Mittwoch, 30. Dezember 2009
Calibre eBook Management
Die Sony eBook-Reader gehören bezüglich der Formatunterstützung zu den flexibelsten Geräten am Markt. In Ermangelung nutzungsverhindernder Maßnahmen wie teilweise bei anderen Geräten reicht es aus, Dokumente in einem unterstützten Format via USB an die richtige Stelle zu kopieren und es steht zur Verfügung. Dazu liefert Sony auch die rudimentäre eBook Reader Software, die aber im wesentlichen dazu taugt, eBooks mit DRM auf das Gerät zu bekommen.
Für alles andere bietet sich Calibre an, es ist eine tolle Lösung um eine Vielzahl von Inhalten auf den eBook-Reader zu bekommen. Calibre ist in der Lage, eine grosse Anzahl von Formaten zu konvertieren. So kann man z.B. längere Artikel im Web in ePub zu konvertieren, und vieles mehr. Damit ist Calibre die Software der Wahl, wenn es darum geht, Inhalte die von Haus aus nicht in einem kompatiblen vorliegen, passend zu machen.
Nett ist ausserdem die Funktion, passende Metadaten aus dem Web zu ergänzen. Gerade jetzt um die Weihnachtszeit werden viele eBooks als PDF verschenkt oder liegen Zeitschriften bei. Calibre kann die zugehörigen Metadaten automatisch ergänzen (s. Screenshot).
Calibre wurde in Java entwickelt und ist als Donationware verfügbar für Mac, Linux und Windows unter calibre-ebook.com.
Beim dritten Mal: Fuji Finepix F200EXR
Zwei mal hat es eine Fuji F bei mir im Vergleich nicht geschafft. Die F100fd ging hauptsächlich wegen der unhandlichen Bedienung und der zu starken Glättung zurück. Als nächstes riss die F200EXR die Hürde. Sie war für den Preis von € 349,- im Vergleich zu schlecht ausgestattet, vor allen Dingen patzte der Weissabgleich zu oft, so dass ich mir nie sicher war ob das Bild mit vernünftigen Farben aufgenommen wurde. Obwohl die F200 teilweise für ihre Grösse eine überragende Bildqualität geliefert hatte, ging sie aufgrund der Nachteile, die sie andererseits hatte, wieder zurück.Seitdem haben sich aber zwei Dinge geändert. Fuji hat ein Firmware 1.2 herausgebracht, welche die Probleme mit dem Weissabgleich behoben hat. Mit der neuen Firmware macht die F200 Bilder mit sehr ausgewogenen Farben. Die Farbwiedergabe ist Fuji-typisch immer noch ganz leicht kühl, ungefähr so viel wie die Canon SX200is zu warm ist, aber beide sind absolut OK.
Zum anderen ging der Preis der F200 merklich in die Tiefe, so dass die fehlenden Ausstattungsmerkmale leichter zu verschmerzen sind. Die F200 ist mittlerweile auch bei führenden Versandhändlern für unter € 200,- erhältlich.
Ein Vorteil der F200 ist weiterhin die hervorragende Low-Light-Fähigkeit, im Vergleich zu den meisten anderen Kompaktkameras taugt die F200 für mindestens eine ISO-Stufe mehr. Dazu kommt der hohe Dynamikumfang durch die EXR-Technologie, die schon immer hervorragende Farbwiedergabe bei Kunstlicht und Mischverhältnissen, das Ganze in einem taschenfreundlich kleinem, robusten Gehäuse.
Diese zwei Änderungen haben bewirkt, dass sich die F200 von einer Kamera, die ich zurück schickte, zu einer Kamera mauserte welche meine absolute Empfehlung in dieser Preis- und Grössenklasse geworden ist. Wer eine kompakte Kamera mit hervorragender Bildqualität in der Preisklasse bis € 200,- sucht, kommt an der F200EXR jetzt eigentlich überhaupt nicht mehr vorbei.Da ich das letzte mal schon ein Produktbild gepostet habe, gibt es dieses Mal ein paar Bilder aus der F200 und einen Link auf mein F200-Album bei Flickr.
Dienstag, 15. Dezember 2009
eBook Reader Vergleich
Jede Urlaubsreise beginnt bei mir mit einer bestimmten Problemstellung. Da ich nicht sicher bin, was ich gerne lesen möchte, schleppe einen eigenen Koffer mit einer kleinen Auswahl an "will-ich-mal-lesen-wenn-ich-denn-mal-Zeit-habe" Büchern mit. Und meine Frau macht regelmässig Witze darüber.
Aber kein Problem, für dessen vermeintliche Lösung sich nicht ein Gadget kaufen lässt. Ein eBook-Reader fasst tausende von Büchern und könnte den Bücherkoffer nächstes Mal ersetzen. Und ausserdem kann ich wieder viel Spass bei der Geräteauswahl haben.
Amazons Kindle ist jetzt auch in Deutschland erhältlich, lässt sich aber nur mit Büchern aus dem hauseigenen Angebot befüllen. Und das ist praktisch nur in Englisch erhältlich. Nun lese ich recht viel in Englisch, möchte mich aber in Zukunft nicht ausschliesslich darauf beschränken. Deutsche eBooks gibt es z.B. bei Libri.de oder Thalia. Dort werden als passende eBook-Reader die Modelle PRS-505 und PRS-600 von Sony angeboten. Beide sind sehr offen was die Formatauswahl angeht. Insbesondere verstehen sie das verbreitete EPUB-Format, in dem viele Klassiker frei verfügbar sind. PDF beherrschen beide auch, und im Gegensatz zum Kindle können sie PDF-Dokumente auch neu umbrechen und vergrössern.
Blieb nur noch die Frage, welches der beiden Modelle es werden soll. Der PRS-600 wird weitestgehend über den Touch-Screen bedient und bietet einige nette Features. Man kann direkt über den Touch-Screen Anmerkungen in die Bücher schreiben und ihn sogar als Notizblock benutzen. Leider ist das Gerät dabei dermassen lahm, dass es einfach keinen Spass macht. Es ist halt so, dass man mit dem Stylus etwas malt und das Bild danach mit merklicher Verzögerung erscheint. Hier hätte etwas mehr Motorleistung wohl gut getan.
Das K.O-Kriterium ist für mich aber der Bildschirm. Der Kontrast ist selbst bei optimaler Beleuchtung deutlich niedriger, als beim Vorgänger PRS-505. Und es wird schlimmer, wenn das Licht in ungünstigem Winkel einfällt. Das Display spiegelt nämlich unangenehm, so dass ich ständig nach einem passenden Winkel suchte. Ein eBook-Reader ist nun einmal hauptsächlich zum Lesen da, und dafür ist der PRS-505 eindeutig besser geeignet.
Dazu kommt noch der Preisunterschied: der 505 wird derzeit für € 199,- angeboten, und darin ist schon ein Lederumschlag enthalten. Der 600er kommt für € 299,- daher, und der Lederumschlag kostet incl. Porto noch mal ca. € 40,- extra. Das hätte ich ausgegeben, wenn die Touch-Funktionalität und das Display brauchbar wären. So ist es aber der PRS-505 geworden.
Donnerstag, 26. November 2009
PDF's zusammenfügen via Automator
Angetrieben hat mich die Überlegung, wie ich möglichst viele Inhalte auf einen eBook-Reader bekomme. Längere Artikel im Web lassen sich in ein PDF drucken, aber typischerweise sind diese mehrseitig, so dass mehrere PDF's entstehen. Mit Vorschau lassen sich diese zwar manuell in ein Dokument zusammenfügen, was aber etwas mühselig ist. Es gibt auch kostenpflichtige Tools, die das erledigen sollen, aber nach etwas Googeln fand ich, dass sich das ganze auch einfach als Automator-Action bauen lässt. Mit Snow Leopard geht das sogar noch besser, da sich damit sogar Dienste erstellen lassen.
Das ganze lässt sich so schnell nachbauen, dass es sich nicht einmal lohnt, die Aktion zum Download zur Verfügung zu stellen. Einfach Automator öffnen und die folgenden Schritte zusammenstöpseln:
- Neuen Dienst im Automator erstellen und 'Dienst empfängt: PDF-Dateien' auswählen
- Hinzufügen von 'Ausgewählte Finder-Objekte abfragen'
- 'Finder-Objekte sortieren' hinzufügen und alphabetisch aufsteigend auswählen.
- Dann das eigentliche: 'PDF-Seiten kombinieren' hinzufügen.
- Für eBook-Reader bietet sich an, das Dokument gleich in Graustufen zu wandeln. Also 'Quartz-Filter auf PDF-Dokumente anwenden' hinzufügen und 'Gray Tone' auswählen
- Zu guter letzt noch 'Finder-Objekte öffen' mit Vorschau anhängen.
Die Funktionalität von Automator, insbesondere in Kombination mit Diensten, ist einfach genial. Alleine dafür lohnt es sich, MacOS zu nutzen, eine vergleichbare Funktionalität ist mir auf keinem anderen System bekannt. Weitere Informationen zum Automator finden sich z.B. bei Apple oder auf macosxautomation.com.
Donnerstag, 12. November 2009
TomTom Go 750 und iPhone Navigon
Mit den Live Services hat TomTom erneut die Messlatte für Navigation höher gelegt, Grund genug für mich um ein Update vom Go 720 auf ein Go 750 zu machen. Allerdings war ich aufgrund des Preises der Live Services vorab überzeugt davon, nach der 3-monatigen kostenlosen Testzeit auslaufen zu lassen und wieder auf TMC zu setzen. Dazu später aber mehr.
Grundlegend unterscheidet sich das Go 750 nur in Details vom Go 720. Das ist zum einen von Vorteil, denn Bestandskunden finden sich auf Anhieb mit dem Gerät zurecht und auch Neulinge werden auch ohne Blick in das Handbuch sofort damit zurecht finden. Ein bisschen mehr Innovation hätte ich vom Marktführer dann aber doch erwartet. Ein paar neue Symbole geben den Menüs nur wenig mehr Glanz als bisher. Auch wird die Kartendarstellung jetzt durch Antialiasing ein wenig weniger pixelig dargestellt, aber im Vergleich zu Navigon sieht die Kartendarstellung immer noch recht altbacken aus. Immerhin werden die numerischen Angaben wie Restzeit, -Strecke usw. in grossen, gut lesbaren Ziffern ausgegeben. Bis hier ergibt sich aber noch kein Vorteil, der eine Anschaffung rechtfertigen würde wenn man schon eines der älteren Modelle besitzt.
Interessanter ist schon die sogenannte aktive Halterung. Hier werden die Kabel für Strom und ggf. TMC nicht mehr am Gerät, sondern an der Scheibenhalterung befestigt. Das Gerät wird zur Benutzung dann einfach in die Scheibenhalterung eingesetzt und man kann es auf Knopfdruck entnehmen ohne dabei irgendwelche befestigen oder lösen zu müssen. Eine häufig bei den Vorgängern auftretender Defekt war ein Bruch der TMC-Buchse, der bei zu häufigen befestigen und lösen der Antenne auftrat. TomTom hat diese Fälle zwar anstandslos auf Garantie abgewickelt, aber nervig ist das schon und ausserdem ist das Gerät dann für zwei Wochen zur Reparatur. Die aktive Halterung ist auf jeden Fall ein grosser Komfortgewinn.
