Mittwoch, 15. August 2007

iLife 08 ist da: iPhoto 08 und Metadaten


iLife 08 wurde letzte Woche von Steve Jobs persönlich vorgestellt. Ich habe meine Kopie direkt im Anschluss an die Vorstellung bestellt und heute ist sie angekommen. Neben iWeb, mit dem ich diese Seiten erstelle ist natürlich iPhoto für mich (wie wohl für viele andere auch) die wichtigste Anwendung aus dem Packet. Was es so an grossen Neuerungen gibt, beschreibt Apple ausführlich in den Tutorial-Videos.
Es ist aber noch mehr in dem Update versteckt, über dass ich bislang weder etwas auf Apple‘s Webseiten, noch in der Doku oder der Hilfe gefunden habe. Deshalb habe ich den Abend mit ausprobieren verbracht.
Mein Hauptkritikpunkt am alten iPhoto war immer, dass die Metadatenverwaltung weitestgehend proprietär ist. Für die Lösung dieses Problem habe ich ja meine Seiten zum Mac Fotoarchiv. Nun löst iPhoto 08 die angesprochenen Probleme nicht, macht die Lösung aber etwas einfacher.
Es übernimmt nämlich jetzt alle IPTC-Felder, die auch in iPhoto als Metadaten zur Verfügung stehen: Stichwörter, Überschrift und Beschreibung. Das ist aus meiner Sicht ein Riesenschritt, macht es doch auch Tools wie ‚MetadataToiPhoto‘ arbeitslos. Das Datum aus dem EXIF Header wird ja schon seit einigen Versionen übernommen.
Und es kommt noch besser: iPhoto 08 kann die Metadaten jetzt auch wieder exportieren. Beim Exportieren kann man jetzt 'Inclusive Titel und Schlagwörter' auswählen, dann werden Titel, Beschreibung und Stichworte in die entsprechenden IPTC-Felder exportiert. Und Über Bild/Stapeländerung kann man im Batch auch das Datum setzen. Dabei kann man 'Originaldateien Ändern' anwählen, damit setzt man auch das EXIF-Datum in der Datei.
Sollte das vielleicht heissen dass iPhoto jetzt die Metadatenhaltung in standardisierten Formaten ermöglicht?
Aber irgendwie wäre es nicht Apple, wenn da nicht wieder wieder einige ‚Ja, aber...‘ drinstecken würden. Hier mal einige Probleme, die mir so am ersten Abend aufgefallen sind:
  • Beim Exportieren von Bildern hat man u.a. die Wahl zwischen JPEG und ‚Aktuelles Format‘. Wenn es sich bei dem Bild um ein JPEG handelt, sollte das ja eigentlich das gleiche Ergebnis liefern. Wählt man bei einem JPEG aber 'Aktuelles Format', dann ist 'Inclusive Titel und Schlagwörter' ausgegraut, so dass man keine Metadaten mit exportieren kann. Man muss schon JPEG incl. einer Kompressionsstufe als Ausgabeformat angeben. Dadurch wird es anscheinend aber neu komprimiert, was der Qualität natürlich nicht zu gute kommt..Deutsche Umlaute funktionieren nicht
  • Das Datum wird beim Export nicht in den EXIF-Header geschrieben. Das geht nur, wenn man vorher das Datum im Batch gesetzt hat. Batch ist notwendig, auch wenn man nur das Datum von nur einer Datei ändern will, weil nur hier die Option ‚Originaldateien ändern‘ vorhanden ist.
  • XMP Daten werden beim Import ignoriert. Somit kann keine Bewertung importiert werden, weil diese nur für XMP, nicht aber für IPTC definiert ist.
  • Dafür werden XMP-Header immer gelöscht, egal ob man nun Bilder exportiert oder das Datum im Batch in die Originale schreibt.
  • Dadurch kann die Bewertung natürlich auch nicht wieder Exportiert werden. Denn dazu müsste man XMP schreiben und nicht löschen.
  • Eigentlich könnte man jetzt auf Zusatzprogramme zum Verschlagworten verzichten. Bild importieren, in iPhoto verschlagworten und dann auf sich selbst wieder Exportieren: Damit hätte man die Verschlagwortung in iPhoto und IPTC. Leider löscht iPhoto zuerst das zu überschreibende Bild womit es nicht mehr zur Verfügung steht
Im Bezug auf Austausch von Metadaten ist iPhoto 08 ein richtiger Schritt nach vorne. Leider ist Apple immer noch so kurz gesprungen, dass man wieder externe Tools benötigt. Aber immerhin stimmt die Richtung, und: die neuen ‚Ereignisse‘ und die .mac Web-Galerien sind wirklich schön geworden.

Freitag, 3. August 2007

Ich will (noch) kein iPhone

Das iPhone ist nun endlich da! Wenigstens ist jetzt Schluss mit den Spekulationen ... aber es wird ja schon wieder über das iPhone 2.0 spekuliert. Obwohl das nun echt klasse Tüddelkram ist, will ich aber keins sondern bleibe lieber bei meinem Treo und hoffe darauf dass Palm noch einen 755p nach Deutschland bringt.
Warum? Wegen Steve Jobs ‚Sweet Solution‘ für die Entwickler. Wenn ich mir anschaue, was Plattformen wie Palm OS oder Windows Mobile stark macht, dann sind das die vielen kleinen Anwendungen mit denen man die Systeme stückweise dahin bringt das zu tun was man will. Was wäre mein Palm ohne Agendus und meine lieblings-Tools? Und genau die soll ich erstmal auf dem iPhone nicht bekommen. Um mal bei diesem Beispiel zu bleiben: Der Standard-Kalender des iPhone reicht mir bei weitem nicht aus. Solange ich da keinen Ersatz bekomme, kann ich das iPhone nicht gebrauchen. Insofern warte ich mal ab. Palm will nächstes Jahr mit Linux-basierten Systemen kommen und auch die weitere Konkurrenz ist wahrscheinlich schon auf Hochtouren dabei, die netten Features des iPhone abzukupfern. Aber vieleicht kommt ja auch noch eine echte API für das iPhone ...

Donnerstag, 2. August 2007

Pick: KeePass

Auch wenn ich von Windows Mobile wieder weg bin, möchte ich noch einen Pick nachliefern. Ich war auf der Suche nach einem Tool, um meine Passwörter verschlüsselt aufzubewahren. Dabei möchte ich die Datei zwischen Windows, Mac und Windows Mobile synchronisieren können, damit ich auf allen Systemen Zugriff auf meine Passwörter habe. Woran die meisten kommerziellen Anwendungen in diesem Bereich scheitern, liefert die Open Source Software KeePass. Dieses Programm ist auf jeder Plattform klasse und nutzt mit AES und Twofish starke Verschlüsselung. Es gibt eigentlich keinen Grund, hierzu kommerzielle Software einzusetzen. Ich habe nichts gefunden, was besser ist.
Es sei denn ... man nutzt den Palm. Es gibt nämlich kein KeePass für den Palm, aber dazu später mehr.

ANC Over-Ear Anwenderbericht: Sony WH-1000XM5 vs WH-1000XM4 vs Sennheiser Momentum 4

Dies ist kein vollständiger Test, sondern nur eine Sammlung von Punkten, die mir beim Vergleichen der drei Kopfhörer aufgefallen sind und di...