sensors zu liefern. EXR-SN verbindet jeweils zwei benachbarte Pixel zu einem Wert. Fujis Beschreibung ließt sich so, als würde der Sensor ein geringeres Rauschverhalten wie ein Sensor mit der halben Auflösung, also doppelt so großen Pixeln bieten. Tatsächlich rauscht aber jeder dieser Pixel eben so viel wie es ein so kleiner Sensorpixel eben tut und die EXR-Technologie scheint nur einen Mittelwert zu rechnen. Das kann man aber auch aus jeder anderen Kamera erhalten, wenn man hinterher per elektronischer Bildverarbeitung (EBV) einen Rauschfilter drüber laufen lässt. Dies hat dann auch zwei Vorteile: zum einen muss man sich nicht schon bei der Aufnahme entscheiden und zweitens sind die Ergebnisse externer Entrauscher besser als das, was EXR-SN leistet. Immerhin: für Anwender, die keine keine EBV betreiben uns sich evtl. auch überhaupt nicht damit auskennen, sondern die Bilder direkt von der Kamera drucken, ist EXR-SN besser als alles, was die Konkurrenz hat.
Der eigentliche Vorteil von EXR ist der EXR-DR Modus. Die Kamera nimmt gleichzeitig zwei Teilbilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten auf und verrechnet das Bild zu einem mit höherem Dynamikumfang. EXR-Kameras sind in Ihrer Sensorgrösse vom Dynamikumfang her nicht zu schlagen, erst Kameras mit grösseren Sensoren können da mithalten. Der Dynamikumfang der F550EXR mit EXR-DR ist ungefähr vergleichbar mit dem der Canon Powershot S95, welche dafür aber einen grösseren Sensor mit weniger Auflösung benötigt und auch erst mit entsprechender RAW-Entwicklung den entsprechenden Dynamikumfang liefert.
Eine herausragende Eigenschaft der F550EXR ist der Brennweitenbereich von 24-360mm (entsprechend Kleinbild). Damit sollte man wirklich für jede fotografische Situation bestens gerüstet sein. Leider entstehen aus diesem auf dem Papier traumhaften Brennweitenbereich auch gleich die Hauptnachteile der F550EXR. Zum einen lässt sich dieser Umfang in einem so kleinen Objektiv nicht mehr optisch korrigieren, weshalb die F550EXR - wie viele Mitbewerber auch - auf Korrektur mittels interner Bildbearbeitung setzt. Nun liefert die F550 aber auch RAW-Bilder und glücklicherweise hat Adobe für Camera RAW schnell den entsprechenden Treiber nachgeliefert. Was die Entwicklung dieser RAW's aber hervorbringt, lässt sich nur als gruselig bezeichnen. Das Objektiv verzerrt und vignettiert extrem, die Kamera-Software muss hier Höchstleistungen vollbringen um daraus wieder ansehnliche Bilder zu machen. Ich kann für mich behaupten, einige Erfahrungen im Bereich EBV zu haben. Es ist mir aber nicht gelungen, ein RAW-Bild so gut zu entwickeln wie es die interne JPEG-Engine zustande bringt (was mir bei den meisten Kameras ein leichtes ist). Zum einen zolle ich Fujifilm Respekt für die Leistung, zum anderen zeigt dies aber auch, dass man hier schon deutlich über die Grenzen des machbaren hinausgeschossen ist.
Leider offenbaren die extremen Leistungsdaten des Objektivs auch ein anderes Problem: Fuji hat hier ein extremes Problem mit der Fertigungsqualität. Schon bei der F300 war das Problem bekannt, auch wenn mein Exemplar da weitestgehend mängelfrei war. Auch von den Vorgängern F200 und F100 gab es immer wieder Anwenderberichte von Exemplaren mit Randunschärfen. Bei der F550 hat es mich voll erwischt: nachdem mein erstes Exemplar auch extreme Randunschärfen aufwies, habe ich zwei mal umgetauscht, aber alle drei Exemplare hatten in unakzeptablen Maße Randunschärfen. Interssanterweise aber nicht alle gleich, sie traten in unterschiedlichen Ecken und unterschiedlichen Brennweiten auf. Offenbar sind die Fertigungstoleranzen hier sehr hoch. Ich stehe mit mehreren F550 Anwendern in Kontakt (und die Foren sind auch voll davon), ein Besitzer hat seine F500 sage und schreibe zehn Mal umtauschen müssen. Es tauchen auch gelegentlich Exemplare auf, die weitestgehend frei von diesem Problem sind, das sind aber auch in den gängigen Foren sehr selten auftretende Ausnahmen!
Nach diesem Problem ist es eigentlich müßig, über die weiteren Eigenschaften der F550 zu berichten. Und das ist schade. Denn davon abgesehen ist über die F550 überwiegend Gutes zu berichten.
Das Gehäuse ist klein, aber sehr handlich und macht einen wertigen Eindruck. Der Bildschirm ist gross, hell, kontrastreich und bietet einen sehr großen Blickwinkel, so dass er auch in sehr schrägen Winkel gut nutzbar ist. Die F550 ist, abgesehen von der Einschaltgeschwindigkeit - ca. 3 Sekunden sind etwas zu lang - immer sehr schnell in der Bedienung. Der Autofocus begeistert mit einer Geschwindigkeit die eher zu einer DSLR passen würde, und die Auslöseverzögerung ist im nicht wahrnehmbaren Bereich. Die EXR-Automatik wählt meistens sinnvolle Einstellungen und ist somit auch Anfänger-tauglich.
Leider hat die F550 auch wieder die starke Entrauschung der F300 geerbt. Und da sie im Vergleich zur Vorgängerin jetzt auch das RAW-Format beherrscht, zeigt sich auch warum: in dunklen Bildbereichen rauscht der Sensor schon extrem. Auch über RAW-Bearbeitung bekomme ich kein wesentlich besseres Resultat heraus, auch wenn ich persönlich lieber etwas Rauschen stehen lasse und weniger entrausche: das Problem ist nicht - wie von vielen unterstellt - Fuji's vermeintliche Vorliebe für glattgebügelte Bilder. Die Bildsensoren sind hier einfach überfordert. 16 Megapixel ist auch eine Auflösung, die nur von wenigen DSLR's mit ihren erheblich grösseren APS-C oder gar Vollformat-Sensoren übertroffen wird. Auch wenn der Sensor der F550 mit 1/2'' geringfügig grösser ist als die in dieser Klasse üblichen 1/2,33'' Sensoren, wird dieser Vorteil durch die extrem hohe Auflösung kompensiert. Eine Beschränkung auf vielleicht 12 Megapixel hätte hier vielleicht noch helfen können.
Fujifilm bewirbt auch die im Vergleich zur Vorgängerin verbesserte Bildstabilisierung. Bei Volltele war es mit der F300 und dauerhaft eingeschaltetem Stabilisator nicht möglich, unverwackelte Bilder zu machen. Erst mit dem Abschalten des stabilisierten Sucherbildes gelang ein Teil der Aufnahmen.
Zur Erklärung: egal ob bei Stabilisierung über einen beweglichen Sensor (wie bei Fuji) oder über eine Linsengruppe im Objektiv (wie z.B. bei Canon oder Panasonic), es gibt immer ein stabilisierendes Element, welches die Verwackelungen ausgleicht. Wenn dieses sich jetzt bei der Stabilisierung des Sucherbildes schon an einem Anschlag befindet, kann es ggf. die beim Auslösen hinzukommende Verwackelung nicht mehr ausgleichen. Schaltet man die Stabilisierung des Sucherbildes aus, hat man noch Reserven um die eigentliche Aufnahme zu stabilisieren. Bei der F300 behalf ich mir daher damit, bei Teleaufnahmen die Stabilisierung des Sucherbildes auszuschalten. Die F550 kann das nun von alleine: zoomt man weiter an ein Objekt heran, stell man irgendwann fest, dass das Sucherbild unruhig wird. Das macht Sinn, schöner ist das aber bei anderen Herstellern gelöst: bei Panasonic und Canon kann man beruhigt das Sucherbild dauerhaft stabilisieren, die Systeme sind dermassen leistungsfähig dass trotzdem kaum einmal ein Bild verwackelt ist. Hier ist Fuji eindeutig noch nicht auf dem Niveau der Klassenbesten.
Die Bedienung der F550 gehört wiederum zum Besten, was ich kenne. Fuji verzichtet auf unnötigen Schnickschnack in den Menüs, die logisch aufgebaut und immer sehr schnell sind. Ich persönlich komme mit der Menüführung der Fujis (mit Ausnahme der F100) immer noch am besten zurecht und erreiche mein Ziel dort immer schneller als z.B. bei Canon. Lediglich das bei der F550 hinzugekommene Live-Histogramm wurde halbherzig umgesetzt. Man muss es bei jedem Einschlalten erneut im Menü aktivieren, hier wäre ein Firmware-Patch angesagt.
Auch wirbt Fuji mit der Aufnahme von Full-HD Video. Dieses sollte man aber eher als Dreingabe betrachten, die Bildqualität ist nicht auf dem Niveau von Sony, Canon oder Panasonic, immerhin aber besser als bei den vorherigen Fuji F-Modellen. Optischer Zoom während der Videoaufnahme ist möglich, aber man hört den Zoommotor in der Aufnahme deutlich brummen und hinterher sucht der Autofocus verzweifelt pumpend nach dem Bild. Bei schwachen Lichtverhältnissen wird die Filmaufnahme dann viel zu dunkel und damit unbrauchbar. Kurzum: wer seine Compact-Superzoom auch als Ersatz für einen Camcorder nutzen möchte, sollte sich bei anderen Herstellern umsehen.