Der wirkliche Fortschritt sind aber die Live Services. Nachdem TomTom schon mit der Vorgängergeneration mit IQ Routes, der Einbeziehung von historischen Verkehrsdaten in die Navigation, die Routing Qualität erheblich erhöht hat und sich damit deutlich von allen anderen Herstellern absetzte, setzt TomTom mit den Live Services noch einmal die Messlatte höher. Neben Sicherheitswarnungen und Informationen über Kraffstoffpreisen gibt es die Suche über Google. Das Go 750 hat über ein GSM-Modul eine ständige Datenverbindung, welche diese Suche möglich macht. Es ist einfach so viel bequemer, als Ziel einfach Firmenname und Ort einzugeben und Google den Rest zu überlassen, als selbst die Adresse einzugeben. Das funktioniert selbstverständlich auch mit Namen von Restaurants oder Freizeitparks. Die Suche über POI's verliert damit immer mehr an Bedeutung, da Googles Datenbank einfach besser gepflegt ist.
Der Hauptgrund für die Live Services ist aber HD Traffic. TomTom erstellt aufgrund der Bewegungsdaten von Vodafone Anwendern aktuelle Profile der Verkehrsdichte. Diese sind wesentlich genauer und aktueller als die TMC/TMCpro-Daten. Ausserdem ist HD-Traffic auch für Nebenstrassen verfügbar und macht damit erst richtig Sinn. Mit TMC kann es leicht passieren, dass man von der Autobahn herunter geleitet wird, nur um festzustellen dass sich der Verkehr auf den Nebenstrassen noch weniger bewegt. Mit HD-Traffic ist erstmals sinnvolle Stauumfahrung möglich. Die Qualität von HD-Traffic ist dermassen hoch, dass man wenn das Go 750 vor einem Stau nach der nächsten Kurve warnt, schon einmal vom Gas gehen sollte weil der Stau dann auch ziemlich genau da ist.
Wie eingangs gesagt, hatte ich vor die Live Services nach der kostenlosen Probezeit nicht weiter zu nutzen. Die Qualität der Dienste hat mich aber dermassen überzeugt, dass ich bei den Live Services bleibe.
UPDATE: TomTom hat es den Kunden noch einfacher gemacht, sich für die Live Services zu entscheiden. Die kostenlose Probezeit beträgt jetzt 12 Monate, das Jahresabo kostet anschliessend nur noch € 49,95.
Zum Vergleich musste dieses Mal die aktuelle Navigon Software auf dem iPhone herhalten. Die wesentliche Neuerung ist die 3D-Darstellung von Gebäuden, allerdings nur in den Innenstädten der Metropolen. Mir wurde allerdings bislang weder in Hamburg, noch in Berlin auch nur ein einziges 3D-Gebäude angezeigt, auch nicht in durchaus zentralen Regionen wie um die Lombardsbrücke in Hamburg. Vielleicht muss ich den Test zu Fuss auf dem Hamburger Rathausmarkt wiederholen.
Der Sinn der My-Routes Funktionalität hat sich mir nicht erschlossen. Man kann nach dem Routing auch eine von zwei Alternativrouten auswählen. Aktuelle Verkehrsinformationen kann die Navigon Software jetzt auch über die Internet-Verbindung des iPhones abrufen. Die Qualität scheint mir aber noch deutlich hinter jener von TomTom zu liegen. Nett ist hingegen die Funktion zum finden des nächsten Parkhauses, bei einigen angeschlossenen Häusern sogar mit Anzeige des Füllgrades.
Die Qualität der Kartendarstellung von Navigon ist ohnehin seit langem ohne Tadel und ist nach meiner Meinung die beste am Markt. Insbesondere mit der hochformatigen Darstellung auf dem iPhone in Kombination mit der perspektivisch zulaufenden Darstellung ist bei Navigon auf dem iPhone ein deutlich grösserer Teil der vor einem liegenden Route sichtbar. Somit ist Navigon zwar eine gut nutzbare Navigations-Anwendung, die ich regelmässig nutze wenn ich einen Leihwagen ohne Navi bekommen habe. An die Qualität des Routings, insbesondere in Stausituationen kommt es aber nicht heran.
Somit sollte man auch auf dem iPhone der TomTom-Anwendung den Vorzug geben. Denn das Routing ist immer noch die Hauptaufgabe eines Navigationssystems, und in dieser Hinsicht kommt zur Zeit kein Mitbewerber an TomTom ran. TomTom hingegen sollte an der Darstellungsqualität arbeiten, denn der Vorsprung im Routing ist für die Mitbewerber nicht uneinholbar. Und sobald z.B. Navigon in Hinblick auf IQ Routes und HD Traffic nachzieht, könnten sie aufgrund der hervorragenden Darstellungsqualität an TomTom vorbei ziehen.
Stand heute heisst meine eindeutige Empfehlung aber TomTom.
Windows 7 ist da
Man glaubt es kaum, daß Windows 7 jetzt erst offiziell verfügbar ist. Nach einer langen Reihe von beta- und vorab-Versionen, die durch die Presse rauf und runter gingen, entstand der Eindruck, dass es schon längst veröffentlicht wäre. Seit letzter Woche ist es nun auch offiziell da, und ich habe es mir natürlich sofort besorgt.
Um das wichtigste vorweg zu nehmen: Es ist wieder ein Windows. Das kann man jetzt positiv oder negativ sehen. Wer Windows schon immer mochte, wird auch mit 7 wieder zufrieden sein. Mehr noch: es ist wohl wirklich das beste Windows aller Zeiten. Nun ... es wäre auch traurig, wenn nicht.
Auf der anderen Seite: wer bislang nicht mit Windows zufrieden war, wird seine Meinung wegen 7 wohl auch nicht grundlegend ändern. Unter der aufpolierten Oberfläche finden sich die selben alten Konzepte, die vielen seit über 10 Jahren auf die Nerven gehen. Z.B. Registry, DLL-Hell oder Laufwerksbuchstaben, um nur einige zu nennen. Um so tiefer man gräbt, um so mehr sieht es nach Windows 2000, manchmal gar nach Windows NT aus. Wie schon in Vista, wird die alte Verzeichnisstruktur der Benutzerverzeichnisse ("c:\Dokumente und Einstellungen") auf die neue und nach meiner Meinung bessere Struktur ("c:\users") durch Links im Dateisystem abgebildet. Diese sind zwar versteckt, so dass der Durchschnittsanwender davon nichts mitbekommt. Aber der Power-User, der sich auch die versteckten Dateien anzeigen lässt, findet ein ziemliches Kuddelmuddel vor.
Manches wurde dabei auch verschlimmbessert. Das erste, was ich bislang nach einer Windows-Installation machte, war die Benutzerverzeichnisse auf eine andere Platte zu verschieben, was noch mit XP mit wenigen Klicks erledigt war. Unter Windows 7 geht das so erstmal garnicht. Die Lösung: man lässt die Benutzerverzeichnisse auf C:\ und darf dann alle Unterverzichnisse darunter einzeln verschieben. Was um alles in der Welt hat sich Microsoft bloß dabei gedacht ???
Es gibt auch durchaus nette Neuerungen. Allen voran die Taskbar, die jetzt ganz offensichtlich ein Clone des Docks von MacOS X ist. Microsoft hat sich zwar viel Mühe gegeben, zu erklären warum dies die natürliche Evolution der Vorgänger-Taskleisten ist. Aber am Ende ist es eine Kopie des Apple Docks, wobei aber einige Funktionen noch Fehlen, wie z.B. die mit 10.5 hinzugekommenen und mit 10.6 verbesserten Stacks.
Aber lieber gut geklaut, als schlecht selbst gemacht. Immerhin ist die Taskbar eine deutliche Verbesserung gegenüber den Vorgängern und macht einfach mehr Spass, auch wenn sie noch nicht an das Original von Apple herankommt.
Viele andere Funktionen sind nicht der Rede Wert. Aero Shake z.B. minimiert beim Schütteln eines Fensters alle anderen. Hm, nun ja, mir wäre ein Clone des Apple Exposés lieber gewesen.
Ganz wichtig: Vista war träge. Auf Rechnern auf denen XP noch prima lief, fühlte sich Vista einfach langsam an und viele Benchmarks belegten das auch. Windows 7 läuft wieder flüssig, fast so wie XP, was wiederum auch durch verschiedene Benchmarks bestätigt wurde.
Wie eingangs beschrieben: wer Windows mag, dem wird die 7 wahrscheinlich noch besser gefallen. Aber man sollte keine Wunder erwarten. Sobald man etwas unter die polierte Oberfläche schaut, findet man Ruinen aus den 90ern, die damals schon nicht beliebt waren. Bei Stichworten wie Registry, DLL-Hell und Laufwerksbuchstaben fragt man sich, ob das nach all den Jahren nicht besser zu lösen gewesen wäre.
Wer bislang lieber MacOS genutzt hat, wird auch in Windows 7 keinen Grund finden, auf einen PC zu wechseln.
Sonntag, 20. September 2009
GameClassic: Silent Hill (1999, PSX)
Resident Evil hat das Genre Horror-Action-Adventure begründet, Silent Hill hat ihm eine ganz neue Note gegeben. Während man bei Resident Evil eher gegen herkömmliche Monstren kämpft, läuft der Horror bei Silent Hill viel mehr im Kopf ab und spielt auf verstörende Weise mit den Urängsten. Harry Mason will mit seiner Tochter Cheryll Urlaub im Örtchen Silent Hill machen, seine Frau ist schon seit ein paar Jahren tot. Am Ortseingang läuft ihm ein kleines Mädchen vor das Auto, er weicht aus, kommt von der Straße ab und baut einen Unfall. Als er aufwacht, ist Cheryll nicht mehr bei ihm. Er läuft in die Stadt um sie zu suchen, aber in dem Ort stimmt etwas nicht. Es ist kein Mensch zu sehen, es ist neblig und es schneit. Im Nebel sieht er Cheryll verschwinden, folgt ihr in eine Gasse und plötzlich verwandelt sich der Ort um ihn herum. Es wird plötzlich dunkel und alles sieht aus wie ein völlig kranker Albtraum. Krankhafte Monstrositäten greifen Harry an, er verliert das Bewusstsein. Glücklicherweise rettet ihn die Polizistin Cybill, die in Silent Hill nach dem rechten sehen wollte. Er macht sich auf die Suche nach seiner Tochter und findet einige düstere Geheimnisse über den Ort heraus. Auch wird er von immer skurrileren Monstern angegriffen. Das ganze scheint sich mehr und mehr um das Krankenhaus zu konzentrieren und immer häufiger mutiert die Stadt in diese Albtraum-Kulisse. Aber soviel Mühe man sich gibt, auch nach mehrmaligem Durchspielen wird man die Geschichte nicht so richtig verstehen. Ich habe dann im Internet irgendwann eine Seite gefunden, die die Geschichte weitestgehend entwirrt hat.
Aber auch ohne alles so richtig zu verstehen: Die Stimmung reißt einen sofort rein und der Thrill, den das Spiel vermittelt, schlägt wirklich alles, was ich bislang gespielt habe. Nach nur wenigen Schritten durch Silent Hill hatte ich immer die gesamte Spielzeit ein aufgeregtes Kribbeln im Magen. Das hatte ich in der Form nicht mal bei Resident Evil.
