Donnerstag, 28. Januar 2010

GameClassic: Kingdom Hearts (PS2, 2002)



„Starting a journey may not be so hard, or maybe it already has begun“. Disney trifft Final Fantasy, das hebt natürlich die Erwartungshaltung. Square hat mit Kingdom Hearts ein Action Adventure entwickelt in dem diese beiden Welten aufeinander treffen. Im Laufe seiner Abenteuer trifft der junge Held Sora auf viele Charaktere aus dem Disney Universum, aber es gibt auch ein Wiedersehen mit Helden aus Final Fantasy 7 und 8.
Sora, ein Junge im typischen Square Stachelhaar-Look, lebt mit seinen Freunden Rikku und Kairi auf einer malerischen Südseeinsel und die Freunde schmieden Pläne wie sie dieses Paradies verlassen und die große weite Welt erkunden können. „There are many worlds, but all share the same sky“. Parallel herrscht Aufregung in einem Königreich auf einer ganz anderen Welt. König Micky Maus ist verschwunden! Hofzauberer Donald und der getreue Krieger Goofy machen sich auf die Suche. Als Hinweis wissen sie, daß sie den Träger des sogenannten Schlüsselschwertes finden müssen.
Dann überschlägt sich auf einmal die Handlung. Sora's Welt wird von dunklen Schattenwesen überfallen, wie sich später herausstellt handelt es sich um die Herzlosen. Diese übernehmen eine Welt nach der anderen und lassen diese im Dunkel verschwinden. Kurz bevor Sora zusammen mit seiner Welt verloren geht, erscheint ihm auf einmal das Schlüsselschwert, mit dem er sich vor den Angreifern retten kann. Während seine Welt verschwindet, landet Sora in Traverse Town, einer Stadt in der sich viele finden die den Untergang ihrer Welt überlebt haben. Dort trifft Sora auf Donald und Goofy die beschließen, zusammen König Micky und Sora's Freunde Rikku und Kairi zu finden. Sie steigen zusammen in Donalds und Goofy's Raumschiff, den Gumi-Jet und beginnen Ihre abenteuerliche Reise durch das Disney-Universum. Dabei landen sie unter anderen bei Aladdin in Agrabah, unter dem Meer bei Arielle, im Wunderland von Alice oder bei Peter Pan.
Kingdom Hearts ist ein klassisches 3D Action Adventure, welches die umfangreiche Story teilweise in Spielegrafik und teilweise in Rendersequenzen weitererzählt. Diese gehören dann auch gleich zu den besten, die Square bis dahin herausgebracht hat. Auch die Musik ist ein Traum, eine Mischung aus bekannten Disney-Themen und wunderschönen neuen Kompositionen, bei denen sich die Anschaffung der (doppel-)Audio-CD absolut lohnt.
Kaum ein Spiel fiehl mir so schwer zu bewerten wie dieses. Die Geschichte ist wunderschön erzählt, die Charaktere sind klasse, die Guten sind liebenswert, das Setting ist toll, die Architektur ist fantastisch, die Musik ist wundervoll. Alleine den Vorspann könnte ich mir immer wieder ansehen. Die Story hat absolut Final Fantasy Niveau, wer das kennt weiß, daß es dort immer um Treue, Freundschaft und Heldenmut in ausweglosen Situationen geht. Dabei sind die Charaktere nie eindimensional. Von daher hätte es eigentlich ein 100% Spiel werden müssen.
Leider hat Kingdom Hearts ein paar Designpatzer, die nicht hätten sein müssen. Teilweise werden einem einfach zu große Mengen an Gegnern entgegengeworfen, und zwar fast jedes Mal wieder wenn man einen Ort betritt (nur bei kurzen Ortswechseln wird man davon verschont). Auch sind viele Sprungpassagen unglücklich, häufig muß man millimetergenau springen, was bei der nicht ganz perfekten Steuerung teilweise etwas nervig ist. Die Speicherpunkte sind manchmal zu weit auseinander und vor Endgegnern, die man teilweise nur mit viel Glück beim 5ten Anlauf schafft sind lange Rendersequenzen und Hüpfpassagen, die man dann immer wieder anschauen muß und nicht abbrechen darf. Und viele Passagen sind einfach viel zu groß. Endlos große Level mit unendlichen Gegnermengen. Da man sich gerade anfangs schwer orientieren kann, läuft man dann ein bischen hin- und her und kriegt die endlosen Gegnerhorden gleich nochmal serviert.
Wirklich schwach sind die Flüge im Gumi-Jet zwischen den Welten. Vor vielen Jahren gab es schon Shareware-Spiele, die um Lichtjahre besser sind. Es wirkt fast, als hätte man da noch ungenutzte und unfertige Codereste recyclen wollen.
Das wiegt aber alles nicht so schwer. Insgesamt hat Kingdom Hearts ganz viele wundervolle Seiten, die es zu einem der schönsten Spiele überhaupt machen. Es macht einen riesen Spass, Seite an Seite mit den Disney-Figuren gegen die Herzlosen zu kämpfen. Und für alle Final Fantasy Fans gibt es ein freudiges Wiedersehen mit alten Bekannten. Die Welten sind schön designt, die Geschichte zieht einen in den Bann, die Grafik ist stimmungsvoll und die Musik ein Traum. Trotz einiger Schnitzer in der Spielbarkeit ist Kingdom Hearts eines der schönsten Videospiele.