Zum Schluss noch ein paar Bemerkungen zur Bildqualität. Sie ist eigentlich recht gut. Die F550 macht gut belichtete Bilder mit stimmigen Farben, oftmals gefiel mir das Resultat der F550 besser als das der SX230. Sofern man ein Exemplar ohne Randunschärfen erwischt, stört eigentlich nur die starke Entrauschung in dunklen Bildbereichen. Blitzbilder sind mit der F550 ganz OK, kein Totalausfall aber auch nicht so gut wie die Canon SX230, wobei Canon nach meiner Meinung ohnehin das beste Blitzsystem im Kompaktbereicht hat.
Der Dynamikumfang spielt dank EXR-Technologie im Compact-Superzoom Segment in einer eigenen Liga, die F550 ist um mehr als eine Blendenstufe besser als der nächste Mitbewerber. Im Zusammenhang mit der ausgewogenen Belichtung und den schönen, stimmigen Farben könnte die F550 mit der EXR-Technologie eigentlich ein Kamera sein die auch unerfahrenen Anwendern überwiegend gute Bilder liefert. Sie brilliert in vielerlei Hinsicht: Bedienung, Gehäuse, Belichtung, Farben, Dynamik, Bildschirm, Geschwindigkeit (nach dem Einschalten). Leider bringt sie auch auch zu viele Probleme mit: die Serienstreuung, die einfach zu viele fehljustierte Objektive produziert. Die starke Rauschunterdrückung um das Rauschen des überzüchteten Sensors in den Griff zu bekommen. Der überlastete Stabilisator. Die Probleme beim Video-Zoom.
Was hätte die F550 für eine Kamera werden können. Hätte Fuji sich etwas beschränkt, vielleicht nur 26-320mm, nur 12 Megapixel und die F550 hätte eine Kamera werden können, die man den meisten Anwendern unbedenklich empfehlen hätte können. So kann ich leider niemanden zur F550EXR raten.
Canon Powershot SX230hs
Die SX230 ist die direkte Nachfolgerin meiner letztjährigen Testsiegerin SX210. Die Unterschiede sind relativ schnell aufgezählt, aber wichtig. Die wesentliche Neuerung: auch Canon wechselt jetzt von CCD auf BSI-CMOS Technologie. Bei allen anderen Anbietern - seien es Fujifilm, Panasonic, Samsung oder Sony - ging dieser Technologiewechsel voll nach hinten los. Eine geringfügig bessere Bildqualität bei 400/800 ISO wurde erkauft mit unscharfen, verrauschten Bildern teils mit geringem Dynamikumfang. Daher standen die Changen nicht schlecht, dass auch die SX230 in der Bildqualität nicht mit der Vorgängerin mithalten kann. Vielleicht liegt es daran, dass Canon im Vergleich zu den anderen genannten Anbietern auf sehr viel CMOS Know-How im DSLR-Segment zurückgreifen kann: bei Canon ist der Wechsel zu Kompakt-CMOS absolut gelungen. Das liegt vielleicht auch an der sinnvollen Begrenzung der Anzahl der Sensorpixel auf 12mio. So liefert die SX230 bei ISO 100/200 genau so gute Bilder wie die SX210. Mir scheint sogar, als hätte der neue Sensor einen etwas höheren Dynamikumfang als der Vorgänger, vieleicht knapp eine halbe Blende Vorteil. Es kann aber auch sein, dass die Automatik nur eine andere Tonwertkurve anlegt. Dazu kommt, dass die Belichtungsautomatik im Vergleich zur Vorgängerin oftmals sinnvollere Werte ermittelt. Ab ISO 400 greift dann der Vorteil des BSI-CMOS Sensors, so dass diese Stufe sogar noch recht nutzbar ist. Sogar mit ISO800 lassen sich noch Bilder machen, die mit Einschränkungen verwendbar sind und die ISO1600 Aufnahmen der SX230 sehen besser aus als die ISO800 Aufnahmen der SX210. Mehr kann man aktuell von einer Kompakt-Superzooom nicht verlangen.
Der CMOS-Sensor verhilft der SX230 dann auch zu den weiteren Vorteilen, die mit der hohen Auslesegeschwindigkeit dieser Technologie einhergehen. So verfügt die SX230hs, das 'hs' im Namen steht für High-Speed, auch über eine hohe Serienbildgeschwindigkeit und die Möglichkeit, Full-HD Videos aufzuzeichnen.
Die Videoqualität der SX230hs ist so gut, dass für viele ein separater Camcorder überflüssig wird. Nur echte Filmfreunde werden die Anschaffung eines separaten Gerätes zur Filmaufzeichnung noch in Betracht ziehen. Die Videoqualität der SX230, aber auch aktueller Sony oder Panasonic-Modelle, liegt deutlich vor dem, was vor wenigen Jahren noch dedizierte Camcorder abgeliefert haben und sollte für den Alltagsgebrauch mehr als ausreichen.
Das Objektiv deckt mit 28-392mm wieder den gleichen Brennweitenbereich ab, wie beim letztjährigen Modell. Allerdings hat Canon es geschafft, das Geräusch des Zoommotors noch weiter zu verringern, so daß es bei der Videoaufnahme praktisch nicht mehr hörbar ist. Dazu kommt, dass Canon die Stereo-Mikrophone jetzt von der Oberseite, wie bei der SX210is, an die Vorderseite verlegt hat. Damit nimmt die SX230hs jetzt sinnvollerweise mehr Ton vom Motiv und weniger vom Fotografen auf. Auch macht das Zoomen jetzt mit dem Zoomring jetzt wieder mehr Spaß als der winzige Hebel der SX210.
Die SX230 besitzt ausserdem ein GPS-Modul, um die JPEG-Bilder automatisch mit Geotags zu versehen. Dieses lässt sich in zwei Modi betreiben: zum einen kann es dauern laufen, also auch, wenn die Kamera ausgeschaltet ist. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass der Akku sich dann recht schnell entleert, so dass man diese mit Bedacht wählen sollte. Im zweiten Modus ist GPS nur aktiv, wenn die Kamera eingeschaltet ist, was Akkuladung spart. Allerdings hat auch dieser Modus einen Nachteil: nach dem Einschalten der Kamera dauert es normalerweise etwas - das können schon mal 1-3 Minuten sein - bis das GPS-Modul seine Position gefunden hat. Wenn man also die Kamera kurz einschaltet, ein paar Bilder macht und wieder ausschaltet, kann es sein dass die Kamera noch keine Positionsinformationen hat und den Bildern keine Geotags anfügt. Man kann das GPS aber auch völlig ausschalten. Insgesamt wird die GPS-Funktionalität der SX230 viel kritisiert, aber so ist nun mal der Stand der Technik.
Ich nutze das GPS wie folgt: wenn ich an einem neuen Ort bin, z.B. mit der Familie am Strand, dann schalte ich das GPS permanent für ca. 10 Minuten ein und mache am Ende der Zeit ein paar Fotos. Danach schalte es wieder aus. Beim Ablegen der Bilder übertrage ich dann die GPS-Tags auf alle Bilder, die ich dort aufgenommen habe. Mir kommt da zugute, dass ich nicht metergenau wissen muss, wo welches Bild aufgenommen wurde. Der ungefähre Ort reicht mir völlig. Wer nun auf keinen Fall GPS nutzen möchte, kann auch das etwas billigere Modell SX220hs nehmen. Bei einem Aufpreis von nur ca. €10,- würde ich aber immer zur SX230 greifen, auch wenn ich damit nur in ein paar Jahren den Wiederverkaufspreis erhöhe.
Etwas bessere Automatik, bessere Bildqualität bei ISO 400/800, schnelle Serienbilder, leichteres Zoomen, GPS-Tagging: die SX230 ist auf jeden Fall eine etwas bessere Fotokamera als die SX210is. Wenn man schon eine SX210is hat, muss man deswegen nicht unbedingt auf die SX230hs wechseln, so gross sind die Unterschiede nicht. Es sei denn, man möchte eines der Features haben, dann ist die SX230 wiederum nicht so teuer, dass man nicht wechseln sollte.
Full-HD Video, Mikrophone vorne, praktisch lautloser Zoom: die SX230 ist schon eine merklich bessere Videokamera als die SX210. Für die meisten Anwender kann die SX230 eine separate Videokamera ersetzen.
Canon verfolgt die bewährte Praxis, gute Geräte mit der nächsten Gerätegeneration behutsam, aber sinnvoll zu verbessern. Dabei muss man nicht jedes Jahr upgraden, dafür sind die Sprünge nicht gross genug. Auch der Vor-Vorgänger SX200 macht heute noch keine schlechte Figur, ebenso wie man z.B. eine Panasonic Lumix TZ-10 getrost behalten darf. Für mich hat die Summe der Eigenschaften aber ausgereicht, dass ich meine SX210is gegen die SX230hs ausgetauscht habe.