Das eigentliche Spiel ist ein 3rd Person Action Adventure mit der üblichen Steuerung. Man kann quasi die ganze Stadt durchlaufen, aber die Sichtweite ist gering. Alles versinkt im Nebel oder in der Dunkelheit, aber hier wirkt das nicht als Manko, sondern trägt maßgeblich zur bedrückenden Stimmung bei. Zum Schiessen kann man die Kamera um den Protagonisten kreisen lassen um sich umzusehen. Leider liegt hier das grösste Manko des Spiels. Die Kamera dreht sich nicht direkt um den Spieler, sonden um einen Punkt ein paar meter von ihm entfernt. Damit ist es leider manchmal etwas schwierig, einen heran eilenden Gegner zu sehen, auch wenn er nur ein paar Meter entfernt ist. Wie bei vielen 3rd Person Spielen ist die Kameraführung eines der Hauptprobleme. Das ist aber auch schon alles. Der Schwierigkeitsgrad ist ausgewogen und sollte zumindest auf Easy niemanden vor ernsthafte Probleme stellen. Auch wenn ein paar der Rätsel mittlerweile legendär sind (von dem Klavierrätsel sollten die meisten schon einmal gehört haben), so sind sie logisch und herausfindbar.
Der Sound ist ein Hammer und die verstörende, beklemmende Soundkulisse trägt maßgeblich zu der Atmosphäre bei. Auch die Grafik ist gut, wenn auch nicht atemberaubend, so zumindest hochgradig passend. Für die geringe Sichtweite gibt es dafür tolle Lichteffekte von der Taschenlampe, auch mit tollen Reflektionen auf Wasserflächen.
Insgesamt ein hochgradig Stimmungsvolles, sehr japanisches, Horror-Action-Aventure, daß sich niemand, der etwas für dieses Genre übrig hat, entgehen lassen darf.
Hersteller: Konami
Spielzeit: ca. 12hMeine Wertung: 92%
Mittwoch, 15. Juli 2009
Kompaktkameras: Panasonic TZ7, Canon SX200, Fuji F200EXR und Canon G10
Als Ergänzung zu meiner FX37 sollte eine leistungsfähigere Kompaktkamera her. Seit dem letzten Vergleich haben die Hersteller Nachfolgemodelle auf den Markt gebracht, so dass ich überprüfte wie weit sich diese gegenüber den Vorgängern verbessert haben.
Canon Powershot SX200is
Canon hat mit der SX200is eine diekte Konkurrentin zur beliebten TZ-Serie von Panasonic auf den Markt gebracht. Und weil Neueinsteiger sich zunächst gegen die etablierten Platzhirsche durchsetzen müssen, hat Canon seiner neusten viel gutes mit in die Wiege gepackt. Ein 12-fach Zoom-Objektiv von 28-336mm, HD-Video und neben einer Automatik auch komplett manuelle Einstellungen (PASM). Dazu verfügt die SX200is im Gegensatz zu vielen günstigen Kompaktkameras über eine echte Irisblende, so dass die Betriebsarten Blendenvorwahl und Zeitvorwahl auch Sinn machen. Der Mindestabstand für Makros verdient diesen Namen eigentlich nicht, da er 0cm beträgt. Dazu verfügt die SX200 über einen regelbaren Blitz, mit dem man z.B. runtergeregelt die Motive aufhellen kann ohne sie gleich totzublitzen. Neben den Belichtungsparametern kann man bei der SX200 so ungefähr alle andere auch manuell einstellen. Die Farbe kann pro Farbkanal justiert werden, ebenso wie Kontrast und Schärfe. Ist man also der Meinung, dass die SX200 Canon-typisch etwas zu warme Farben liefert, kann man einfach den Rot-Wert um eine Stufe absenken. Die SX200 schärft von Haus aus kaum nach, so dass ich persönlich den Schärfe-Wert immer um eine Stufe erhöhe.
Die SX200 machte vom ersten Moment an Spass. Sie kann komplett auf Automatik betreiben werden und wählt dann, ähnlich wie die Panasonics, das passende Motivprogramm. Oder man kann sie auf Wunsch auch halbautomatisch oder manuell benutzen. Der grosse Brennweitenbereich schafft Spielraum für die Bildkomposition und ich hatte nicht wenige Bilder, bei denen die 338mm so gerade eben ausreichend waren, wie z.B. bei dem Seehund unten. Der Stabilisator der SX200 ist vermutlich der Beste in der aktuellen Kompaktklasse. Damit lassen sich noch brauchbare Bilder mit bis zu 1/2s machen, gerade im Telebereich ist er eine grosse Hilfe.
Im direkten Vergleich zur FX37 war die SX200 aber auf den ersten Blick nicht ganz so Belichtungssicher. Die Bilder waren manchmal etwas unterbelichtet und gaben die Lichtsituatin nicht ganz korrekt wieder. Also sollte eine aktuelle Panasonic noch einmal zum Vergleich antreten.
Panasonic Lumix TZ7
Die Anfang des Jahres getestete TZ5 wurde mittlerweile durch die TZ7 abgelöst. Im Vergleich zum Vormodell fällt vor allen Dingen das schlankere Gehäuse auf, welches jetzt als absolut hosentaschentauglich einzustufen ist. Die SX200 ist ein paar Millimeter dicker. Um so erstaunlicher ist, dass der Zoomfaktor wie bei der SX200 ebenfalls auf 12-fach erweitert wurde, mit 25-300mm ein klein wenig weitwinkliger. Die TZ7 zeichnet HD-Video jetzt in Stereo und in der MPEG4-Variante AVCHDlite auf. Das Format erwies sich aber Anfangs als Problem, weil die Softwareunterstützung auf dem PC zunächst gering, später inperformant war. Apple-Anwender hatten es da etwas einfacher, seit iMovie per Patch die AVCHDlite-Unterstützung nachgereicht hat. Die Stereo-Mikrophone der TZ7 sind auf der Oberseite der Kamera leider etwas ungünstig positioniert. In ruhigen Situationen muss man schon darauf achten, sehr leise zu Atmen, weil das Atmen sonst schon hörbar in der Aufnahme wird. Da die TZ7 sogar in der Lage ist, während der Aufnahme zu zoomen und den Fokus auch entsprechend nachzuführen, kann die TZ7 für Gelegenheitsfilmer einen Camcorder ersetzen. Im direkten Vergleich zu meinem 2 Jahre alten JVC SD HD Camcorder brachte die TZ wirklich durchgängig erheblich bessere Ergebnisse. Zwar kann selbst die SX200 einen einfachen Camcorder ersetzen, sie ist aber durch die fehlende Möglichkeit des Zoomens während der Aufnahme etwas eingeschränkt.
Bei den Fotos lieferte die TZ7 genau das ab, was ich erwartete. Die Bilder sind ausgewogen belichtet und geben die Lichtsituation bei Tageslicht immer sehr gut wieder, so dass man sich manuelle Korrektur meistens sparen kann. Die Farben sind lebendig, wenn auch etwas kräftiger als im Original, was aber zu sehr gefälligen Bildern führt. Insgesamt ist auch die TZ7 eine Kamera, mit der Panasonic-typisch auch völlig unerfahrene Anwender viele schöne Bilder bekommen werden. Die Panasonic schärft im Vergleich zur SX200 stärker nach, was auf den ersten Blick suggeriert, dass sie mehr Details zeigen würde. Allerdings liefert die SX200 ebenso viele Bilddetails und bei stärkerer Schärfung lässt sich ein Vergleichbarer Eindruck erzielen.
Die auf den ersten Blick ausgewogenere Belichtung der TZ7 hat aber auch eine Kehrseite. Sie tendiert mehr als die SX200 zum Highlight-Clipping, also dem Effekt, dass ab einer bestimmten Helligkeit die Kamera die Helligkeitsinformationen nicht mehr trennen kann und alles in dem betreffenden Bereich nur noch als weiss anzeigt. Am leichtesten passiert das bei einem blauen Himmel, der dann nicht mehr blau sondern weiss ist. Schlimmer wird es, wenn nicht nur der Himmel weiss ist, sondern auch Objekte im Bild im weiss verschwinden. Grundsätzlich ist das nicht zu verhindern, weil der Dynamikumfang auch der besten Digitalkameras noch deutlich hinter dem menschlichen Auge zurückbleibt. Wenn nun aber so eine Situation auftritt, muss die Automatik der Kamera entscheiden, worauf sie sich konzentriert, und welche Bildbereiche dann am hellen oder dunklen Ende geclippt werden. Sofern man in der Lage ist, die Bilder nachzubearbeiten, ist es immer eine gute Idee, die Bilder etwas unterzubelichten, so dass die hellen Bilddetails erhalten bleiben, und hinterher die dunklen Bereiche wieder etwas aufzuhellen. Die SX200 entscheidet sich für diesen Weg, bietet aber an das per i-Contrast auch automatisch zu erledigen. Dies lässt sich auch nachträglich in der Kamera machen. Die TZ7 hingegen versucht eher, die mittleren Bereiche korrekt zu belichten, was dann aber zu ausgefressenen Bereichen im Himmel führen kann. Die folgenden, zugegebenermassen extremen, Beispiele veranschaulichen dies. Das Bild der TZ7 ist in den hellen Bereichen so stark überbelichtet, dass nicht nur der Himmel komplett weiss ist, sondern auch die Gauben der Häuser, so dass die Dächer über den Gauben quasi im Nichts schweben. Dafür ist die Hecke und der Rasen sehr schön belichtet. Das andere Extrem zeigt die SX200. Die Häuser sind klar zu erkennen und am rechten Rand zeigt der Himmel sogar noch blau, dafür ist die Hecke komplett unterbelichtet und praktisch nicht mehr zu erkennen. Während aber das Bild der TZ7 nicht mehr zu verbessern ist, Bildinformation die im Highlight-Clipping verloren geht ist unwiederbringlich, hat das Bild der SX200 noch Verbesserungspotential. Das dritte Bild ist daraus über die Funktion Tiefen/Lichter in Photoshop entstanden. Jetzt ist die Hecke wieder zu erkennen und trotzdem haben der Himmel und die Dächer noch Zeichnung. Allerdings zeigt dieses Bild auch die Grenzen des nachträglichen Aufhellens. Es ist zu wenig Farbinformation vorhanden, so dass die Hecke zu grau erscheint, während das Grün der Aufnahme der TZ7 die korrekte Farbe zeigt.
Nun geht es hier aber nur um die Grundeinstellung. Da aber beide Kameras über eine Belichtungskorrektur verfügen, würde man bei der SX200 in diesem Beispiel etwas höher, bei der TZ7 etwas niedriger belichten, und schön würden beide wohl ein sehr ähnliches Resultat liefern. Auch musste ich lange suchen, bis ich ein Bild fand bei dem die Belichtungen zwischen den beiden Kameras dermassen unterschiedlich waren, normalerweise sind sie sehr viel dichter beieinander.
Der wesentliche Unterschied in der Bildqualität ist leider bei Aufnahmen mit schwachem Kunstlicht, ab ISO400. Hier hat die TZ7 die schlechtere Bildqualität der TZ5 geerbt, insbesondere die gelben Flecken, die das Farbrauschen erzeugt, machen eine spätere Nachbearbeitung wenig erfolgversprechend. Das folgenden Bildauschschnitte zeigen das Problem: während das SX200-Bild soweit OK ist, versucht die TZ7 zu viel Weissabgleich zu machen (die Wände sind gelb) und bringt das gelbe Farbrauschen in das Bild so dass Tür und Wand ein Fleckenmuster zeigen welches dort nicht hingehört. Fast zu vernachlässigen ist da hingegen, dass die SX200 im Tele mehr Schärfe zeigt als die TZ7, hier wirkt so wohl die Miniaturisierung Auf die Qualität des Objektivs aus.