Spielzeit: ca. 45h
Mein Rating: 91%

Dienstag, 5. Januar 2010

GoodSync für Mac in beta



Die Daten von meinem Mac und meinem PC synchronisiere ich über eine externe Festplatte. Dazu benutze ich auf dem Mac ChronoSync und auf dem PC GoodSync. Dabei ist GoodSync das einzige PC-Programm, welches mir besser als seine Mac-Pendants gefällt. Sowohl die Performance, als auch der Funktionsumfang und die Bedienbarkeit gefallen mir bei GoodSync besser als bei ChronoSync.
Aber jetzt zeichnet sich eine Lösung ab: von GoodSync gibt es mittlerweile eine beta-Version für den Mac, erhältlich unter

   http://www.goodsync.com/mac.html

Eine Bewertung schiebe ich noch auf, bis ein Release verfügbar ist. Aber ein erster Test zeigte nur ein paar kleine Schönheitsfehler, die eigentliche Engine verrichtet ihre Arbeit bereit hervorragend.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Calibre eBook Management



Die Sony eBook-Reader gehören bezüglich der Formatunterstützung zu den flexibelsten Geräten am Markt. In Ermangelung nutzungsverhindernder Maßnahmen wie teilweise bei anderen Geräten reicht es aus, Dokumente in einem unterstützten Format via USB an die richtige Stelle zu kopieren und es steht zur Verfügung. Dazu liefert Sony auch die rudimentäre eBook Reader Software, die aber im wesentlichen dazu taugt, eBooks mit DRM auf das Gerät zu bekommen.
Für alles andere bietet sich Calibre an, es ist eine tolle Lösung um eine Vielzahl von Inhalten auf den eBook-Reader zu bekommen. Calibre ist in der Lage, eine grosse Anzahl von Formaten zu konvertieren. So kann man z.B. längere Artikel im Web in ePub zu konvertieren, und vieles mehr. Damit ist Calibre die Software der Wahl, wenn es darum geht, Inhalte die von Haus aus nicht in einem kompatiblen vorliegen, passend zu machen.
Nett ist ausserdem die Funktion, passende Metadaten aus dem Web zu ergänzen. Gerade jetzt um die Weihnachtszeit werden viele eBooks als PDF verschenkt oder liegen Zeitschriften bei. Calibre kann die zugehörigen Metadaten automatisch ergänzen (s. Screenshot).
Calibre wurde in Java entwickelt und ist als Donationware verfügbar für Mac, Linux und Windows unter calibre-ebook.com.