Scheinbar ist Canon aktuell der einzige Anbieter, der CMOS-Prozessoren im Kompakt-Superzoom-Segement sinnvoll einzusetzen weiss. Nach meiner Meinung ist die SX230 ist die SX230hs die zur Zeit beste Kompakt-Superzoom Kamera am Markt.
Fujifilm Finepix F550EXR
Bereits die Vorgängerin F300EXR hat mir viel Spass gemacht, aber letztendlich schien Fuji's Sensortechnologie am Ende zu sein, die Bilder waren zu stark entrauscht was vermutlich am starken Sensorrauschen lag. Nun schickt Fuji einen Nachfolger ins Rennen, dessen wesentliche Neuerung ein neuer Sensor ist. Wie viele andere Anbieter hat auch Fuji von der bisherigen CCD auf BSI-CMOS Technologie gewechselt. Dieser Sensor ist wieder in Fuji's eigenem EXR-Layout erstellt und beherrscht somit die gleichen EXR-Modi wie die CCD-Vorgänger. Diese sind HR (volle Auflösung), SN (halbe Auflösung, veringertes Rauschen) und DR (halbe Auflösung, gesteigerter Dynamikumfang). Unterm Strich bleibt von diesen nominal drei Modi nicht so viel nach. EXR-HR ist genau das, was auch jede andere Kamera macht, nämlich einfach die volle Auflösung des Sensors zu liefern. EXR-SN verbindet jeweils zwei benachbarte Pixel zu einem Wert. Fujis Beschreibung ließt sich so, als würde der Sensor ein geringeres Rauschverhalten wie ein Sensor mit der halben Auflösung, also doppelt so großen Pixeln bieten. Tatsächlich rauscht aber jeder dieser Pixel eben so viel wie es ein so kleiner Sensorpixel eben tut und die EXR-Technologie scheint nur einen Mittelwert zu rechnen. Das kann man aber auch aus jeder anderen Kamera erhalten, wenn man hinterher per elektronischer Bildverarbeitung (EBV) einen Rauschfilter drüber laufen lässt. Dies hat dann auch zwei Vorteile: zum einen muss man sich nicht schon bei der Aufnahme entscheiden und zweitens sind die Ergebnisse externer Entrauscher besser als das, was EXR-SN leistet. Immerhin: für Anwender, die keine keine EBV betreiben uns sich evtl. auch überhaupt nicht damit auskennen, sondern die Bilder direkt von der Kamera drucken, ist EXR-SN besser als alles, was die Konkurrenz hat.
Der eigentliche Vorteil von EXR ist der EXR-DR Modus. Die Kamera nimmt gleichzeitig zwei Teilbilder mit unterschiedlichen Belichtungszeiten auf und verrechnet das Bild zu einem mit höherem Dynamikumfang. EXR-Kameras sind in Ihrer Sensorgrösse vom Dynamikumfang her nicht zu schlagen, erst Kameras mit grösseren Sensoren können da mithalten. Der Dynamikumfang der F550EXR mit EXR-DR ist ungefähr vergleichbar mit dem der Canon Powershot S95, welche dafür aber einen grösseren Sensor mit weniger Auflösung benötigt und auch erst mit entsprechender RAW-Entwicklung den entsprechenden Dynamikumfang liefert.
Vorteil Dynamikumfang: bei der SX230 verschwinden Teile des Hauses im Hightlight-Clipping
Eine herausragende Eigenschaft der F550EXR ist der Brennweitenbereich von 24-360mm (entsprechend Kleinbild). Damit sollte man wirklich für jede fotografische Situation bestens gerüstet sein. Leider entstehen aus diesem auf dem Papier traumhaften Brennweitenbereich auch gleich die Hauptnachteile der F550EXR. Zum einen lässt sich dieser Umfang in einem so kleinen Objektiv nicht mehr optisch korrigieren, weshalb die F550EXR - wie viele Mitbewerber auch - auf Korrektur mittels interner Bildbearbeitung setzt. Nun liefert die F550 aber auch RAW-Bilder und glücklicherweise hat Adobe für Camera RAW schnell den entsprechenden Treiber nachgeliefert. Was die Entwicklung dieser RAW's aber hervorbringt, lässt sich nur als gruselig bezeichnen. Das Objektiv verzerrt und vignettiert extrem, die Kamera-Software muss hier Höchstleistungen vollbringen um daraus wieder ansehnliche Bilder zu machen. Ich kann für mich behaupten, einige Erfahrungen im Bereich EBV zu haben. Es ist mir aber nicht gelungen, ein RAW-Bild so gut zu entwickeln wie es die interne JPEG-Engine zustande bringt (was mir bei den meisten Kameras ein leichtes ist). Zum einen zolle ich Fujifilm Respekt für die Leistung, zum anderen zeigt dies aber auch, dass man hier schon deutlich über die Grenzen des machbaren hinausgeschossen ist.
Starke Ecken- und Randunschärfen der F550EXR
Leider offenbaren die extremen Leistungsdaten des Objektivs auch ein anderes Problem: Fuji hat hier ein extremes Problem mit der Fertigungsqualität. Schon bei der F300 war das Problem bekannt, auch wenn mein Exemplar da weitestgehend mängelfrei war. Auch von den Vorgängern F200 und F100 gab es immer wieder Anwenderberichte von Exemplaren mit Randunschärfen. Bei der F550 hat es mich voll erwischt: nachdem mein erstes Exemplar auch extreme Randunschärfen aufwies, habe ich zwei mal umgetauscht, aber alle drei Exemplare hatten in unakzeptablen Maße Randunschärfen. Interssanterweise aber nicht alle gleich, sie traten in unterschiedlichen Ecken und unterschiedlichen Brennweiten auf. Offenbar sind die Fertigungstoleranzen hier sehr hoch. Ich stehe mit mehreren F550 Anwendern in Kontakt (und die Foren sind auch voll davon), ein Besitzer hat seine F500 sage und schreibe zehn Mal umtauschen müssen. Es tauchen auch gelegentlich Exemplare auf, die weitestgehend frei von diesem Problem sind, das sind aber auch in den gängigen Foren sehr selten auftretende Ausnahmen!
Nach diesem Problem ist es eigentlich müßig, über die weiteren Eigenschaften der F550 zu berichten. Und das ist schade. Denn davon abgesehen ist über die F550 überwiegend Gutes zu berichten.
Das Gehäuse ist klein, aber sehr handlich und macht einen wertigen Eindruck. Der Bildschirm ist gross, hell, kontrastreich und bietet einen sehr großen Blickwinkel, so dass er auch in sehr schrägen Winkel gut nutzbar ist. Die F550 ist, abgesehen von der Einschaltgeschwindigkeit - ca. 3 Sekunden sind etwas zu lang - immer sehr schnell in der Bedienung. Der Autofocus begeistert mit einer Geschwindigkeit die eher zu einer DSLR passen würde, und die Auslöseverzögerung ist im nicht wahrnehmbaren Bereich. Die EXR-Automatik wählt meistens sinnvolle Einstellungen und ist somit auch Anfänger-tauglich.
Leider hat die F550 auch wieder die starke Entrauschung der F300 geerbt. Und da sie im Vergleich zur Vorgängerin jetzt auch das RAW-Format beherrscht, zeigt sich auch warum: in dunklen Bildbereichen rauscht der Sensor schon extrem. Auch über RAW-Bearbeitung bekomme ich kein wesentlich besseres Resultat heraus, auch wenn ich persönlich lieber etwas Rauschen stehen lasse und weniger entrausche: das Problem ist nicht - wie von vielen unterstellt - Fuji's vermeintliche Vorliebe für glattgebügelte Bilder. Die Bildsensoren sind hier einfach überfordert. 16 Megapixel ist auch eine Auflösung, die nur von wenigen DSLR's mit ihren erheblich grösseren APS-C oder gar Vollformat-Sensoren übertroffen wird. Auch wenn der Sensor der F550 mit 1/2'' geringfügig grösser ist als die in dieser Klasse üblichen 1/2,33'' Sensoren, wird dieser Vorteil durch die extrem hohe Auflösung kompensiert. Eine Beschränkung auf vielleicht 12 Megapixel hätte hier vielleicht noch helfen können.
Fujifilm bewirbt auch die im Vergleich zur Vorgängerin verbesserte Bildstabilisierung. Bei Volltele war es mit der F300 und dauerhaft eingeschaltetem Stabilisator nicht möglich, unverwackelte Bilder zu machen. Erst mit dem Abschalten des stabilisierten Sucherbildes gelang ein Teil der Aufnahmen.
Zur Erklärung: egal ob bei Stabilisierung über einen beweglichen Sensor (wie bei Fuji) oder über eine Linsengruppe im Objektiv (wie z.B. bei Canon oder Panasonic), es gibt immer ein stabilisierendes Element, welches die Verwackelungen ausgleicht. Wenn dieses sich jetzt bei der Stabilisierung des Sucherbildes schon an einem Anschlag befindet, kann es ggf. die beim Auslösen hinzukommende Verwackelung nicht mehr ausgleichen. Schaltet man die Stabilisierung des Sucherbildes aus, hat man noch Reserven um die eigentliche Aufnahme zu stabilisieren. Bei der F300 behalf ich mir daher damit, bei Teleaufnahmen die Stabilisierung des Sucherbildes auszuschalten. Die F550 kann das nun von alleine: zoomt man weiter an ein Objekt heran, stell man irgendwann fest, dass das Sucherbild unruhig wird. Das macht Sinn, schöner ist das aber bei anderen Herstellern gelöst: bei Panasonic und Canon kann man beruhigt das Sucherbild dauerhaft stabilisieren, die Systeme sind dermassen leistungsfähig dass trotzdem kaum einmal ein Bild verwackelt ist. Hier ist Fuji eindeutig noch nicht auf dem Niveau der Klassenbesten.