Canon Powershot G10
Da ich ohnehin am Vergleichen war, interessierte mich wie sehr sich die SX200 und Canons Top-Modell G10 unterscheiden. Da mir die G10 aber zu gross und damit unhandlich für eine immer-dabei Kamera war, habe ich Sie schnell wieder zurück gegeben. Trotzdem kurz ein paar Eindrücke. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Bilder von SX200 und G10 bei Bildschirmbetrachtung nicht so sehr. Aber die G10 ist überall ein bischen besser. Farben, Belichtung, Detaildarstellung: überall kann die G10 auf die SX200 noch eine Schippe drauflegen. Die G10 hat einen grösseren Sensor und ein Lichtstärkeres Objektiv, so dass die G10 auch bei schwachen Lichtverhältnissen sich von der SX200 absetzen kann. Dazu hat sie ein paar zusätzliche manuelle Kontrollen, so dass sich die G10 auch besser bedienen lässt als jede andere Kompaktkamera, die ich kenne. Wen die Grösse nicht stört, der kann bei der G10 bedenkenlos zugreifen.
Fujifilm Finepix F200EXR
Auch Fuji hat seit dem letzten Vergleich nachgelegt und mit der F200EXR eine Nachfolgerin für die F100fd entwickelt. Die F200EXR wurde in wesentlichen Punkten gegenüber der F100fd verbessert und behebt damit einige Probleme, die ich mit der Vorgängerin hätte. Zunächst einmal hat die F200 wieder ein Modus-Rad, damit sind die Probleme mit der fummeligen Bedienung Geschichte. Auch ist die Belichtungskorrektur auf die Schnellzugriffsfunktion der Navigator-Taste gewandert, der weniger häufig benötigte Selbstauslöser ist dazu ins Menü gewandert. Gut so! Mit dem f-Menü habe ich mich mittlerweile angefreundet, nachdem die Fuji-Guys es mir erklärt haben. Die f-Taste ist die Film-Taste, man stellt dort alles ein was man durch das Einlegen eines Filmes einstellen würde wie ISO-Wert, Filmsimulation, aber auch der Weissabgleich. Wenn man das erst einmal verstanden hat, bedient sich die Fuji wirklich gut. Die Fuji's werden zwar üblicherweise für ihre altbackene Menüsteuerung gescholten, aber ich persönlich komme mit der F200 jetzt schneller zum Ziel als mit jeder anderen Kamera, die ich bislang hatte.
Auch beim Autofocus hat Fuji nachgebessert. Er ist jetzt treffsicher und unglaublich schnell geworden, so etwas habe ich bislang noch bei keiner Kompakten erlebt. Auch der Stabi scheint jetzt deutlich besser zu arbeiten. An die hervorragend stabilisierten Objektive der SX200 oder TZ7 kommt er allerdings nicht heran. Die Probleme mit unscharfen Bildern, welche ich mit der F100 hatte, egal ob aufgrund von Verwackelung oder Fehlfokussierung, sind mit der F200 Vergangenheit.
Auch im Bereich der Dynamik hat Fuji nachgebessert. Zum einen wurde die Dynamik des Sensors von 7,5 auf 8,5 Blendenstufen verbessert, so dass die F200 jetzt auf einer Stufe mit der SX200 und der TZ7 liegt. Aber die F200 kann noch mehr. Mit der F200 führt Fuji die neue namensgebende SuperCCD EXR Technologie ein. Kurz gesagt: damit kann die F200 die Auflösung von 12 auf 6 Megapixel halbieren, um damit entweder eine bessere Bildqualität bei schwacher Beleuchtung oder eine höhere Dynamik zur Verfügung zu stellen. Laut dpreview erreicht die F200 damit einen Dynamikumfang von über 10 Blendenstufen, was absolut sensationell ist. Insgesamt ist die F200 eine sehr viel bessere Kamera als die F100. Und zu guter Letzt hat Fuji auch noch die von mir bemängelte, viel zu starke Glättung der F100 bei der F200 abgestellt. Die F200 glättet jetzt nur noch sehr wenig, was den Bildern eine gewisse Körnung verleit, aber verhindert dass zu viele Details weggeglättet werden.
Trotz all der Verbesserung ist die F200 immer noch nicht ganz unproblematisch. Wenn die F200 die Farben und die Belichtung trifft, sind die Ergebnisse besser als bei der SX200 oder TZ7. Aber leider trifft die F200 nicht immer so gut das jeweilige Motiv. Sowohl Belichtung, als auch die Farben stimmen bei der F200 immer noch seltener, als bei den Canon's oder Panasonic's (Dies bezieht sich noch auf die 1.1er Firmware, speziell das Problem mit den Farben wurde mit 1.2er Firmware behoben).
Man kann hier manuell nachhelfen, indem man die Filmsimulation oder den Weissabgleich variiert, aber insgesamt ist das etwas fehleranfällig. So kann man einem blaustichigen Bild bei Sonne durch den Weissabgleich 'Bewölkt' entgegenwirken. Ich habe immer zur Sicherheit mehrere Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen gemacht, um sicherzustellen, dass zumindest ein Bild passt. Aber insgesamt sind das mehr Workarounds als ich in einer Kamera möchte, zumal die Konkurrenz ja zeigt, dass es besser geht.
Dazu ist die F200EXR für diese Preisklasse etwas zu schlecht ausgestattet. So fehlt ihr z.B. ein in dieser Preisklasse üblicher Lagesensor, so dass man die Bilder manuell drehen muss. Auch fehlt ihr bei Langzeitbelichtungen die bei anderen Geräten übliche Hot Pixel Sublimation. Und die Uhr kennt keine 24h Darstellung. In Summe sprach dann noch zu viel gegen die F200, daher ging die Fuji wieder zurück.
And the winner is ...
Am Ende habe ich mich für die SX200is entschieden. Es ist eine sehr gute Allrounderin ohne wirkliche Schächen. Sie ist sehr Belichtungssicher und hat eine gute Farbwiedergabe. Auch bei schwachen Lichtverhältnissen macht die SX200 bei ISO400/800 noch brauchbare Bilder. Das Zoomobjektiv hat eine gute Abbildungsleistung auch bei vollem Zoom und der Stabi ist hervorragend. Videoseitig ist die SX200 etwas schwächer als die TZ7, aber insgesamt stellt sie das beste Gesamtpacket dar.
Die TZ7 macht gute Bilder bis ISO200 und kann für viele den separaten Camcorder ersetzen, schwächelt aber ab ISO400, insbesondere bei Kunstlicht. Wem das egal ist, der bekommt aber auch mit der TZ7 eine sehr gute Kamera.
Mit der F200 kann man bessere Bilder als mit mit der SX200 oder der TZ7 machen, wenn die Einstellungen stimmen. Leider ist es manchmal etwas zu fummelig, der F200 das gewünschte Ergebnis abzuringen.
Etwas ausser Konkurrenz war die G10, die ich aufgrund ihrer Grösse wieder zurückgab. Wem das egal ist, der bekommt mit der G10 wohl eine der besten Kompaktkameras am Markt.
Canon Powershot SX200is
Canon hat mit der SX200is eine diekte Konkurrentin zur beliebten TZ-Serie von Panasonic auf den Markt gebracht. Und weil Neueinsteiger sich zunächst gegen die etablierten Platzhirsche durchsetzen müssen, hat Canon seiner neusten viel gutes mit in die Wiege gepackt. Ein 12-fach Zoom-Objektiv von 28-336mm, HD-Video und neben einer Automatik auch komplett manuelle Einstellungen (PASM). Dazu verfügt die SX200is im Gegensatz zu vielen günstigen Kompaktkameras über eine echte Irisblende, so dass die Betriebsarten Blendenvorwahl und Zeitvorwahl auch Sinn machen. Der Mindestabstand für Makros verdient diesen Namen eigentlich nicht, da er 0cm beträgt. Dazu verfügt die SX200 über einen regelbaren Blitz, mit dem man z.B. runtergeregelt die Motive aufhellen kann ohne sie gleich totzublitzen. Neben den Belichtungsparametern kann man bei der SX200 so ungefähr alle andere auch manuell einstellen. Die Farbe kann pro Farbkanal justiert werden, ebenso wie Kontrast und Schärfe. Ist man also der Meinung, dass die SX200 Canon-typisch etwas zu warme Farben liefert, kann man einfach den Rot-Wert um eine Stufe absenken. Die SX200 schärft von Haus aus kaum nach, so dass ich persönlich den Schärfe-Wert immer um eine Stufe erhöhe.
Die SX200 machte vom ersten Moment an Spass. Sie kann komplett auf Automatik betreiben werden und wählt dann, ähnlich wie die Panasonics, das passende Motivprogramm. Oder man kann sie auf Wunsch auch halbautomatisch oder manuell benutzen. Der grosse Brennweitenbereich schafft Spielraum für die Bildkomposition und ich hatte nicht wenige Bilder, bei denen die 338mm so gerade eben ausreichend waren, wie z.B. bei dem Seehund unten. Der Stabilisator der SX200 ist vermutlich der Beste in der aktuellen Kompaktklasse. Damit lassen sich noch brauchbare Bilder mit bis zu 1/2s machen, gerade im Telebereich ist er eine grosse Hilfe.
Im direkten Vergleich zur FX37 war die SX200 aber auf den ersten Blick nicht ganz so Belichtungssicher. Die Bilder waren manchmal etwas unterbelichtet und gaben die Lichtsituatin nicht ganz korrekt wieder. Also sollte eine aktuelle Panasonic noch einmal zum Vergleich antreten.
Panasonic Lumix TZ7
Die Anfang des Jahres getestete TZ5 wurde mittlerweile durch die TZ7 abgelöst. Im Vergleich zum Vormodell fällt vor allen Dingen das schlankere Gehäuse auf, welches jetzt als absolut hosentaschentauglich einzustufen ist. Die SX200 ist ein paar Millimeter dicker. Um so erstaunlicher ist, dass der Zoomfaktor wie bei der SX200 ebenfalls auf 12-fach erweitert wurde, mit 25-300mm ein klein wenig weitwinkliger. Die TZ7 zeichnet HD-Video jetzt in Stereo und in der MPEG4-Variante AVCHDlite auf. Das Format erwies sich aber Anfangs als Problem, weil die Softwareunterstützung auf dem PC zunächst gering, später inperformant war. Apple-Anwender hatten es da etwas einfacher, seit iMovie per Patch die AVCHDlite-Unterstützung nachgereicht hat. Die Stereo-Mikrophone der TZ7 sind auf der Oberseite der Kamera leider etwas ungünstig positioniert. In ruhigen Situationen muss man schon darauf achten, sehr leise zu Atmen, weil das Atmen sonst schon hörbar in der Aufnahme wird. Da die TZ7 sogar in der Lage ist, während der Aufnahme zu zoomen und den Fokus auch entsprechend nachzuführen, kann die TZ7 für Gelegenheitsfilmer einen Camcorder ersetzen. Im direkten Vergleich zu meinem 2 Jahre alten JVC SD HD Camcorder brachte die TZ wirklich durchgängig erheblich bessere Ergebnisse. Zwar kann selbst die SX200 einen einfachen Camcorder ersetzen, sie ist aber durch die fehlende Möglichkeit des Zoomens während der Aufnahme etwas eingeschränkt.Bei den Fotos lieferte die TZ7 genau das ab, was ich erwartete. Die Bilder sind ausgewogen belichtet und geben die Lichtsituation bei Tageslicht immer sehr gut wieder, so dass man sich manuelle Korrektur meistens sparen kann. Die Farben sind lebendig, wenn auch etwas kräftiger als im Original, was aber zu sehr gefälligen Bildern führt. Insgesamt ist auch die TZ7 eine Kamera, mit der Panasonic-typisch auch völlig unerfahrene Anwender viele schöne Bilder bekommen werden. Die Panasonic schärft im Vergleich zur SX200 stärker nach, was auf den ersten Blick suggeriert, dass sie mehr Details zeigen würde. Allerdings liefert die SX200 ebenso viele Bilddetails und bei stärkerer Schärfung lässt sich ein Vergleichbarer Eindruck erzielen.