Dienstag, 15. Dezember 2009

eBook Reader Vergleich



Jede Urlaubsreise beginnt bei mir mit einer bestimmten Problemstellung. Da ich nicht sicher bin, was ich gerne lesen möchte, schleppe einen eigenen Koffer mit einer kleinen Auswahl an "will-ich-mal-lesen-wenn-ich-denn-mal-Zeit-habe" Büchern mit. Und meine Frau macht regelmässig Witze darüber.
Aber kein Problem, für dessen vermeintliche Lösung sich nicht ein Gadget kaufen lässt. Ein eBook-Reader fasst tausende von Büchern und könnte den Bücherkoffer nächstes Mal ersetzen. Und ausserdem kann ich wieder viel Spass bei der Geräteauswahl haben.
Amazons Kindle ist jetzt auch in Deutschland erhältlich, lässt sich aber nur mit Büchern aus dem hauseigenen Angebot befüllen. Und das ist praktisch nur in Englisch erhältlich. Nun lese ich recht viel in Englisch, möchte mich aber in Zukunft nicht ausschliesslich darauf beschränken. Deutsche eBooks gibt es z.B. bei Libri.de oder Thalia. Dort werden als passende eBook-Reader die Modelle PRS-505 und PRS-600 von Sony angeboten. Beide sind sehr offen was die Formatauswahl angeht. Insbesondere verstehen sie das verbreitete EPUB-Format, in dem viele Klassiker frei verfügbar sind. PDF beherrschen beide auch, und im Gegensatz zum Kindle können sie PDF-Dokumente auch neu umbrechen und vergrössern.
Blieb nur noch die Frage, welches der beiden Modelle es werden soll. Der PRS-600 wird weitestgehend über den Touch-Screen bedient und bietet einige nette Features. Man kann direkt über den Touch-Screen Anmerkungen in die Bücher schreiben und ihn sogar als Notizblock benutzen. Leider ist das Gerät dabei dermassen lahm, dass es einfach keinen Spass macht. Es ist halt so, dass man mit dem Stylus etwas malt und das Bild danach mit merklicher Verzögerung erscheint. Hier hätte etwas mehr Motorleistung wohl gut getan.
Das K.O-Kriterium ist für mich aber der Bildschirm. Der Kontrast ist selbst bei optimaler Beleuchtung deutlich niedriger, als beim Vorgänger PRS-505. Und es wird schlimmer, wenn das Licht in ungünstigem Winkel einfällt. Das Display spiegelt nämlich unangenehm, so dass ich ständig nach einem passenden Winkel suchte. Ein eBook-Reader ist nun einmal hauptsächlich zum Lesen da, und dafür ist der PRS-505 eindeutig besser geeignet.
Dazu kommt noch der Preisunterschied: der 505 wird derzeit für € 199,- angeboten, und darin ist schon ein Lederumschlag enthalten. Der 600er kommt für € 299,- daher, und der Lederumschlag kostet incl. Porto noch mal ca. € 40,- extra. Das hätte ich ausgegeben, wenn die Touch-Funktionalität und das Display brauchbar wären. So ist es aber der PRS-505 geworden.

Donnerstag, 26. November 2009

PDF's zusammenfügen via Automator



Angetrieben hat mich die Überlegung, wie ich möglichst viele Inhalte auf einen eBook-Reader bekomme. Längere Artikel im Web lassen sich in ein PDF drucken, aber typischerweise sind diese mehrseitig, so dass mehrere PDF's entstehen. Mit Vorschau lassen sich diese zwar manuell in ein Dokument zusammenfügen, was aber etwas mühselig ist. Es gibt auch kostenpflichtige Tools, die das erledigen sollen, aber nach etwas Googeln fand ich, dass sich das ganze auch einfach als Automator-Action bauen lässt. Mit Snow Leopard geht das sogar noch besser, da sich damit sogar Dienste erstellen lassen.
Das ganze lässt sich so schnell nachbauen, dass es sich nicht einmal lohnt, die Aktion zum Download zur Verfügung zu stellen. Einfach Automator öffnen und die folgenden Schritte zusammenstöpseln:
  1. Neuen Dienst im Automator erstellen und 'Dienst empfängt: PDF-Dateien' auswählen
  2. Hinzufügen von 'Ausgewählte Finder-Objekte abfragen'
  3. 'Finder-Objekte sortieren' hinzufügen und alphabetisch aufsteigend auswählen.
  4. Dann das eigentliche: 'PDF-Seiten kombinieren' hinzufügen.
  5. Für eBook-Reader bietet sich an, das Dokument gleich in Graustufen zu wandeln. Also 'Quartz-Filter auf PDF-Dokumente anwenden' hinzufügen und 'Gray Tone' auswählen
  6. Zu guter letzt noch 'Finder-Objekte öffen' mit Vorschau anhängen.

In Vorschau lassen sich dann noch überflüssige Seiten (Header/Footer) aus der Seitenleiste mit Backspace entfernen. Dann kann das Dokument gespeichert werden und ist fertig. Das Ergebnis lässt sich dann direkt aus dem Finder aufrufen.
Die Funktionalität von Automator, insbesondere in Kombination mit Diensten, ist einfach genial. Alleine dafür lohnt es sich, MacOS zu nutzen, eine vergleichbare Funktionalität ist mir auf keinem anderen System bekannt. Weitere Informationen zum Automator finden sich z.B. bei Apple oder auf macosxautomation.com.