Die Bedienung der F550 gehört wiederum zum Besten, was ich kenne. Fuji verzichtet auf unnötigen Schnickschnack in den Menüs, die logisch aufgebaut und immer sehr schnell sind. Ich persönlich komme mit der Menüführung der Fujis (mit Ausnahme der F100) immer noch am besten zurecht und erreiche mein Ziel dort immer schneller als z.B. bei Canon. Lediglich das bei der F550 hinzugekommene Live-Histogramm wurde halbherzig umgesetzt. Man muss es bei jedem Einschlalten erneut im Menü aktivieren, hier wäre ein Firmware-Patch angesagt.
Auch wirbt Fuji mit der Aufnahme von Full-HD Video. Dieses sollte man aber eher als Dreingabe betrachten, die Bildqualität ist nicht auf dem Niveau von Sony, Canon oder Panasonic, immerhin aber besser als bei den vorherigen Fuji F-Modellen. Optischer Zoom während der Videoaufnahme ist möglich, aber man hört den Zoommotor in der Aufnahme deutlich brummen und hinterher sucht der Autofocus verzweifelt pumpend nach dem Bild. Bei schwachen Lichtverhältnissen wird die Filmaufnahme dann viel zu dunkel und damit unbrauchbar. Kurzum: wer seine Compact-Superzoom auch als Ersatz für einen Camcorder nutzen möchte, sollte sich bei anderen Herstellern umsehen.
Testvideo der F550EXR
Zum Schluss noch ein paar Bemerkungen zur Bildqualität. Sie ist eigentlich recht gut. Die F550 macht gut belichtete Bilder mit stimmigen Farben, oftmals gefiel mir das Resultat der F550 besser als das der SX230. Sofern man ein Exemplar ohne Randunschärfen erwischt, stört eigentlich nur die starke Entrauschung in dunklen Bildbereichen. Blitzbilder sind mit der F550 ganz OK, kein Totalausfall aber auch nicht so gut wie die Canon SX230, wobei Canon nach meiner Meinung ohnehin das beste Blitzsystem im Kompaktbereicht hat.
Der Dynamikumfang spielt dank EXR-Technologie im Compact-Superzoom Segment in einer eigenen Liga, die F550 ist um mehr als eine Blendenstufe besser als der nächste Mitbewerber. Im Zusammenhang mit der ausgewogenen Belichtung und den schönen, stimmigen Farben könnte die F550 mit der EXR-Technologie eigentlich ein Kamera sein die auch unerfahrenen Anwendern überwiegend gute Bilder liefert. Sie brilliert in vielerlei Hinsicht: Bedienung, Gehäuse, Belichtung, Farben, Dynamik, Bildschirm, Geschwindigkeit (nach dem Einschalten). Leider bringt sie auch auch zu viele Probleme mit: die Serienstreuung, die einfach zu viele fehljustierte Objektive produziert. Die starke Rauschunterdrückung um das Rauschen des überzüchteten Sensors in den Griff zu bekommen. Der überlastete Stabilisator. Die Probleme beim Video-Zoom.
Was hätte die F550 für eine Kamera werden können. Hätte Fuji sich etwas beschränkt, vielleicht nur 26-320mm, nur 12 Megapixel und die F550 hätte eine Kamera werden können, die man den meisten Anwendern unbedenklich empfehlen hätte können. So kann ich leider niemanden zur F550EXR raten.
Canon Powershot SX230hs
Die SX230 ist die direkte Nachfolgerin meiner letztjährigen Testsiegerin SX210. Die Unterschiede sind relativ schnell aufgezählt, aber wichtig. Die wesentliche Neuerung: auch Canon wechselt jetzt von CCD auf BSI-CMOS Technologie. Bei allen anderen Anbietern - seien es Fujifilm, Panasonic, Samsung oder Sony - ging dieser Technologiewechsel voll nach hinten los. Eine geringfügig bessere Bildqualität bei 400/800 ISO wurde erkauft mit unscharfen, verrauschten Bildern teils mit geringem Dynamikumfang. Daher standen die Changen nicht schlecht, dass auch die SX230 in der Bildqualität nicht mit der Vorgängerin mithalten kann. Vielleicht liegt es daran, dass Canon im Vergleich zu den anderen genannten Anbietern auf sehr viel CMOS Know-How im DSLR-Segment zurückgreifen kann: bei Canon ist der Wechsel zu Kompakt-CMOS absolut gelungen. Das liegt vielleicht auch an der sinnvollen Begrenzung der Anzahl der Sensorpixel auf 12mio. So liefert die SX230 bei ISO 100/200 genau so gute Bilder wie die SX210. Mir scheint sogar, als hätte der neue Sensor einen etwas höheren Dynamikumfang als der Vorgänger, vieleicht knapp eine halbe Blende Vorteil. Es kann aber auch sein, dass die Automatik nur eine andere Tonwertkurve anlegt. Dazu kommt, dass die Belichtungsautomatik im Vergleich zur Vorgängerin oftmals sinnvollere Werte ermittelt. Ab ISO 400 greift dann der Vorteil des BSI-CMOS Sensors, so dass diese Stufe sogar noch recht nutzbar ist. Sogar mit ISO800 lassen sich noch Bilder machen, die mit Einschränkungen verwendbar sind und die ISO1600 Aufnahmen der SX230 sehen besser aus als die ISO800 Aufnahmen der SX210. Mehr kann man aktuell von einer Kompakt-Superzooom nicht verlangen.
Deutlich bessere High-ISO Qualität der SX230hs (rechts)
Der CMOS-Sensor verhilft der SX230 dann auch zu den weiteren Vorteilen, die mit der hohen Auslesegeschwindigkeit dieser Technologie einhergehen. So verfügt die SX230hs, das 'hs' im Namen steht für High-Speed, auch über eine hohe Serienbildgeschwindigkeit und die Möglichkeit, Full-HD Videos aufzuzeichnen.
Die Videoqualität der SX230hs ist so gut, dass für viele ein separater Camcorder überflüssig wird. Nur echte Filmfreunde werden die Anschaffung eines separaten Gerätes zur Filmaufzeichnung noch in Betracht ziehen. Die Videoqualität der SX230, aber auch aktueller Sony oder Panasonic-Modelle, liegt deutlich vor dem, was vor wenigen Jahren noch dedizierte Camcorder abgeliefert haben und sollte für den Alltagsgebrauch mehr als ausreichen.
Bessere Belichtungsautomatik bei der SX230hs (rechts)
Das Objektiv deckt mit 28-392mm wieder den gleichen Brennweitenbereich ab, wie beim letztjährigen Modell. Allerdings hat Canon es geschafft, das Geräusch des Zoommotors noch weiter zu verringern, so daß es bei der Videoaufnahme praktisch nicht mehr hörbar ist. Dazu kommt, dass Canon die Stereo-Mikrophone jetzt von der Oberseite, wie bei der SX210is, an die Vorderseite verlegt hat. Damit nimmt die SX230hs jetzt sinnvollerweise mehr Ton vom Motiv und weniger vom Fotografen auf. Auch macht das Zoomen jetzt mit dem Zoomring jetzt wieder mehr Spaß als der winzige Hebel der SX210.
Die SX230 besitzt ausserdem ein GPS-Modul, um die JPEG-Bilder automatisch mit Geotags zu versehen. Dieses lässt sich in zwei Modi betreiben: zum einen kann es dauern laufen, also auch, wenn die Kamera ausgeschaltet ist. Der Nachteil an dieser Methode ist, dass der Akku sich dann recht schnell entleert, so dass man diese mit Bedacht wählen sollte. Im zweiten Modus ist GPS nur aktiv, wenn die Kamera eingeschaltet ist, was Akkuladung spart. Allerdings hat auch dieser Modus einen Nachteil: nach dem Einschalten der Kamera dauert es normalerweise etwas - das können schon mal 1-3 Minuten sein - bis das GPS-Modul seine Position gefunden hat. Wenn man also die Kamera kurz einschaltet, ein paar Bilder macht und wieder ausschaltet, kann es sein dass die Kamera noch keine Positionsinformationen hat und den Bildern keine Geotags anfügt. Man kann das GPS aber auch völlig ausschalten. Insgesamt wird die GPS-Funktionalität der SX230 viel kritisiert, aber so ist nun mal der Stand der Technik.
Ich nutze das GPS wie folgt: wenn ich an einem neuen Ort bin, z.B. mit der Familie am Strand, dann schalte ich das GPS permanent für ca. 10 Minuten ein und mache am Ende der Zeit ein paar Fotos. Danach schalte es wieder aus. Beim Ablegen der Bilder übertrage ich dann die GPS-Tags auf alle Bilder, die ich dort aufgenommen habe. Mir kommt da zugute, dass ich nicht metergenau wissen muss, wo welches Bild aufgenommen wurde. Der ungefähre Ort reicht mir völlig. Wer nun auf keinen Fall GPS nutzen möchte, kann auch das etwas billigere Modell SX220hs nehmen. Bei einem Aufpreis von nur ca. €10,- würde ich aber immer zur SX230 greifen, auch wenn ich damit nur in ein paar Jahren den Wiederverkaufspreis erhöhe.