Die auf den ersten Blick ausgewogenere Belichtung der TZ7 hat aber auch eine Kehrseite. Sie tendiert mehr als die SX200 zum Highlight-Clipping, also dem Effekt, dass ab einer bestimmten Helligkeit die Kamera die Helligkeitsinformationen nicht mehr trennen kann und alles in dem betreffenden Bereich nur noch als weiss anzeigt. Am leichtesten passiert das bei einem blauen Himmel, der dann nicht mehr blau sondern weiss ist. Schlimmer wird es, wenn nicht nur der Himmel weiss ist, sondern auch Objekte im Bild im weiss verschwinden. Grundsätzlich ist das nicht zu verhindern, weil der Dynamikumfang auch der besten Digitalkameras noch deutlich hinter dem menschlichen Auge zurückbleibt. Wenn nun aber so eine Situation auftritt, muss die Automatik der Kamera entscheiden, worauf sie sich konzentriert, und welche Bildbereiche dann am hellen oder dunklen Ende geclippt werden. Sofern man in der Lage ist, die Bilder nachzubearbeiten, ist es immer eine gute Idee, die Bilder etwas unterzubelichten, so dass die hellen Bilddetails erhalten bleiben, und hinterher die dunklen Bereiche wieder etwas aufzuhellen. Die SX200 entscheidet sich für diesen Weg, bietet aber an das per i-Contrast auch automatisch zu erledigen. Dies lässt sich auch nachträglich in der Kamera machen. Die TZ7 hingegen versucht eher, die mittleren Bereiche korrekt zu belichten, was dann aber zu ausgefressenen Bereichen im Himmel führen kann. Die folgenden, zugegebenermassen extremen, Beispiele veranschaulichen dies. Das Bild der TZ7 ist in den hellen Bereichen so stark überbelichtet, dass nicht nur der Himmel komplett weiss ist, sondern auch die Gauben der Häuser, so dass die Dächer über den Gauben quasi im Nichts schweben. Dafür ist die Hecke und der Rasen sehr schön belichtet. Das andere Extrem zeigt die SX200. Die Häuser sind klar zu erkennen und am rechten Rand zeigt der Himmel sogar noch blau, dafür ist die Hecke komplett unterbelichtet und praktisch nicht mehr zu erkennen. Während aber das Bild der TZ7 nicht mehr zu verbessern ist, Bildinformation die im Highlight-Clipping verloren geht ist unwiederbringlich, hat das Bild der SX200 noch Verbesserungspotential. Das dritte Bild ist daraus über die Funktion Tiefen/Lichter in Photoshop entstanden. Jetzt ist die Hecke wieder zu erkennen und trotzdem haben der Himmel und die Dächer noch Zeichnung. Allerdings zeigt dieses Bild auch die Grenzen des nachträglichen Aufhellens. Es ist zu wenig Farbinformation vorhanden, so dass die Hecke zu grau erscheint, während das Grün der Aufnahme der TZ7 die korrekte Farbe zeigt.
Nun geht es hier aber nur um die Grundeinstellung. Da aber beide Kameras über eine Belichtungskorrektur verfügen, würde man bei der SX200 in diesem Beispiel etwas höher, bei der TZ7 etwas niedriger belichten, und schön würden beide wohl ein sehr ähnliches Resultat liefern. Auch musste ich lange suchen, bis ich ein Bild fand bei dem die Belichtungen zwischen den beiden Kameras dermassen unterschiedlich waren, normalerweise sind sie sehr viel dichter beieinander.
Der wesentliche Unterschied in der Bildqualität ist leider bei Aufnahmen mit schwachem Kunstlicht, ab ISO400. Hier hat die TZ7 die schlechtere Bildqualität der TZ5 geerbt, insbesondere die gelben Flecken, die das Farbrauschen erzeugt, machen eine spätere Nachbearbeitung wenig erfolgversprechend. Das folgenden Bildauschschnitte zeigen das Problem: während das SX200-Bild soweit OK ist, versucht die TZ7 zu viel Weissabgleich zu machen (die Wände sind gelb) und bringt das gelbe Farbrauschen in das Bild so dass Tür und Wand ein Fleckenmuster zeigen welches dort nicht hingehört. Fast zu vernachlässigen ist da hingegen, dass die SX200 im Tele mehr Schärfe zeigt als die TZ7, hier wirkt so wohl die Miniaturisierung Auf die Qualität des Objektivs aus.
Canon Powershot G10
Da ich ohnehin am Vergleichen war, interessierte mich wie sehr sich die SX200 und Canons Top-Modell G10 unterscheiden. Da mir die G10 aber zu gross und damit unhandlich für eine immer-dabei Kamera war, habe ich Sie schnell wieder zurück gegeben. Trotzdem kurz ein paar Eindrücke. Auf den ersten Blick unterscheiden sich die Bilder von SX200 und G10 bei Bildschirmbetrachtung nicht so sehr. Aber die G10 ist überall ein bischen besser. Farben, Belichtung, Detaildarstellung: überall kann die G10 auf die SX200 noch eine Schippe drauflegen. Die G10 hat einen grösseren Sensor und ein Lichtstärkeres Objektiv, so dass die G10 auch bei schwachen Lichtverhältnissen sich von der SX200 absetzen kann. Dazu hat sie ein paar zusätzliche manuelle Kontrollen, so dass sich die G10 auch besser bedienen lässt als jede andere Kompaktkamera, die ich kenne. Wen die Grösse nicht stört, der kann bei der G10 bedenkenlos zugreifen.Fujifilm Finepix F200EXR
Auch Fuji hat seit dem letzten Vergleich nachgelegt und mit der F200EXR eine Nachfolgerin für die F100fd entwickelt. Die F200EXR wurde in wesentlichen Punkten gegenüber der F100fd verbessert und behebt damit einige Probleme, die ich mit der Vorgängerin hätte. Zunächst einmal hat die F200 wieder ein Modus-Rad, damit sind die Probleme mit der fummeligen Bedienung Geschichte. Auch ist die Belichtungskorrektur auf die Schnellzugriffsfunktion der Navigator-Taste gewandert, der weniger häufig benötigte Selbstauslöser ist dazu ins Menü gewandert. Gut so! Mit dem f-Menü habe ich mich mittlerweile angefreundet, nachdem die Fuji-Guys es mir erklärt haben. Die f-Taste ist die Film-Taste, man stellt dort alles ein was man durch das Einlegen eines Filmes einstellen würde wie ISO-Wert, Filmsimulation, aber auch der Weissabgleich. Wenn man das erst einmal verstanden hat, bedient sich die Fuji wirklich gut. Die Fuji's werden zwar üblicherweise für ihre altbackene Menüsteuerung gescholten, aber ich persönlich komme mit der F200 jetzt schneller zum Ziel als mit jeder anderen Kamera, die ich bislang hatte.Auch beim Autofocus hat Fuji nachgebessert. Er ist jetzt treffsicher und unglaublich schnell geworden, so etwas habe ich bislang noch bei keiner Kompakten erlebt. Auch der Stabi scheint jetzt deutlich besser zu arbeiten. An die hervorragend stabilisierten Objektive der SX200 oder TZ7 kommt er allerdings nicht heran. Die Probleme mit unscharfen Bildern, welche ich mit der F100 hatte, egal ob aufgrund von Verwackelung oder Fehlfokussierung, sind mit der F200 Vergangenheit.
Auch im Bereich der Dynamik hat Fuji nachgebessert. Zum einen wurde die Dynamik des Sensors von 7,5 auf 8,5 Blendenstufen verbessert, so dass die F200 jetzt auf einer Stufe mit der SX200 und der TZ7 liegt. Aber die F200 kann noch mehr. Mit der F200 führt Fuji die neue namensgebende SuperCCD EXR Technologie ein. Kurz gesagt: damit kann die F200 die Auflösung von 12 auf 6 Megapixel halbieren, um damit entweder eine bessere Bildqualität bei schwacher Beleuchtung oder eine höhere Dynamik zur Verfügung zu stellen. Laut dpreview erreicht die F200 damit einen Dynamikumfang von über 10 Blendenstufen, was absolut sensationell ist. Insgesamt ist die F200 eine sehr viel bessere Kamera als die F100. Und zu guter Letzt hat Fuji auch noch die von mir bemängelte, viel zu starke Glättung der F100 bei der F200 abgestellt. Die F200 glättet jetzt nur noch sehr wenig, was den Bildern eine gewisse Körnung verleit, aber verhindert dass zu viele Details weggeglättet werden.
Trotz all der Verbesserung ist die F200 immer noch nicht ganz unproblematisch. Wenn die F200 die Farben und die Belichtung trifft, sind die Ergebnisse besser als bei der SX200 oder TZ7. Aber leider trifft die F200 nicht immer so gut das jeweilige Motiv. Sowohl Belichtung, als auch die Farben stimmen bei der F200 immer noch seltener, als bei den Canon's oder Panasonic's (Dies bezieht sich noch auf die 1.1er Firmware, speziell das Problem mit den Farben wurde mit 1.2er Firmware behoben).
Man kann hier manuell nachhelfen, indem man die Filmsimulation oder den Weissabgleich variiert, aber insgesamt ist das etwas fehleranfällig. So kann man einem blaustichigen Bild bei Sonne durch den Weissabgleich 'Bewölkt' entgegenwirken. Ich habe immer zur Sicherheit mehrere Bilder mit unterschiedlichen Einstellungen gemacht, um sicherzustellen, dass zumindest ein Bild passt. Aber insgesamt sind das mehr Workarounds als ich in einer Kamera möchte, zumal die Konkurrenz ja zeigt, dass es besser geht.
Dazu ist die F200EXR für diese Preisklasse etwas zu schlecht ausgestattet. So fehlt ihr z.B. ein in dieser Preisklasse üblicher Lagesensor, so dass man die Bilder manuell drehen muss. Auch fehlt ihr bei Langzeitbelichtungen die bei anderen Geräten übliche Hot Pixel Sublimation. Und die Uhr kennt keine 24h Darstellung. In Summe sprach dann noch zu viel gegen die F200, daher ging die Fuji wieder zurück.
And the winner is ...
Am Ende habe ich mich für die SX200is entschieden. Es ist eine sehr gute Allrounderin ohne wirkliche Schächen. Sie ist sehr Belichtungssicher und hat eine gute Farbwiedergabe. Auch bei schwachen Lichtverhältnissen macht die SX200 bei ISO400/800 noch brauchbare Bilder. Das Zoomobjektiv hat eine gute Abbildungsleistung auch bei vollem Zoom und der Stabi ist hervorragend. Videoseitig ist die SX200 etwas schwächer als die TZ7, aber insgesamt stellt sie das beste Gesamtpacket dar.
Die TZ7 macht gute Bilder bis ISO200 und kann für viele den separaten Camcorder ersetzen, schwächelt aber ab ISO400, insbesondere bei Kunstlicht. Wem das egal ist, der bekommt aber auch mit der TZ7 eine sehr gute Kamera.