Donnerstag, 12. November 2009

Windows 7 ist da



Man glaubt es kaum, daß Windows 7 jetzt erst offiziell verfügbar ist. Nach einer langen Reihe von beta- und vorab-Versionen, die durch die Presse rauf und runter gingen, entstand der Eindruck, dass es schon längst veröffentlicht wäre. Seit letzter Woche ist es nun auch offiziell da, und ich habe es mir natürlich sofort besorgt.
Um das wichtigste vorweg zu nehmen: Es ist wieder ein Windows. Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen. Wer Windows schon immer mochte, wird auch mit 7 wieder zufrieden sein. Mehr noch: es ist wohl wirklich das beste Windows aller Zeiten. Nun ... es wäre auch traurig, wenn nicht.
Auf der anderen Seite: wer bislang nicht mit Windows zufrieden war, wird seine Meinung wegen 7 wohl auch nicht grundlegend ändern. Unter der aufpolierten Oberfläche finden sich die selben alten Konzepte, die vielen seit über 10 Jahren auf die Nerven gehen. Z.B. Registry, DLL-Hell oder Laufwerksbuchstaben, um nur einige zu nennen. Um so tiefer man gräbt, um so mehr sieht es nach Windows 2000, manchmal gar nach Windows NT aus. Wie schon in Vista, wird die alte Verzeichnisstruktur der Benutzerverzeichnisse ("c:\Dokumente und Einstellungen") auf die neue und nach meiner Meinung bessere Struktur ("c:\users") durch Links im Dateisystem abgebildet. Diese sind zwar versteckt, so dass der Durchschnittsanwender davon nichts mitbekommt. Aber der Power-User, der sich auch die versteckten Dateien anzeigen lässt, findet ein ziemliches Kuddelmuddel vor.
Manches wurde dabei auch verschlimmbessert. Das erste, was ich bislang nach einer Windows-Installation machte, war die Benutzerverzeichnisse auf eine andere Platte zu verschieben, was noch mit XP mit wenigen Klicks erledigt war. Unter Windows 7 geht das so erstmal garnicht. Die Lösung: man lässt die Benutzerverzeichnisse auf C:\ und darf dann alle Unterverzichnisse darunter einzeln verschieben. Was um alles in der Welt hat sich Microsoft bloß dabei gedacht ???
Es gibt auch durchaus nette Neuerungen. Allen voran die Taskbar, die jetzt ganz offensichtlich ein Clone des Docks von MacOS X ist. Microsoft hat sich zwar viel Mühe gegeben, zu erklären warum dies die natürliche Evolution der Vorgänger-Taskleisten ist. Aber am Ende ist es eine Kopie des Apple Docks, wobei aber einige Funktionen noch Fehlen, wie z.B. die mit 10.5 hinzugekommenen und mit 10.6 verbesserten Stacks.
Aber lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. Immerhin ist die Taskbar eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängern und macht einfach mehr Spass, auch wenn sie noch nicht an das Original von Apple herankommt.
Viele andere Funktionen sind nicht der Rede Wert. Aero Shake z.B. minimiert beim Schütteln eines Fensters alle anderen. Hm, nun ja, mir wäre ein Clone des Apple Exposés lieber gewesen.
Ganz wichtig: Vista war träge. Auf Rechnern auf denen XP noch prima lief, fühlte sich Vista einfach langsam an und viele Benchmarks belegten das auch. Windows 7 läuft wieder flüssig, fast so wie XP, was wiederum auch durch verschiedene Benchmarks bestätigt wurde.
Wie eingangs beschrieben: wer Windows mag, dem wird die 7 wahrscheinlich noch besser gefallen. Aber man sollte keine Wunder erwarten. Sobald man etwas unter die polierte Oberfläche schaut, findet man Ruinen aus den 90ern, die damals schon nicht beliebt waren. Bei Stichworten wie Registry, DLL-Hell und Laufwerksbuchstaben fragt man sich, ob das nach all den Jahren nicht besser zu lösen gewesen wäre.
Wer bislang lieber MacOS genutzt hat, wird auch in Windows 7 keinen Grund finden, auf einen PC zu wechseln.