Testvideo der SX230hs
Etwas bessere Automatik, bessere Bildqualität bei ISO 400/800, schnelle Serienbilder, leichteres Zoomen, GPS-Tagging: die SX230 ist auf jeden Fall eine etwas bessere Fotokamera als die SX210is. Wenn man schon eine SX210is hat, muss man deswegen nicht unbedingt auf die SX230hs wechseln, so gross sind die Unterschiede nicht. Es sei denn, man möchte eines der Features haben, dann ist die SX230 wiederum nicht so teuer, dass man nicht wechseln sollte.
Full-HD Video, Mikrophone vorne, praktisch lautloser Zoom: die SX230 ist schon eine merklich bessere Videokamera als die SX210. Für die meisten Anwender kann die SX230 eine separate Videokamera ersetzen.
Vergleichsvideo der SX210is
Canon verfolgt die bewährte Praxis, gute Geräte mit der nächsten Gerätegeneration behutsam, aber sinnvoll zu verbessern. Dabei muss man nicht jedes Jahr upgraden, dafür sind die Sprünge nicht gross genug. Auch der Vor-Vorgänger SX200 macht heute noch keine schlechte Figur, ebenso wie man z.B. eine Panasonic Lumix TZ-10 getrost behalten darf. Für mich hat die Summe der Eigenschaften aber ausgereicht, dass ich meine SX210is gegen die SX230hs ausgetauscht habe.
Scheinbar ist Canon aktuell der einzige Anbieter, der CMOS-Prozessoren im Kompakt-Superzoom-Segement sinnvoll einzusetzen weiss. Nach meiner Meinung ist die SX230 ist die SX230hs die zur Zeit beste Kompakt-Superzoom Kamera am Markt.
Samstag, 20. November 2010
Kameratest: Canon Powershot S95
Auch wenn die F200EXR eine sehr gute Kompaktkamera ist, bin ich doch immer auf der Suche ob sich nicht etwas besseres findet. Auch wenn ich mit der Kombination S95 / sx210 keine Kamera mehr für den Bereich unter 28mm Brennweite hätte, gab ich der S95 einen Versuch. Das Ergebnis vorab: nur in ganz wenigen Situationen konnte sich meine bisherige Fujifilm Finepix F200EXR gegen die S95 durchsetzen.
Bedienung
![]() | |
| S95 ISO500 |
Das bewährte Canon Bedienkonzept wurde erweitert um den vorderen Einstellring rund um das Objektiv, vergleichbar mit dem Blendenring älterer SLR-Objektive. Die damit zu steuernde Funktion ist über den ‘Ring Function’ Knopf auf der Oberseite belegbar. Ich habe die Belichtungssteuerung darauf gelegt. Im Zusammenspiel mit dem Live-Histogramm im Display lässt sich damit schnell die Belichtung anpassen, ohne durch irgendwelche Menüs navigieren zu müssen.
Erfreulicherweise ist Canon beim Schnellmenü (Func. Set) zu der alten, guten Bedienbarkeit zurückgekehrt, die man von älteren Canon-Modellen wie der Ixus 960/980 oder G10/11 kennt. Rauf/runter wählt den Parameter aus und links/recht stellt den Wert ein. Das neue Menü der sx200/210, welches wahrscheinlich etwas poppiger aussehen soll, aber im Endeffekt deutlich fummeliger und langsamer zu bedienen ist, bleibt somit S95-Nutzern erspart. Zu hoffen wäre, dass Canon komplett wieder auf dieses Menü wechselt, aber möglicherweise bekommen auch nur die High-End Kameras das alte Menü zurück.
Der Blitz der S95 fährt an der linken Oberseite aus dem Gehäuse heraus, aber im Gegensatz zur sx200/210 nur dann wenn er auch wirklich eingeschaltet wurde.
Die S95 ist extrem klein, passt problemlos in die Hosentasche, fühlt sich dabei aber extrem wertig und stabil an. Zur besseren Handhabung empfehle ich zusätzlich ‘Richard Franiec's Custom S95/S90 Grip’, damit lässt sich die kleine S95 noch einmal wesentlich besser halten.
Bildqualität
Eines der Highlights der S95 ist das lichtstarke Objektiv, ein wesentlicher Vorteil gegenüber der F200EXR. Mit einer Anfangsblende von f2.0 im Weitwinkel, ist es gut 1,5 Blendenstufen lichtstärker als das der F200EXR. In der Praxis heisst das, daß die S95 noch bei ISO320 bleiben kann wenn die F200 schon auf ISO800 gehen muss. Hier bewährt sich auch, dass die S95 auch die drittel ISO-Stufen beherrscht, während die F200 nur die ganzen Stufen kennt. Nebenbei verfügt die S95 über eine richtige Irisblende und bietet damit die Möglichkeit, in feinen Stufen abzublenden, während die F200 nur die Möglichkeit hat, einen ND-Filter einzubringen was man aber tunlichst vermeiden sollte da die Bildqualität sichtlich darunter leidet.Die S95 besitzt einen mit 1/1,7’’ Durchmesser sehr grossen Sensor für eine Kompaktkamera. Nach der von Canon angeführten Megapixel-Hatz beschränkt sich die S95 erfreulicherweise auf sinnvolle 10 Megapixel. Das allein beschert ihr schon eine gute High-ISO Tauglichkeit. Aber auch schon bei unproblematischen Lichtverhältnissen kann sich die S95 schon deutlich von einer typischen Superzoom-Kompaktkamera wie der SX210is mit ihrem 1/2,33’’-Sensor absetzen. Die S95 Gehört von der Bildqualität in die Spitzenklasse der Kompaktkameras, in der sich nur wenige Konkurrenten tummeln wie die LX5, EX1 oder G11.
Auch die Rauschunterdrückung bei höheren ISO’s lässt sich bei der RAW-Entwicklung sehr viel gezielter einsetzen. Und damit erhält man mit der S95 eine Kamera die selbst mit ISO1000-1250 noch nutzbare Resultate abliefert, sofern man diese nicht in Posterformat drucken möchte. Noch einmal zum Vergleich: in einer Situation, bei der die S95 bei f/2 ISO1000 wählen würde, müsste die F200 mit f/3,3 auf ISO3200 gehen. Und während die ISO1000 aus der S95 bei entsprechender RAW-Entwicklung noch durchaus nutzbare Resultate ergeben können, sind die ISO3200 der F200 keine Option.
![]() |
| Indoor Spielpark |
Video
Auch wenn sie keine Video-Expertin ist, so liefert die S95 recht anschauliche Videos in 720p ab. Auch hierbei kommt ihr wieder ihr grosser Sensor mit den entsprechend grossen Sensorpixeln zugute. Dadurch kann die S95 auch bei schwachen Lichtverhältnissen noch brauchbare Videos abliefern. Sogar Zoom bei Video ist möglich, wenn auch nur digital, aber immerhin verlustfrei. Die S95 benötigt für 720p nur ca. ¼ ihrer Sensorfläche. Somit entsteht dadurch, ob nun der gesamte Sensor oder nur die inneren 720*1280 Pixel genutzt werden ein Zoomfakor von ca. 4x, der völlig geräuschlos genutzt werden kann.
![]() |
| Beispielbilder Canon Powershot S95 |
Die Canon Powershot S95 liefert eine hervorragende Bildqualität für eine Kompaktkamera. Dabei ist die S95 so klein, dass man sie immer dabei haben kann. Sie passt sogar noch bequem in die Hosentasche. Ihre direkten Gegner Panasonic Lumix LX5 und Samsung EX1 sind doch schon merklich größer und benötigen die Jackentasche. Dazu besitzt sie hervorragende High-ISO Qualitäten, welche aufgrund der lichtempfindlichen Optik nicht so oft gefordert werden. Ergänzt werden diese Qualitäten noch durch das sehr gute Canon-Blitzsystem. Dieses erhält noch relativ viel von der Lichtstimmung des Motivs, nach meiner Meinung hat Canon in der Kompaktklasse das beste Blitzsystem. Das zusammen macht die S95 zu einer immerdabei-Kamera, die auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch dort sehr gute Ergebnisse liefert, wo die meisten Kompaktkameras aufgeben müssen.
Die S95 ist der perfekte Begleiter für Anlässe, bei denen man keine große Kamera mitschleppen, aber trotzdem sehr gute Bilder machen möchte. Bei einfachen Lichtverhältnissen ist sie ohnehin sehr gut. Die S95 verdient eine klare Kaufempfehlung.
Freitag, 29. Oktober 2010
Testbericht Fujifilm Finepix F300EXR
Nachdem die Samsung WB2000 eine Enttäuschung war, rückte die Canon S95 wieder ins Zentrum meines Interesses. Allerdings hätte ich mit der Kombination S95 und meiner bewährten SX210is keine Kamera mit mehr als 28mm Weitwinkel. Ausserdem nutze ich gerne Kameras unterschiedlicher Hersteller, um einen Vergleich zu haben und nicht markenblind zu werden. Auch wollte ich ungern ganz auf eine Kamera mit Fuji's EXR-Technologie verzichten, der Vorteil beim Dynamikumfang ist schon groß.