Mit der F200 kann man bessere Bilder als mit mit der SX200 oder der TZ7 machen, wenn die Einstellungen stimmen. Leider ist es manchmal etwas zu fummelig, der F200 das gewünschte Ergebnis abzuringen.
Etwas ausser Konkurrenz war die G10, die ich aufgrund ihrer Grösse wieder zurückgab. Wem das egal ist, der bekommt mit der G10 wohl eine der besten Kompaktkameras am Markt.
Freitag, 8. Mai 2009
Sun Weblog Publisher für OpenOffice
Eine schöne kleine Extension für OpenOffice gibt es von Sun:
den Weblog Publisher. Man kann damit in OO seine BLOG's registrieren und dann direkt aus OO veröffentlichen, z.B. auf Blogger.com. Das passt mir hervorragend, schreibe ich doch meine BLOG's ohnehin überwiegend mit OO, und so spare ich mir ein paar Schritte. Dieser Eintrag ist direkt auf diesem Wege entstanden.
Insgesamt war es eine der besten Ideen von Sun, OO mit einer Extension-Schnittstelle zu versehen. Genau wie bei anderen erfolgreichen OpenSource-Projekten mit Plugin-API, wie z.B. Firefox oder Eclipse, erwächst ein grosser Teil der Stärke aus der Vielzahl an Erweiterungen.
den Weblog Publisher. Man kann damit in OO seine BLOG's registrieren und dann direkt aus OO veröffentlichen, z.B. auf Blogger.com. Das passt mir hervorragend, schreibe ich doch meine BLOG's ohnehin überwiegend mit OO, und so spare ich mir ein paar Schritte. Dieser Eintrag ist direkt auf diesem Wege entstanden.Insgesamt war es eine der besten Ideen von Sun, OO mit einer Extension-Schnittstelle zu versehen. Genau wie bei anderen erfolgreichen OpenSource-Projekten mit Plugin-API, wie z.B. Firefox oder Eclipse, erwächst ein grosser Teil der Stärke aus der Vielzahl an Erweiterungen.
Samstag, 2. Mai 2009
Wii Crystal Defenders
Nach der Version für das iPhone gibt es jetzt auch eine erweiterte Fassung von Crystal Defenders für die Wii zum Download. Kurz gesagt ähnelt Crystal Defenders stark dem Klassiker Desktop Tower Defense, nur eben mit Final Fantasy Motiven. Die Monster müssen über einen verschlungenen Gang einmal über den Bildschirm laufen, der Spieler versucht das zu verhindern, indem er unterschiedliche Krieger auf dem Spielfeld platziert die diese aufhalten sollen. Die Krieger kosten Geld, sowohl für die Anschaffung als auch das notwendige Aufleveln. Die Krieger werden auf einem festen Platz abgestellt und können nur innerhalb ihrer Reichweite kämpfen, die sich beim Aufleveln langsam erhöht. Man hat also nur die Wahl, welche Krieger man wo aufstellt und ob man sein Geld lieber in neue Krieger oder höhere Level investiert.
Das Spielkonzept ist genauso simpel wie die der offensichtlichen Vorlage Desktop Tower Defense, macht aber genau so süchtig. Der 'nur-noch-einen-Level'-Faktor ist fast grenzenlos. Schnell noch mal einen der 1-2 Minuten kurzen Levels schaffen. Meine absolute Sucht-Empfehlung, aber wer die € 15,- für den Download sparen will, kann auch das Flash-Original im Browser zocken. Das kostet nichts.
UPDATE: Leider wird das Spiel nach ein paar Levels bockschwer, so dass es fast in Arbeit ausartet. Schade.
Dienstag, 10. März 2009
The Hit List: Mehr GTD für den Mac
Lange war es ruhig geworden um die einstmals so zahlreichen GTD-Anwendungen auf dem Mac. iGTD ist eingeschlafen, von Midnight Inbox hört man kaum noch was und Things teilt sich den Markt mit OmniFocus. Aber jetzt gibt es einen erfrischend neuen Kandidaten, der um die Gunst der Produktivitäts-Junkies wirbt.
The Hit List ist frisch als öffentliche beta verfügbar und macht auf Anhieb einen hervorragenden Eindruck. Die Entwickler verfolgen dabei eine höchst effiziente Interface-Strategie, nach der sich alles über die Tastatur bedienen lässt. Das macht Sinn, denn die Aufgaben müssen ohnehin eingegeben werden. Da stört es nur, wenn man zum Erfassen von Kontexten, Tags, Prioritäten usw. zur Maus greifen muss. Ein Kontext wird daher einfach durch das übliche, vorgestellte ,@‘ erfasst, ein Tag analog durch ein ,/‘. Prioritäten können durch die Zifferntasten zugefügt werden.
Wem OmniFocus zu missionarisch an den Worten des David Allen klebte (Prioritäten stehen nicht im Buch ... machen wir nicht), Things hingegen zu einfach gehalten war, findet möglicherweise in The Hit List einen gelungenen Kompromiss. Bereits diese frühe Version kennt ein Anfangsdatum für eine Aufgabe, dieses hat mir bei Things immer gefehlt. Nun ist diese beta noch nicht vollständig, und scheint noch keine Next Actions zu kennen. Sie ist aber auf jeden Fall viel versprechend. Ich werde The Hit List auf im Auge behalten und könnte mir vorstellen, dass es bei mir bald Things als führende GTD-Anwendung beerbt.
The Hit List ist frisch als öffentliche beta verfügbar und macht auf Anhieb einen hervorragenden Eindruck. Die Entwickler verfolgen dabei eine höchst effiziente Interface-Strategie, nach der sich alles über die Tastatur bedienen lässt. Das macht Sinn, denn die Aufgaben müssen ohnehin eingegeben werden. Da stört es nur, wenn man zum Erfassen von Kontexten, Tags, Prioritäten usw. zur Maus greifen muss. Ein Kontext wird daher einfach durch das übliche, vorgestellte ,@‘ erfasst, ein Tag analog durch ein ,/‘. Prioritäten können durch die Zifferntasten zugefügt werden.
Wem OmniFocus zu missionarisch an den Worten des David Allen klebte (Prioritäten stehen nicht im Buch ... machen wir nicht), Things hingegen zu einfach gehalten war, findet möglicherweise in The Hit List einen gelungenen Kompromiss. Bereits diese frühe Version kennt ein Anfangsdatum für eine Aufgabe, dieses hat mir bei Things immer gefehlt. Nun ist diese beta noch nicht vollständig, und scheint noch keine Next Actions zu kennen. Sie ist aber auf jeden Fall viel versprechend. Ich werde The Hit List auf im Auge behalten und könnte mir vorstellen, dass es bei mir bald Things als führende GTD-Anwendung beerbt.
Sonntag, 1. März 2009
Pick: Time Machine

Neulich rief mein Vater an. Er hat aus versehen anstelle einer Mail den ganzen Email-Account gelöscht (wer liest schon diese ,Wollen Sie wirklich ...‘ Meldungen).Früher hätte das für mich bedeutet, ins Auto zu steigen und das Ganze wieder einzurichten. Aber dann sagte er mir nur „Dann habe ich einfach Time Machine gestartet und mir das Email Postfach wieder aus dem Backup rausgeholt“. Wow! Nun ist mein Vater wirklich pfiffig. Aber seinen ersten eigenen Computer hat er sich mit über 60 Jahren gekauft und er ist vor weniger als einem Jahr auf ein MacBook umgestiegen. Und schon macht er ein Restore und braucht mich nicht mal dafür.
Backup-Programme gibt es seit vielen Jahrzehnten. Aber erst Apple hat mit Time Machine eine Software entwickelt, mit auch Menschen, die ihr Leben nicht hauptsächlich mit der Bedienung von Computern verbringen, effektiv nutzen können. Gratulation, Apple. Und natürlich ... Gratualtion, Papa!
Sonntag, 1. Februar 2009
Pick: Handbrake
Nun war Handbrake in der Vergangenheit immer ein Programm, dem das Verbotene anhaftete, weil man damit angeblich auch Kopiergeschützte Inhalte kopieren konnte.Und leider klaffte mit der Einstellung von iSquint bzw. Visual Hub eine schmerzhafte Lücke im Mac Softwareportfolio. Ich nutzte es z.B., um die HD-Videos von meiner Panasonic Lumix FX37, die in MotionJPEG als .mov daher kommen, in h.264 zu konvertieren.
Glücklicherweise hat sich der Autor von Handbrake entschlossen, die Funktionaltät zum Kopieren der Geschützten Inhalte zu entfernen und Handbrake statt dessen zum allgemeinen Videokonverter weiter zu entwickeln.
Und damit ist er auch für Anwender von QuickTime Pro interessant. Handbrake setzt nämlich nicht auf QuickTime, sondern auf ffmpeg und x.264 auf. Für alle Anwender, die sich dafür nicht interessieren, heisst das einfach: die Konvertierung geht schneller, die Ergebnisse sind kleiner und sehen, vor allen Dingen, deutlich besser aus.
Freitag, 30. Januar 2009
Digitale Kompaktkameras: Fuji F100fd vs. Canon Ixus 960 vs. Panasonic TZ5 und FX37
Meine Digitalkamera Sony DSC-W55 reichte mir in vielen Situationen nicht mehr aus. Gerade bei schwachem Kunstlicht, wie es auf gemütlichen Zusammenkünften mit Freunden oder der Familie gerne vorzufinden ist, kamen aus der W55 nur dunkle, gelbstichige und verrauschte Bilder. Aber auch bei ausreichend Tageslicht waren die Bilder nicht vollends befriedigend. Die Farben waren immer ein bischen flau, so dass ich fast durchgehend eine automatische Tonwertkorrektur in Photoshop machen musste, was ich auf Dauer doch als lästig empfinde.Also machte ich mich auf die Suche nach einer passenden Kamera, die in einfachen Situationen einfach gute Bilder liefert ohne dass diese grundsätzlich nachbearbeitet werden müssen. Und in problematischeren Situationen sollte sie deutlich bessere Ergebnisse als meine Sony liefern.
Das wurde dann aber aber wesentlich schwieriger als ich angenommen hatte und lief auf einen umfangreicheren Vergleich aktueller Kompaktkameras hinaus. Ich möchte dies hier nicht als Test verstanden sehen, dafür bin ich nicht kompetent genug. Statt dessen hier mein Erfahrungsbericht.
Was für alle, die sich mit der Materie beschäftigen ein alter Hut ist, musste ich erst lernen: Es gibt nicht die perfekte Kompaktkamera für jeden Einsatzbereich. Zunächst gilt es zu entscheiden, wie man sie benutzen möchte um sich dann den besten Kompromiss suchen. Das ist wie bei Autos: ein Porsche ist zwar schön schnell, nur fehlt es ihm an Platz für Familie und Gepäck. Der VW-Bus bietet davon reichlich, überzeugt aber nicht von den Fahrleistungen. Dazwischen gibt es eine Vielzahl an Modellen, aus denen man sich den besten Kompromiss heraussuchen kann. Deswegen kann man die Frage nach dem besten Auto nur beantworten mit. „Das kommt darauf an ...“
Am Anfang steht also die Überlegung nach den Anforderungen, meine waren:
- Bei guten Lichtverhältnissen gute Bilder OOC (out-of-camera, ohne Nachbearbeitung)
- ordentliche Bildqualität bei schwachen Lichtverhältnissen
- Mehr Brennweitenbereich als die W55 (38-114mm), möglichst mehr Weitwinkel
- Schnappschusstauglichkeit: Schnell, gute Automatik, effektiver Bildstabilisator
- Taschentaugliche Bauform, DSLR (Digitale Spiegelreflexkameras) scheiden aus.