Sonntag, 20. September 2009

GameClassic: Silent Hill (1999, PSX)

Resident Evil hat das Genre Horror-Action-Adventure begründet, Silent Hill hat ihm eine ganz neue Note gegeben. Während man bei Resident Evil eher gegen herkömmliche Monstren kämpft, läuft der Horror bei Silent Hill viel mehr im Kopf ab und spielt auf verstörende Weise mit den Urängsten.
Harry Mason will mit seiner Tochter Cheryll Urlaub im Örtchen Silent Hill machen, seine Frau ist schon seit ein paar Jahren tot. Am Ortseingang läuft ihm ein kleines Mädchen vor das Auto, er weicht aus, kommt von der Straße ab und baut einen Unfall. Als er aufwacht, ist Cheryll nicht mehr bei ihm. Er läuft in die Stadt um sie zu suchen, aber in dem Ort stimmt etwas nicht. Es ist kein Mensch zu sehen, es ist neblig und es schneit. Im Nebel sieht er Cheryll verschwinden, folgt ihr in eine Gasse und plötzlich verwandelt sich der Ort um ihn herum. Es wird plötzlich dunkel und alles sieht aus wie ein völlig kranker Albtraum. Krankhafte Monstrositäten greifen Harry an, er verliert das Bewusstsein. Glücklicherweise rettet ihn die Polizistin Cybill, die in Silent Hill nach dem rechten sehen wollte. Er macht sich auf die Suche nach seiner Tochter und findet einige düstere Geheimnisse über den Ort heraus. Auch wird er von immer skurrileren Monstern angegriffen. Das ganze scheint sich mehr und mehr um das Krankenhaus zu konzentrieren und immer häufiger mutiert die Stadt in diese Albtraum-Kulisse. Aber soviel Mühe man sich gibt, auch nach mehrmaligem Durchspielen wird man die Geschichte nicht so richtig verstehen. Ich habe dann im Internet irgendwann eine Seite gefunden, die die Geschichte weitestgehend entwirrt hat.

Aber auch ohne alles so richtig zu verstehen: Die Stimmung reißt einen sofort rein und der Thrill, den das Spiel vermittelt, schlägt wirklich alles, was ich bislang gespielt habe. Nach nur wenigen Schritten durch Silent Hill hatte ich immer die gesamte Spielzeit ein aufgeregtes Kribbeln im Magen. Das hatte ich in der Form nicht mal bei Resident Evil.
Das eigentliche Spiel ist ein 3rd Person Action Adventure mit der üblichen Steuerung. Man kann quasi die ganze Stadt durchlaufen, aber die Sichtweite ist gering. Alles versinkt im Nebel oder in der Dunkelheit, aber hier wirkt das nicht als Manko, sondern trägt maßgeblich zur bedrückenden Stimmung bei. Zum Schiessen kann man die Kamera um den Protagonisten kreisen lassen um sich umzusehen. Leider liegt hier das grösste Manko des Spiels. Die Kamera dreht sich nicht direkt um den Spieler, sonden um einen Punkt ein paar meter von ihm entfernt. Damit ist es leider manchmal etwas schwierig, einen heran eilenden Gegner zu sehen, auch wenn er nur ein paar Meter entfernt ist. Wie bei vielen 3rd Person Spielen ist die Kameraführung eines der Hauptprobleme. Das ist aber auch schon alles. Der Schwierigkeitsgrad ist ausgewogen und sollte zumindest auf Easy niemanden vor ernsthafte Probleme stellen. Auch wenn ein paar der Rätsel mittlerweile legendär sind (von dem Klavierrätsel sollten die meisten schon einmal gehört haben), so sind sie logisch und herausfindbar.
Der Sound ist ein Hammer und die verstörende, beklemmende Soundkulisse trägt maßgeblich zu der Atmosphäre bei. Auch die Grafik ist gut, wenn auch nicht atemberaubend, so zumindest hochgradig passend. Für die geringe Sichtweite gibt es dafür tolle Lichteffekte von der Taschenlampe, auch mit tollen Reflektionen auf Wasserflächen.
Insgesamt ein hochgradig Stimmungsvolles, sehr japanisches, Horror-Action-Aventure, daß sich niemand, der etwas für dieses Genre übrig hat, entgehen lassen darf.