Passenderweise brachte Fujifilm gerade die F300EXR auf den Markt, welche von der Spezifikation her einen großartigen Eindruck macht. Wenn diese in der Lage wäre, bei mir die Canon SX210 zu ersetzen, könnte ich die F200 gegen die S95 tauschen und hätte trotzdem noch eine Kamera mit EXR-Technologie und sogar eine mit 24mm Anfangsbrennweite.
Im Netz wurde die F300EXR aber eher niedergemacht, da Fuji diese nicht nur als Nachfolger für die F70/F80 positioniert, sondern auch für die F200. Viele Freunde der F200 hätten sich sicherlich eine nur behutsam verbesserte Nachfolgerin für die F200 gewünscht. Daher war bei vielen die Enttäuschung groß.
Unabhängig von der für viele ungeklärten Nachfolge für die F200, hat Fujifilm mit der F300EXR aber schon sehr viel richtig gemacht. Das beginnt mit dem Gehäuse. Obwohl es komplett aus Kunststoff ist, wirkt es wertig und liegt sehr gut in der Hand. Das schräg gestellte Einstellrad lässt sich gut bedienen. Zusätzlich hat Fujifilm um die Einstellwippe ähnlich wie bei vielen aktuellen Canon-Modellen einen Einstellring positioniert, welcher die Bedienbarkeit weiter verbessert. Auch hat das Gehäuse der F300 einen kleinen Handgriff aus rutschfestem Material und auf der Rückseite eine Daumenablage. Insgesamt ist die F300 erstaunlich handlich und gefällt mir in dieser Hinsicht besser als die SX210.
Ein wirkliches Highlight der F300 ist ihr Objektiv mit einer Brennweite von 24-360mm, mit dem man für den Großteil der fotografischen Situationen bestens gerüstet sein sollte. Leider scheint es bei Fuji wieder eine grössere Serienstreuung bei den Objektiven zu geben, denn im Netz tauchten wie schon bei der F70 und F80 wieder vermehrt Beschwerden über Ecken- und Randunschärfen auf. Meine F300 war jedenfalls diesbezüglich aber völlig in Ordnung.
Ein weiteres neues Feature, mit dem Fujifilm die F300 von der Masse abheben möchte, ist der Phasen-Autofocus, der bei ausreichend Licht den Kontrast-Autofocus ersetzt. Nun gehörte schon die F200 zu den Kompaktkameras mit dem schnellsten Autofocus, aber die F300 konnte in dieser Hinsicht noch mal zulegen und focussiert meistens noch schneller als die F200. Möglich wird dies durch einen neuen EXR-Sensor, der nun auch die Phasensensoren besitzt. Im direkten Vergleich mit der SX210 ist die F300 hier ganz deutlich im Vorteil. Auch bei spontanen Schnappschüssen sass der Fokus der F300 praktisch immer auf Anhieb und so schnell dass man es praktisch nicht mehr wahrnimmt. Die SX210 hingegen braucht dafür merklich länger und gerade bei Schnappschüssen von bewegten Objekten traf die SX210 nicht immer ins schwarze. Bei der F300 hatte ich bei hunderten von Aufnahmen genau eine einzige Fehlfokussierung, was für eine Kompakte ganz hervorragend ist.
Die F300 verfügt über einen im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wesentlich verbesserten Bildschirm, der mit seinem hohen Kontrast und der geringen Blickwinkelabhängigkeit auch besser ist als das Gegenstück der SX210.
Der Zoommotor der F300 ist schnell und gut dosierbar. Überhaupt ist die F300 in jeder Situation schnell. Menü, Fokussierung, Zoom, Bildspeicherung: die F300 macht mit ihrer hohen Geschwindigkeit viel Freude. Das etwas altbackene Menü der Fuji’s wird zwar regelmässig kritisiert, mit der schnörkellosen Bedienung komme ich persönlich aber besser zurecht als mit der neuen Generation der Canon-Menüführung. Gerade das f-Tasten Menü bietet in jeder Situation direkt die sinnvollen Einstellungen an.
Bei der Bildqualität ergibt sich ein gemischtes Bild. Zunächst hat Fuji eine höhere Farbtemperatur gewählt, als bei den Vorgängern. Zwar gehören damit die teilweise blaustichigen Bilder der Vorgänger der Vergangenheit an, leider ist Fuji aber etwas über das Ziel hinaus geschossen und die Bilder werden nun manchmal etwas rotstichig. Die goldene Mitte wäre hier das Optimum gewesen, insgesamt gefallen mir die Farben der F300 aber besser als die der F200 und auch besser als die der SX210. Zwar lässt sich an der SX210 fast jeder Aspekt der Farben konfigurieren, dies muss das dann aber pro Situation immer mal wieder anpassen.
Leider auch über das Ziel hinaus geschossen ist Fuji mit der Rauschunterdrückung und baut behoben geglaubte Fehler wieder ein. Bei meinem Testbericht der Finepix F100fd hatte ich damals die übertriebene Rauschunterdrückung kritisiert, welche auch der Hauptgrund war weshalb ich sie zurückgab. Bei der F200 ging Fuji den umgekehrten Weg und setzte die Rauschunterdrückung für meinen Geschmack fast schon zu sparsam ein. Da die kleinen Fuji’s aber kein RAW liefern macht das Sinn, denn bei zu geringer Rauschunterdrückung kann man immer noch am Desktop nachbessern, was umgekehrt ja nicht möglich ist. Die Rauschunterdrückung der F300 ist noch stärker als jene der F100 und schlägt sogar schon bei ISO100 in den Schatten sichtbar zu. Ab ISO400 fällt die F300 dann noch mal deutlich ab, die Rauschunterdrückung schlägt hier gnadenlos zu, und liefert in Zusammenarbeit mit weiteren Bildoptimierungsverfahren einen sehr künstlich und überprozessierten Bildeindruck.
Beim Dynamikumfang schlägt dann dank EXR-Technologie die grosse Stunde der F300. Im direkten Vergleich mit der SX210 zeigt die F300 mehr Zeichnung sowohl in den Schatten, als auch in den Lichtern. Mit dem EXR-DR Modus hat Fuji ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Auch den Bildstabilisator will Fuji verbessert haben, was bei einem Objektiv von dieser Brennweite im Telebereich auch notwendig ist. Von einer Verbesserung war aber wenig zu spüren. Bei Volltele gelang es mir zunächst überhaupt nicht, ein unverwackeltes Bild freihand zu schiessen. Zum Vergleich: mit der SX210 gelingen mir bei 392mm die meisten Bilder freihand bis zu ¼ Sekunde, ab ungefähr 1/16 sind dann mit der SX210 alle Bilder unverwackelt.
Erst mit Abschalten der Stabilisierung des Sucherbildes, gelangen die freihand Bilder bei Volltele bis ungefähr zu 1/60 Sekunde. Wenn das ausgleichende Element bereits für die Stabilisierung des Sucherbildes am Anschlag ist, verbleiben eben keine Reserven mehr um beim Auslösen noch weiter zu stabilisieren. Das können nicht nur Canon, sondern auch z.B. Panasonic deutlich besser, die im Gegensatz zu Fuji nicht den Sensor sondern das Objektiv stabilisieren.
Auch beim Blitzen macht die SX210 ein besseres Bild als die F300, bei der die Bilder immer etwas totgeblitzt aussehen. Nun blitzt die F300 nicht wirklich schlecht, aber die SX210 schafft es besser, auch bei Blitzbildern noch etwas von der vorhandenen Lichtstimmung einzufangen.
Die Videofunktionalität der F300 ist leider ein ganz dunkles Kapitel. Zwar zeichnet die F300 HD-Video mit 720p auf, die Videos sehen aber aus als hätte man die VGA-Videos der F200 einfach nur auf 720p hochgerechnet. Auch wird der Autofokus der F300 beim Filmen in der Bewegung und beim Zoomen nachgeführt, was allerdings so schlecht funktioniert, dass man die Funktion eigentlich überhaupt nicht bewerben dürfte. Der Motor des Objektivs arbeitet so laut, dass Fuji eine Option anbietet, das Mikrophon während des Zoomes abzuschalten weil man den Zoommotor ansonsten sehr laut in der Aufnahme hört. Nach dem Zoomen pumpt dann der Autofocus lange herum, bis er endlich wieder einmal scharf stellt, und auch das gelingt ihm dann nicht immer. Manchmal bleibt die Filmaufnahme auch fehlfokussiert und die F300 sieht keine Veranlassung, etwas daran zu ändern. Insgesamt lässt sich die Videofunktionaliät bei der F300 wie schon bei den vorherigen Fujifilm Kameras aus der F-Serie wieder nur als schwache Dreingabe bezeichnen.