Während die meisten meiner Anforderungen von einer Vielzahl aktueller Kameras abgedeckt werden sollten, stellt die Bildqualität bei schwachen Lichtverhältnissen die grösste Herausforderung an aktuelle Kompaktkameras, bei denen immer mehr Megapixel auf winzige Sensoren gepresst werden, was der Bildqualität potentiell entgegenwirkt. Eine lichtempfindliche Kamera benötigt einen grossen Sensor, je grösser die Fläche, um so mehr Licht kann er einfangen. Ein bisschen Hintergrundwissen zum Thema Megapixel und Rauschen findet sich u.a. auf http://6mpixel.org/, auch wenn die Aussage der Seite in den betreffenden Foren durchaus kontrovers diskutiert werden. Bauartbedingt sind die Sensoren von Kompaktkameras im Vergleich zu DSLR's aber sehr klein. Es gibt aber ein paar Modelle dazwischen, die zumindest einen grösseren Sensor als die meisten anderen Kompakten haben. Daher habe ich meine Suche zunächst darauf eingegrenzt.
Fuji F100fd
In Foren wird die Fuji F100fd hochgradig gelobt als handliche, universelle und lichtempfindliche Kamera. Trotz 12 Megapixeln besitzt sie aufgrund ihres grossen 1/1,6'' Sensors immer noch eine Pixelgrösse von 2 μm. Unter den aktuellen Kompaktkameras bietet keine mehr. Übertroffen wird sie nur noch von Geräten aus Zeiten vor dem Megapixel-Rennen, z.B. ihrer Vorgängerin F31, die auf fast der gleichen Sensorgrösse nur 6 Megapixel unterbringt und damit Rauschwerte erreicht, von denen die Freunde der F31 immer noch schwärmen.
Die Alternativen zur F100fd wären die Panasonic LX3 und die Canon G9, die aber in einer anderen Preis- und Gewichtklasse liegen. Ausserdem ist die LX3 für meine Anforderungen mit einem zu kleinen Brennweitenbereich (24-60mm) ausgestattet, auch wenn sie ansonsten als eine der besten Kompaktkameras gilt.
Die F100fd erfüllte dann auch gleich einen Teil der Erwartungen. Die Bilder weisen, zumindest bei genug Licht, eine für diese Preisklasse beeindruckende Detailschärfe auf. Und die Bildqualität bei schwachem Licht spielt im Vergleich zur W55 in einer ganz anderen Liga. Das Objektiv bietet mit seinem Brennweitenbereich von 28-140mm einen breiten Anwendungsbereich und die F100fd bleibt dabei immer noch handlich. Sie ist noch klein genug, um sie bequem in der Gesässtasche einer Jeans mitzunehmen.
An der F100 haben mich dann aber doch recht schnell eine Menge Dinge gestört. Zunächst einmal wirkt das Bedienkonzept undurchdacht und unnötig fummelig. Die Vorgängermodelle wie z.B. die F60 hatten ein zusätzliches Modus-Einstellrad, welches bei der F100fd wegrationalisiert wurde. Somit wählt man jetzt das entsprechende Motiv-Programm ebenso wie die Einstellungen für selbiges durch das gleiche Menü. Das kann man sich so vorstellen:
Die Kamera ist im Modus Auto, und man stellt fest, dass man etwas einstellen möchte. Dazu drückt man die Menütaste und wählt den Modus Manuell, das Menü verschwindet dadurch. Nun muss noch einmal die Menütaste gedrückt werden und Menü gewählt werden, als wäre es ein eigenes Motivprogramm. Hierin kann man jetzt die gewünschte Einstellung vornehmen, woraufhin das Menü auch gleich wieder verschwindet. Will man einen weiteren Parameter einstellen, muss man all das noch einmal machen. Dieses Bedienkonzept ist unnötig umständlich und macht keinen Spass. Dabei hat die Fuji eine Taste für das markentypische F-Menü, welches eigentlich die wichtigsten Einstellungen zum jeweiligen Modus anbieten soll. Leider ist man dabei völlig inkonsistent vorgegangen. Einige Einstellungen sind im F-Menü, andere im Menü-Modus. So lässt sich z.B. die ISO-Vorgabe im F-Menü einstellen, der Weissabgleich aber im Menü-Modus. Die Einstellungen erscheinen willkürlich verteilt und häufig suchte ich zunächst an der falschen Stelle. So ging ich ins F-Menü, um eine Belichtungskorrektur vorzunehmen, um dann festzustellen, dass ich da wieder raus und in den Menü-Modus muss. Das ist ärgerlich und unnötig. Ich hätte mir gewünscht, dass alle Einstellungen zum jeweiligen Modus über die F-Taste erreichbar wären. Dagegen ist es nur noch kleines Ärgernis, dass von den 4 Schnellzugriffen, die über das entsprechende Kippen des Einstellrades zugänglich sind, einer mit dem Selbstauslöser belegt ist, während sich die typischerweise häufiger benötigte Belichtungskorrektur im Menü versteckt.
Diese Bedienprobleme sind um so ärgerlicher, weil man häufig nachjustieren muss. Die Automatik findet seltener eine brauchbare Einstellung, als ich das von meinen bisherigen Kameras gewohnt war.
Bei Bildern mit hoher Dynamik habe ich häufig kein brauchbares Ergebnis bekommen können.
Eine Person vor einem Fenster, durch das Licht fällt, erscheint auf der F100fd nur als Scherenschnitt. Ebenso eine Hecke im Schatten vor strahlend blauem Himmel: Die Hecke ist fast nur noch eine schwarze Fläche. Auch mit Anhebung der Helligkeit ließ sich die Hecke praktisch nicht erkennen. Dabei bietet die F100 sogar eine Funktion zur Erhöhung der Dynamik, der Effekt davon war aber praktisch nicht feststellbar. Obwohl Fuji gerade mit dem hohen Dynamikumfang der F100 wirbt, kann man in entsprechenden Testergebnissen (z.B. von Digitalkamera.de) nachlesen, dass die F100 über eine für die Preisklasse unterdurchschnittliche Dynamik verfügt, was sich so auch im Direktvergleich mit anderen den anderen getesteten Kameras später bestätigt.
Fast schon zu vernachlässigen ist die geringere Einschaltgeschwindigkeit der F100fd, aber im Direktvergleich fällt einfach auf dass sich die F100fd die eine oder andere Extrasekunde gegenüber den anderen Geräten genehmigt, was einfach unnötig ist.
Ein weiteres Problem dieses Gerätes ist der Bildstabilisator. Die Bilder waren häufiger verwackelt, als bei jedem anderen Gerät, dass ich bislang benutzt habe. Auch in den entsprechenden Foren tauchen bei der F100 übermässig häufig Beschwerden über den Stabilisator auf. Die F100fd bewegt zur Bildstabilisierung den Sensor, während die anderen getesteten Geräte die Bewegung im Objektiv ausgleichen, was allgemein als die effektivere Variante gilt.
Freunde der F100 schreiben in Foren, dass man sich halt mit der Kamera auskennen und sie korrekt einstellen muss, damit sie ordentliche Bilder macht. Das ist natürlich grundsätzlich für jede Kamera sinnvoll. Alle anderen getesteten Kameras liefern aber meistens auf Automatik bessere Ergebnisse. Bei der Fuji muss man häufiger auch in ganz normalen Situationen eingreifen.Insgesamt habe ich mit der F100fd jedenfalls mehr Versuche als mit allen anderen getesteten Geräten gebraucht um das gewünschte Bild zu bekommen.
Störend war auch die teilweise schlechte Farbwiedergabe. Im Sonnenlicht werden die Bilder gerne mal blaustichig, im Glühlampenlicht dagegen manchmal rotstichig. Auch das lässt sich teilweise durch einen manuellen Weissabgleich umgehen. Womit wir dann schon wieder beim Einstellen sind. Dazu werden pink-Töne teilweise unnatürlich übersättigt wiedergegeben, was ich feststellte als ich meine Tochter mit ihrer rosafarbenen Mütze fotografierte.
Die F100fd ist eigentlich gut ausgestattet, um auch bei schwacher Beleuchtung noch gute Bilder zu machen. Ihr Sensor gehört zu den grössten in der Kompaktklasse, auch wenn das Objektiv mit F3,3 im Weitwinkel gerne ein wenig lichtstärker hätte ausfallen können. Hier verlässt sich Fuji etwas zu sehr auf die Leistungsfähigkeit des Sensors. Leider werden die guten Hardware-Voraussetzungen durch eine unschöne Softwarekonfiguration zunichte gemacht. Die F100fd besitzt nämlich eine dermassen starke Rauschunterdrückung, dass die Bilddetails einfach wegoptimiert werden. Natürlich ist das immer ein Kompromiss: die Rauschunterdrückung geht immer mit einem Detailverlust einher. Aber nach meinem Geschmack hat Fuji die Parameter eindeutig zu weit in Richtung Bildglättung verschoben. Ein deutliches Beispiel hierfür sind die Weihnachtsbilder: die Struktur der Raufasertapete wurde ebenso wegoptimiert, sowie ein Grossteil der Nadeln am Tannenbaum.
Detailverlust bei Tannennadeln und Strukturtapete
Wenig gefallen hat mir der Zoom der F100fd. Dieser setzt vergleichsweise ruckartig ein und da er nur eine Geschwindigkeit kennt, ist ein genaues Wählen des gewünschten Ausschnitts schwieriger als bei anderen Geräten. Das führte dazu, dass ich denn Zoom nur ungefähr ausgerichtet habe und den Rest dann – soweit möglich – durch vor- oder zurückgehen justiert habe.
In Summe klingt dieser Bericht nun deutlich schlechter, als die F100fd ist. Es handelt sich mit Sicherheit um ein eigentlich recht ordentliches Gerät, welches viele Fans hat. Und das nicht von ungefähr: Fuji hat vieles sehr gut gemacht: der beeindruckend hochauflösende Sensor, der gut nutzbare Brennweitenbereich, die kompakte, hosentaschenfreundliche Bauform. Leider hat Fuji dafür einige andere Dinge deutlich unterdurchschnittlich umgesetzt. Vor allen Dingen die Software, welche eine viel zu starke Weichzeichnung zur Rauschunterdrückung einsetzt, ein schlechtes Bedienkonzept bietet und eine im Vergleich weniger ausgefeilte Automatik. Dazu gesellt sich ein Objektiv, dass zwar einen guten Brennweitenbereich abdeckt und im Telebereich noch eine sehr ordentliche Lichtempfindlichkeit bietet, im Weitwinkel aber sichtbar verzeichnet und dort auch nur eine bestenfalls durchschnittliche Lichtempfindlichkeit aufweist. Sie hat definitiv ihre Stärken, aber auf der anderen Seite mehr Schwächen als jedes andere mir bekannte Gerät.
Panasonic Lumix TZ5
Die Lumix Kameras von Panasonic gelten als Geräte mit guter Automatik, geradezu ideal um zu vergleichen, ob sich eine aktuelle Kamera wirklich so unhandlich bedienen muss wie die F100fd. Somit kam als nächstes die Panasonic Lumix TZ5 ins Haus.