Hersteller: Konami
Spielzeit: ca. 12h
Meine Wertung: 92%

Freitag, 8. Mai 2009

Sun Weblog Publisher für OpenOffice

Eine schöne kleine Extension für OpenOffice gibt es von Sun: den Weblog Publisher. Man kann damit in OO seine BLOG's registrieren und dann direkt aus OO veröffentlichen, z.B. auf Blogger.com. Das passt mir hervorragend, schreibe ich doch meine BLOG's ohnehin überwiegend mit OO, und so spare ich mir ein paar Schritte. Dieser Eintrag ist direkt auf diesem Wege entstanden.
Insgesamt war es eine der besten Ideen von Sun, OO mit einer Extension-Schnittstelle zu versehen. Genau wie bei anderen erfolgreichen OpenSource-Projekten mit Plugin-API, wie z.B. Firefox oder Eclipse, erwächst ein grosser Teil der Stärke aus der Vielzahl an Erweiterungen.

Samstag, 2. Mai 2009

Wii Crystal Defenders



Nach der Version für das iPhone gibt es jetzt auch eine erweiterte Fassung von Crystal Defenders für die Wii zum Download. Kurz gesagt ähnelt Crystal Defenders stark dem Klassiker Desktop Tower Defense, nur eben mit Final Fantasy Motiven. Die Monster müssen über einen verschlungenen Gang einmal über den Bildschirm laufen, der Spieler versucht das zu verhindern, indem er unterschiedliche Krieger auf dem Spielfeld platziert die diese aufhalten sollen. Die Krieger kosten Geld, sowohl für die Anschaffung als auch das notwendige Aufleveln. Die Krieger werden auf einem festen Platz abgestellt und können nur innerhalb ihrer Reichweite kämpfen, die sich beim Aufleveln langsam erhöht. Man hat also nur die Wahl, welche Krieger man wo aufstellt und ob man sein Geld lieber in neue Krieger oder höhere Level investiert. 
Das Spielkonzept ist genauso simpel wie die der offensichtlichen Vorlage Desktop Tower Defense, macht aber genau so süchtig. Der 'nur-noch-einen-Level'-Faktor ist fast grenzenlos. Schnell noch mal einen der 1-2 Minuten kurzen Levels schaffen. Meine absolute Sucht-Empfehlung, aber wer die € 15,- für den Download sparen will, kann auch das Flash-Original im Browser zocken. Das kostet nichts.

UPDATE: Leider wird das Spiel nach ein paar Levels bockschwer, so dass es fast in Arbeit ausartet. Schade.

Dienstag, 10. März 2009

The Hit List: Mehr GTD für den Mac

Lange war es ruhig geworden um die einstmals so zahlreichen GTD-Anwendungen auf dem Mac. iGTD ist eingeschlafen, von Midnight Inbox hört man kaum noch was und Things teilt sich den Markt mit OmniFocus. Aber jetzt gibt es einen erfrischend neuen Kandidaten, der um die Gunst der Produktivitäts-Junkies wirbt.
The Hit List ist frisch als öffentliche beta verfügbar und macht auf Anhieb einen hervorragenden Eindruck. Die Entwickler verfolgen dabei eine höchst effiziente Interface-Strategie, nach der sich alles über die Tastatur bedienen lässt. Das macht Sinn, denn die Aufgaben müssen ohnehin eingegeben werden. Da stört es nur, wenn man zum Erfassen von Kontexten, Tags, Prioritäten usw. zur Maus greifen muss. Ein Kontext wird daher einfach durch das übliche, vorgestellte ,@‘ erfasst, ein Tag analog durch ein ,/‘. Prioritäten können durch die Zifferntasten zugefügt werden.
Wem OmniFocus zu missionarisch an den Worten des David Allen klebte (Prioritäten stehen nicht im Buch ... machen wir nicht), Things hingegen zu einfach gehalten war, findet möglicherweise in The Hit List einen gelungenen Kompromiss. Bereits diese frühe Version kennt ein Anfangsdatum für eine Aufgabe, dieses hat mir bei Things immer gefehlt. Nun ist diese beta noch nicht vollständig, und scheint noch keine Next Actions zu kennen. Sie ist aber auf jeden Fall viel versprechend. Ich werde The Hit List auf im Auge behalten und könnte mir vorstellen, dass es bei mir bald Things als führende GTD-Anwendung beerbt.