Am Ende ist es enttäuschend, daß Fujifilm es trotz so vieler guter Ansätze nicht geschafft hat, daraus eine gute Kamera zu bauen. Was nützen das tolle Objektiv und der im Kompaktbereich einmalige Phasen-Autofocus, wenn die Software der Kamera im Postprocessing die Bilder verschlimmbessert. Bis ISO200 geht die Bildqualität noch in Ordnung, muss sich aber ausser beim Dynamikumfang der SX210 geschlagen geben. Dabei ist es mir unverständlich, warum die F300 solch starke Rauschunterdrückung betreibt. Im Vergleich zur SX210 besitzt sie einen größeren Sensor, auf dem sich eine etwas kleinere Pixelanzahl befindet. Die daraus grösseren Sensorpixel sollten einer Rauschneigung entgegenwirken. Haben sich bei Fuji die Liebhaber glattgebügelter Bilder durchgesetzt und betreiben die übertriebene Rauschunterdrückung ohne Not, oder ist Fuji mit seiner eigenen Sensorentwicklung dermassen weit hinter den Mitbewerb zurückgefallen, das die EXR-Sensoren trotz physikalisch besserer Vorraussetzungen bzgl. der Pixelgrösse so viel mehr Rauschen, dass diese extreme Rauschunterdrückung notwendig ist?
Mir kann die F300 meine SX210 auf keinen Fall ersetzen, schon alleine wegen der schlechteren Bildqualität, aber auch wegen des unbrauchbaren Videomodus’. Im Gegensatz zur WB2000 würde ich die F300 jetzt nicht als Totalausfall einstufen. Wer überwiegend bei Sonne fotografiert, wem der schnelle Autofokus, der hohe Dynamikumfang und das Objektiv mit einem unschlagbarem Brennweitenbereich mehr Wert ist als eine gute Bildqualität und wer den Videomodus nicht wirklich benutzt, der kann mit der kleinen Fuji recht zufrieden sein.
Wenn man aber überlegt, was bei den vielen guten Ansätzen aber aus der F300 hätte werden können, kann man nur sagen: schade Fuji, wirklich schade.
Passenderweise brachte Fujifilm gerade die F300EXR auf den Markt, welche von der Spezifikation her einen großartigen Eindruck macht. Wenn diese in der Lage wäre, bei mir die Canon SX210 zu ersetzen, könnte ich die F200 gegen die S95 tauschen und hätte trotzdem noch eine Kamera mit EXR-Technologie und sogar eine mit 24mm Anfangsbrennweite.Im Netz wurde die F300EXR aber eher niedergemacht, da Fuji diese nicht nur als Nachfolger für die F70/F80 positioniert, sondern auch für die F200. Viele Freunde der F200 hätten sich sicherlich eine nur behutsam verbesserte Nachfolgerin für die F200 gewünscht. Daher war bei vielen die Enttäuschung groß.
Unabhängig von der für viele ungeklärten Nachfolge für die F200, hat Fujifilm mit der F300EXR aber schon sehr viel richtig gemacht. Das beginnt mit dem Gehäuse. Obwohl es komplett aus Kunststoff ist, wirkt es wertig und liegt sehr gut in der Hand. Das schräg gestellte Einstellrad lässt sich gut bedienen. Zusätzlich hat Fujifilm um die Einstellwippe ähnlich wie bei vielen aktuellen Canon-Modellen einen Einstellring positioniert, welcher die Bedienbarkeit weiter verbessert. Auch hat das Gehäuse der F300 einen kleinen Handgriff aus rutschfestem Material und auf der Rückseite eine Daumenablage. Insgesamt ist die F300 erstaunlich handlich und gefällt mir in dieser Hinsicht besser als die SX210.
Ein wirkliches Highlight der F300 ist ihr Objektiv mit einer Brennweite von 24-360mm, mit dem man für den Großteil der fotografischen Situationen bestens gerüstet sein sollte. Leider scheint es bei Fuji wieder eine grössere Serienstreuung bei den Objektiven zu geben, denn im Netz tauchten wie schon bei der F70 und F80 wieder vermehrt Beschwerden über Ecken- und Randunschärfen auf. Meine F300 war jedenfalls diesbezüglich aber völlig in Ordnung.
Ein weiteres neues Feature, mit dem Fujifilm die F300 von der Masse abheben möchte, ist der Phasen-Autofocus, der bei ausreichend Licht den Kontrast-Autofocus ersetzt. Nun gehörte schon die F200 zu den Kompaktkameras mit dem schnellsten Autofocus, aber die F300 konnte in dieser Hinsicht noch mal zulegen und focussiert meistens noch schneller als die F200. Möglich wird dies durch einen neuen EXR-Sensor, der nun auch die Phasensensoren besitzt. Im direkten Vergleich mit der SX210 ist die F300 hier ganz deutlich im Vorteil. Auch bei spontanen Schnappschüssen sass der Fokus der F300 praktisch immer auf Anhieb und so schnell dass man es praktisch nicht mehr wahrnimmt. Die SX210 hingegen braucht dafür merklich länger und gerade bei Schnappschüssen von bewegten Objekten traf die SX210 nicht immer ins schwarze. Bei der F300 hatte ich bei hunderten von Aufnahmen genau eine einzige Fehlfokussierung, was für eine Kompakte ganz hervorragend ist.
Die F300 verfügt über einen im Gegensatz zu den Vorgängermodellen wesentlich verbesserten Bildschirm, der mit seinem hohen Kontrast und der geringen Blickwinkelabhängigkeit auch besser ist als das Gegenstück der SX210.
Der Zoommotor der F300 ist schnell und gut dosierbar. Überhaupt ist die F300 in jeder Situation schnell. Menü, Fokussierung, Zoom, Bildspeicherung: die F300 macht mit ihrer hohen Geschwindigkeit viel Freude. Das etwas altbackene Menü der Fuji’s wird zwar regelmässig kritisiert, mit der schnörkellosen Bedienung komme ich persönlich aber besser zurecht als mit der neuen Generation der Canon-Menüführung. Gerade das f-Tasten Menü bietet in jeder Situation direkt die sinnvollen Einstellungen an.
Bei der Bildqualität ergibt sich ein gemischtes Bild. Zunächst hat Fuji eine höhere Farbtemperatur gewählt, als bei den Vorgängern. Zwar gehören damit die teilweise blaustichigen Bilder der Vorgänger der Vergangenheit an, leider ist Fuji aber etwas über das Ziel hinaus geschossen und die Bilder werden nun manchmal etwas rotstichig. Die goldene Mitte wäre hier das Optimum gewesen, insgesamt gefallen mir die Farben der F300 aber besser als die der F200 und auch besser als die der SX210. Zwar lässt sich an der SX210 fast jeder Aspekt der Farben konfigurieren, dies muss das dann aber pro Situation immer mal wieder anpassen.
Leider auch über das Ziel hinaus geschossen ist Fuji mit der Rauschunterdrückung und baut behoben geglaubte Fehler wieder ein. Bei meinem Testbericht der Finepix F100fd hatte ich damals die übertriebene Rauschunterdrückung kritisiert, welche auch der Hauptgrund war weshalb ich sie zurückgab. Bei der F200 ging Fuji den umgekehrten Weg und setzte die Rauschunterdrückung für meinen Geschmack fast schon zu sparsam ein. Da die kleinen Fuji’s aber kein RAW liefern macht das Sinn, denn bei zu geringer Rauschunterdrückung kann man immer noch am Desktop nachbessern, was umgekehrt ja nicht möglich ist. Die Rauschunterdrückung der F300 ist noch stärker als jene der F100 und schlägt sogar schon bei ISO100 in den Schatten sichtbar zu. Ab ISO400 fällt die F300 dann noch mal deutlich ab, die Rauschunterdrückung schlägt hier gnadenlos zu, und liefert in Zusammenarbeit mit weiteren Bildoptimierungsverfahren einen sehr künstlich und überprozessierten Bildeindruck.
Beim Dynamikumfang schlägt dann dank EXR-Technologie die grosse Stunde der F300. Im direkten Vergleich mit der SX210 zeigt die F300 mehr Zeichnung sowohl in den Schatten, als auch in den Lichtern. Mit dem EXR-DR Modus hat Fuji ein echtes Alleinstellungsmerkmal.
Vorteile beim Dynamikumfang der F300 (links) vs. SX210 (rechts)
Auch den Bildstabilisator will Fuji verbessert haben, was bei einem Objektiv von dieser Brennweite im Telebereich auch notwendig ist. Von einer Verbesserung war aber wenig zu spüren. Bei Volltele gelang es mir zunächst überhaupt nicht, ein unverwackeltes Bild freihand zu schiessen. Zum Vergleich: mit der SX210 gelingen mir bei 392mm die meisten Bilder freihand bis zu ¼ Sekunde, ab ungefähr 1/16 sind dann mit der SX210 alle Bilder unverwackelt.
Erst mit Abschalten der Stabilisierung des Sucherbildes, gelangen die freihand Bilder bei Volltele bis ungefähr zu 1/60 Sekunde. Wenn das ausgleichende Element bereits für die Stabilisierung des Sucherbildes am Anschlag ist, verbleiben eben keine Reserven mehr um beim Auslösen noch weiter zu stabilisieren. Das können nicht nur Canon, sondern auch z.B. Panasonic deutlich besser, die im Gegensatz zu Fuji nicht den Sensor sondern das Objektiv stabilisieren.
Auch beim Blitzen macht die SX210 ein besseres Bild als die F300, bei der die Bilder immer etwas totgeblitzt aussehen. Nun blitzt die F300 nicht wirklich schlecht, aber die SX210 schafft es besser, auch bei Blitzbildern noch etwas von der vorhandenen Lichtstimmung einzufangen.