Die TZ5 ist in vielerlei Hinsicht das Gegenteil der F100. Sie ist immer schnell und die Bedienung ist absolut vorbildlich. Sicherlich ist das bis zu einem bestimmten Grad auch Geschmacksache, aber man kommt bei der TZ5 häufig einfach mit weniger Menüschritten zum Ergebnis und die so genannte intelligente Automatik (IA) ist oft so gut, dass man das Menü oft überhaupt nicht benötigt. Im Gegensatz zur manchmal etwas störrischen F100 macht die TZ5 einfach Spaß. Im Direktvergleich vielen mir noch weitere Aspekte auf. Aus der Hand geschossene Bilder werden bei der TZ5 normalerweise nicht verwackelt, der Bildstabilisator der TZ5 arbeitet wesentlich effizienter als sein Pendant der F100.
Schöne Bilder bei Tageslicht auf Automatik
Auch arbeitet der Mehrfeld-Autofokus der TZ5 nachvollziehbar besser als jener der F100. Während bei der F100 häufiger nicht feststellbar ist, worauf sie eigentlich fokussiert hat, so dass Bilder entstehen, die nirgendwo scharf sind. Der Mehrfeld-Autofocus der TZ5 arbeitet dermassen gut, dass man ihn auch als Standard eingestellt lassen kann. Die TZ5 zeigt dabei auf dem Display genau an, worauf sie sich fokussiert. Bei der F100 sollte man immer den Autofocus mittig nutzen.
Weiterhin fiel an der TZ5 der gut dosierbare Zoommotor auf, im Gegensatz zur F100fd lässt sich dieser wesentlich präziser justieren, so dass die bei der Fuji notwendige Beinarbeit entfällt.
Und zu guter Letzt benötigt die f100 gut eine Sekunde mehr, bis sie nach dem Einschalten bereit ist.
Alles zusammen macht sich bei spontaner Fotografie deutlich bemerkbar. An einem Tag während der Testzeit war ich mit meiner Frau und den Kindern im Wald. Da wird die Kamera aus der Tasche gezogen und eingeschaltet (kurze Einschaltzeit nötig), der Ausschnitt gewählt (gut dosierbarer Zoom), draufgehalten und abgedrückt (verlässliche automatische Programmwahl, schneller Autofocus, effektiver Bildstabilisator). In allen Punkten schnitt die f100 im Vergleich zur TZ5 so schlecht ab, dass ich an diesem Tag kaum noch Lust hatte, die f100 zu nehmen, nur einige Bilder zum Vergleich mit der f100 machte und den Rest lieber mit der TZ5 fotografierte. Hinterher sahen die Farben der TZ5 sowohl am MacBook und auch auf dem Plasma TV immer etwas natürlicher aus, als die der F100.
Bei Weitwinkelbildern im Haus verzeichnet die TZ5 wesentlich weniger als die F100, auf den Bildern der f100 hatten wir lauter krumme Wände und Schränke.
Nun könnte man meinen, dass die Entscheidung somit leicht in Richtung TZ5 fällt. Leider ist die TZ5 leider auch etwas grösser als die f100, was man aufgrund des wesentlich höheren Brennweitenbereichs zwar verzeihen mag. Aber während die f100 für mich gerade noch in der Hosentasche transportabel ist, ist es die TZ5 so gerade eben nicht mehr. Wäre das das einzige Problem, hätte ich mich wohl damit abgefunden.
Zu gelbe Bilder bei Kunstlicht
Canon Ixus 960
Die Suche führte mich dann zur Ixus 960 vom Marktführer Canon.
Der Sensor der Ixus (1/1,7'') ist nahezu genau so gross, wie jener der F100 (1/1,6''), so dass potentiell ein ähnlich gutes Verhalten bei schwachem Licht zu erwarten ist.
Die gesamte Menüstruktur der Ixus ist logisch und einfach zu durchschauen. Die Automatik arbeitet zuverlässig und die Ixus macht in nahezu allen Situationen gute Bilder mit guter Belichtung und realistisch wirkenden Farben. Dabei Ixus ist in jeder Hinsicht schnell. Insgesamt lässt sie sich somit gut als Point&Shoot-Kamera verwenden, bietet aber auch einige Einstellmöglichkeiten.
Auch bei schwacher Beleuchtung liefert die Ixus hervorragende Ergebnisse. Sie glättet bei weitem nicht so stark wie die F100, auch wenn das zu etwas Rauschen führt. Dafür werden aber auch wesentlich mehr Details erhalten. Der Tannenbaum hat noch Nadeln und die Raufasertapete hat noch Struktur, Details die bei der F100 teilweise der Rauschunterdrückung zum Opfer gefallen sind.
Zum guten Bildergebnis trägt auch der Bildstabilisator bei, der zu jeder Zeit hervorragend gearbeitet hat. Es ist mir während der gesamten Testzeit nicht vorgekommen, dass ein Bild verwackelt war.
Als Extra verfügt die Ixus an der Rückseite über eine frei belegbare Taste, eine prima Idee. Sehr gut gefallen hat mir auch die Möglichkeit, die Belichtung an einer anderen Stelle als dem Fokuspunkt auszurichten. Man wählt dabei zuerst den Punkt, auf den die Belichtung eingestellt werden soll und anschliessend wird fokussert.
Die Ixus ist etwas dicker als die F100, ist aber durchaus noch als Taschenkamera zu gebrauchen, zumal das Objektiv im ausgeschalteten Zustand vollständig eingefahren wird.
Leider hat die Ixus nicht nur Vorteile, sie hat auch einen entscheiden Nachteil. Das Objektiv deckt nur einen Brennweitenbereich von 36-133mm ab. Während die 133mm Tele für die meisten Zwecke ausreichend sind, ist eine Anfangsbrennweite von 36mm für eine High-End Kompakte nicht ausreichend. Einer meiner Anwendungszwecke ist, in kleinen bis mittleren Räumen zu fotografieren, z.B. auch auf Feiern. Um möglichst viel vom Raum und möglichst viele Gäste gleichzeitig auf das Bild zu bekommen, reichen 36mm einfach nicht aus. Der Unterschied zu den Geräten mit 28mm ist schon erheblich.
Hätte die Ixus 960 einen Weitwinkel von mindestens 28mm, gerne auch mehr, wäre sie das Gerät meiner Wahl gewesen. So aber ging die Suche weiter.
Panasonic FX37
Beim Vergleich der drei Kameras fiel mir auf, wie viel Spass die TZ5 eigentlich gemacht hat. Nur war ihr Ergebnis bei schwachem Licht und höheren ISO's nicht ausreichend. Ausserdem war sie mir als kleine Taschenknipse für immer-dabei einfach etwas zu gross.
Die FX37 hat eine gute Eingangsblende von F2,8, einen sehr gut nutzbaren Brennweitenbereich von 25-125mm und ist so klein, dass die als Taschenkamera bekannte IXUS dagegen wie ein grosser Brocken aussieht.
Der wichtigste Test war dann natürlich bei schwachem Licht, bei dem die TZ5 versagte und die kleine FX37 zeigt hier tatsächlich ein deutlich besseres Ergebnis als die TZ5. Nun ist die FX37 keine high-ISO Expertin wie die F100fd, aber die Ergebnisse sind auch nicht so schlecht wie bei der TZ5.
Und in allem anderen ist die FX37 einfach eine richtig gute Spasskamera. Die Intelligente Automatik von Panasonic ist nach meiner Meinung einfach das beste, was es zur Zeit gibt. Man kann den Grossteil der Zeit einfach knipsen und die Kamera wählt eine sehr gute Einstellung.
Schöne Farbwiedergabe der FX37
Nun muss die FX37 sich auch auf ihre Automatik verlassen können, weil sie nur sehr begrenzt manuelle Einstellmöglichkeiten bietet. Aber als Automatikknipse für Schnappschüsse, z.B. bei Ausflügen mit den Kindern, ist die FX37 eine hervorragende Wahl. Sie ist so klein, dass man sie sogar mitnimmt, wenn man eigentlich keine Kamera dabei haben wollte. Ich habe mich für die braune Gehäusevariante entschieden, die sogar richtig edel wirkt. Und auch wenn sie keine high-ISO Expertin ist, so sind die Ergebnisse doch deutlic besser als die meiner alten W55. Und nebenbei kann man mit ihr sogar HD-Video in ziemlich ansehnlicher Qualität aufzeichnen.
Fazit
Somit habe ich mich letztendlich nicht für die Kamera mit der besten Bildqualität entschieden. Diesen Platz müssen sich die F100 und die IXUS 960 aus dieser Runde teilen. Allerdings haben die beiden auch Nachteile, der Weitwinkel der IXUS endet bei 36mm und die Automatik der F100 liefert zu oft unbrauchbare Ergebnisse, genau wie ihr Bildstabilisator. Auch wurde es nicht die TZ5, die zwar ein tolles 10-fach Zoomobjektiv zu bieten hat, aber bei hohen ISO's versagt.
Es wurde statt dessen die kleine FX37. Die Bildqualität ist OK, aber nicht hervorragend. Aber immerhin deutlich besser als bei meiner abzulösenden W55. Sie ist keine Low-Light Expertin, aber wiederum besser als die W55 und auch als ihr Schwestermodell TZ5. Sie ist extrem klein, verfügt über eine hervorragende Automatik und bietet mit 25mm einen sehr guten Weitwinkel. Und ausserdem hat mir die Kleine einfach Spass gemacht.
Zusammenfassung
Fuji F100fd
+ Gut nutzbarer Brennweitenbereich 28-140mm
+ guter Weißabgleich bei Kunstlicht
+ Bei ausreichend Licht hervorragende Detailwiedergabe
- Geringer Dynamikumfang
- Langsame Einschaltzeit
- Bedienungkonzept schlecht
- Im Weitwinkel sichtbare Verzeichnung
Panasonic TZ5
+ Grosser Brennweitenbereich 28-280mm
+ schnell
+ Einfache Bedienung
+ HD-Video
+ gut dosierbarer Zoommotor
- weniger scharfe Bilder als F100fd
- mehr Bildrauschen, ab ISO400 fleckiges Farbrauschen
- Weissabgelich bei Kunstlicht schlecht
- Nicht mehr hosentaschentauglich
Panasonic FX37
Wie TZ5, bis auf
+ superklein
+ guter Brennweitenbereich 25-125mm mit viel Weitwinkel
o Bildqualität und Weissabgleich bei schwachem Kunstlicht nicht überragend, aber besser als TZ5
Canon Ixus 960
+ gute Automatik
+ gute Bildqualität
- Mässige Filmqualität
- Mit 36-133mm wenig Weitwinkel
Abonnieren
Posts (Atom)
ANC Over-Ear Anwenderbericht: Sony WH-1000XM5 vs WH-1000XM4 vs Sennheiser Momentum 4
Dies ist kein vollständiger Test, sondern nur eine Sammlung von Punkten, die mir beim Vergleichen der drei Kopfhörer aufgefallen sind und di...
-
Die Tests zu den Extrembedingungen LowLight, hoher Kontrastumfang und am Teleende sind veröffentlicht. Diese Vergleiche in Extremsituationen...
-
Wer einfach nur die beste Bildqualität in diesem Vergleich möchte, kann hier aufhören zu lesen und die Nikon kaufen. Der neue 24mp Sensor...
-
Angetrieben hat mich die Überlegung, wie ich möglichst viele Inhalte auf einen eBook-Reader bekomme. Längere Artikel im Web lassen sich in...