Die Videofunktionalität der F300 ist leider ein ganz dunkles Kapitel. Zwar zeichnet die F300 HD-Video mit 720p auf, die Videos sehen aber aus als hätte man die VGA-Videos der F200 einfach nur auf 720p hochgerechnet. Auch wird der Autofokus der F300 beim Filmen in der Bewegung und beim Zoomen nachgeführt, was allerdings so schlecht funktioniert, dass man die Funktion eigentlich überhaupt nicht bewerben dürfte. Der Motor des Objektivs arbeitet so laut, dass Fuji eine Option anbietet, das Mikrophon während des Zoomes abzuschalten weil man den Zoommotor ansonsten sehr laut in der Aufnahme hört. Nach dem Zoomen pumpt dann der Autofocus lange herum, bis er endlich wieder einmal scharf stellt, und auch das gelingt ihm dann nicht immer. Manchmal bleibt die Filmaufnahme auch fehlfokussiert und die F300 sieht keine Veranlassung, etwas daran zu ändern. Insgesamt lässt sich die Videofunktionaliät bei der F300 wie schon bei den vorherigen Fujifilm Kameras aus der F-Serie wieder nur als schwache Dreingabe bezeichnen.
High-ISO der F300 im Vergleich mit der SX210 (rechts)
Am Ende ist es enttäuschend, daß Fujifilm es trotz so vieler guter Ansätze nicht geschafft hat, daraus eine gute Kamera zu bauen. Was nützen das tolle Objektiv und der im Kompaktbereich einmalige Phasen-Autofocus, wenn die Software der Kamera im Postprocessing die Bilder verschlimmbessert. Bis ISO200 geht die Bildqualität noch in Ordnung, muss sich aber ausser beim Dynamikumfang der SX210 geschlagen geben. Dabei ist es mir unverständlich, warum die F300 solch starke Rauschunterdrückung betreibt. Im Vergleich zur SX210 besitzt sie einen größeren Sensor, auf dem sich eine etwas kleinere Pixelanzahl befindet. Die daraus grösseren Sensorpixel sollten einer Rauschneigung entgegenwirken. Haben sich bei Fuji die Liebhaber glattgebügelter Bilder durchgesetzt und betreiben die übertriebene Rauschunterdrückung ohne Not, oder ist Fuji mit seiner eigenen Sensorentwicklung dermassen weit hinter den Mitbewerb zurückgefallen, das die EXR-Sensoren trotz physikalisch besserer Vorraussetzungen bzgl. der Pixelgrösse so viel mehr Rauschen, dass diese extreme Rauschunterdrückung notwendig ist?
Mir kann die F300 meine SX210 auf keinen Fall ersetzen, schon alleine wegen der schlechteren Bildqualität, aber auch wegen des unbrauchbaren Videomodus’. Im Gegensatz zur WB2000 würde ich die F300 jetzt nicht als Totalausfall einstufen. Wer überwiegend bei Sonne fotografiert, wem der schnelle Autofokus, der hohe Dynamikumfang und das Objektiv mit einem unschlagbarem Brennweitenbereich mehr Wert ist als eine gute Bildqualität und wer den Videomodus nicht wirklich benutzt, der kann mit der kleinen Fuji recht zufrieden sein.
Wenn man aber überlegt, was bei den vielen guten Ansätzen aber aus der F300 hätte werden können, kann man nur sagen: schade Fuji, wirklich schade.
Montag, 18. Oktober 2010
Samsung WB2000 im Test
Durch gute Berichte in Foren bin ich auf die Samsung WB2000 aufmerksam geworden. Ein Weitwinkel von 24mm, dabei eine Eingangsblende von f/2,4. Der Sensor ist mit 1 / 2,33'' zwar so klein wie sonst die Sensoren bei Superzoom-Kameras, aber immerhin begrenzt Samsung die Auflösung auf 10mp. Und da es sich um einen Backlight Illumnated CMOS Sensor (BSI) handelt, bestand die Hoffnung dass er in Verbindung mit der lichtempfindlichen Optik ordentliche Lowlight-Fähigkeiten bietet. Dazu sind die CMOS-Sensoren wesentlich schneller, so daß Samsung mit HighSpeed Fähigkeiten wirbt, d.h. die Kamera ist in der Lage sehr viele Serienbilder in Folge aufzunehmen so dass man hinterher das beste aussuchen kann, was bei Sportaufnahmen natürlich sehr nützlich ist. Auch wird diese Eigenschaft benutzt, um direkt in der Kamera HDR (High-Dynamik-Range) Bilder zu erzeugen. Hierzu macht die WB2000 kurz nacheinander zwei Bilder in Folge mit unterschiedlicher Belichtung und rechnet diese zu einem zusammen um Motive mit starken hell/dunkel-Unterschieden korrekt abzubilden.Das Metallgehäuse der WB2000 macht einen sehr wertigen Eindruck und ist sehr griffig. Als nette Spielerei hat Samsung zwei analoge Anzeigen für Batterie und Speicherplatz auf der Oberseite angebracht. Diese sind nicht wirklich nützlich, aber mir haben sie gut gefallen.
Die WB2000 nimmt sogar Full HD-Video in wirklich guter Qualität auf, und als Extra ist es sogar möglich, während der Videoaufnahme gleichzeitig in voller Auflösung Fotos zu schiessen. Die Videoqualität möchte ich als sehr gut einstufen.
Am Ende ist das entscheidende Kriterium bei einer Kamera aber die Bildqualität. Bei ersten Test unter unkritischen Bedingungen war die WB2000 noch unauffällig, nur eine im Vergleich zur F200 geringere Dynamik war leicht auffällig. Bei Aufnahmen mit Available Light, also bei schwachen Lichtverhältnissen ohne Blitz, machte sich die WB2000 dann das erste Mal negativ bemerkbar. Solange die WB2000 im Weitwinkel bei 24mm bleiben kann, hat sie noch den Vorteil des lichtempfindlicheren Objektivs mit f/2,4, mit dem Sie meistens eine ISO-Stufe unter der der F200 bleiben kann. Sobald die WB2000 aber ISO400 oder mehr erreicht, fällt sie durch ein starkes Farbrauschen auf. Auch darf man aufgrund der guten Lichtempfindlichkeit im Weitwinkel bei 24mm nicht darauf schliessen, dass die WB2000 nun über ein besonders lichtempfindliches Objektiv verfügt. Die WB2000 verfügt über recht wenige Zoom-Stufen. Nach 24mm ist der nächste Halt gleich bei 28mm und da liegt die Offenblende schon bei f/3. Das ist wirklich kein schlechter Wert, zum Vergleich: die F200 ist dort bei 3,3 und die SX210 bei 3,1. Allerdings ist der Vorteil zu gering um in der Praxis einen Unterschied zu machen. Somit muss die WB2000 ab 28mm mit den gleichen ISO-Stufen genutzt werden, wie die meisten anderen Kameras in dem Segment auch, wobei sich spätestens ab ISO400, teilweise schon ab ISO320 ein unangenehmes Farbrauschen bemerkbar macht.
Extremes Farbrauschen schon bei ISO400 (mittlerer Bereich unkenntlich gemacht)
Highlight-Clipping und abgesoffene Schatten der WB2000
Mein Fazit lautet dann auch: Hände weg von dieser Kamera. Trotz einiger Highlights wie dem guten Schneider-Kreuznach-Objektiv, der guten Video-Funktionalität sowie dem wertigen und griffigen Gehäuse hat Samsung es nicht geschafft, daraus ein gutes Gesamtsystem herzustellen. Die Schwächen im Bereich Dynamikumfang, Farbrauschen und Software machen die guten Ansätze zunichte. Ich zumindest habe noch nie so schnell vom Rückgaberecht gebrauch gemacht und die Kamera umgehend zurück geschickt.
Dienstag, 23. Februar 2010
Firefox Extension JumpStart
Eines der Features, an das ich mich bei Chrome und Safari gewöhnt habe, ist die Topsites-Darstellung. Das ist eine Ansicht, in der die meistbenutzten Seiten beim Öffnen eines neuen Fensters als Miniatur angeboten werden. Seit dem benutze ich die Lesezeichen-Leise oben am Fenster für Schnellzugriffe nicht mehr und habe mehr Platz für die eigentliche Seitendarstellung.
Leider hat der Firefox dieses Feature nicht. Aber das gute am Firefox ist, dass es für alles eine Extension gibt und so lässt sich jetzt auch die topsites:// Darstellung nachrüsten via JumpStart.
Erhältlich direkt auf der Seite des Autors.
Abonnieren
Posts (Atom)
ANC Over-Ear Anwenderbericht: Sony WH-1000XM5 vs WH-1000XM4 vs Sennheiser Momentum 4
Dies ist kein vollständiger Test, sondern nur eine Sammlung von Punkten, die mir beim Vergleichen der drei Kopfhörer aufgefallen sind und di...
-
Nach der E-M10 ging als nächstes ein Modell der Panasonic Lumix G Serie an den Start. Da ich auf der Suche nach etwas handlichem war und ...
-
Neben der Sony a6000 war die E-M10 dieses Jahr eine der bestbewerteten spielgellosen Systemkameras. Grund genug zu testen, ob sie mir al...
-
Der Test zog sich am Ende fast über ein Jahr, in dem ich die verschiedenen Kameras mal mehr, mal weniger getestet habe. Das Ergebnis bezieh...




















































